Filmindustrie nimmt VPN-Anbieter ins Visier
Die Filmindustrie nimmt zunehmend VPN-Anbieter ins Visier. In den USA läuft nun auch eine Klage gegen Leaseweb, deren Dienste angeblich von ExpressVPN, LiquidVPN, NordVPN und Zenmate genutzt werden und die wiederum die Basis für die Urheberrechtsverletzungen deren Kunden sind.
Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Filmindustrie auch die VPN-Dienstleister in den Gerichtsaal zitieren wird. Nach Torrent-, Filehosting- und Streaming-Services soll nun auch die Gefahr durch die florierenden VPN-Services befriedet werden. In den USA laufen zwei Verfahren, wie Torrentfreak berichtet, bei denen im Raum steht, dass die Kunden der Anbieter Urheberrechtsverletzungen begangen haben. Die Ermittlung der Täter ist aber nicht ganz so einfach. Neben Klagen, die gegen VPN-Anbieter laufen, versucht man es nun im US-Bundesstaat Virginia mit einer Klage gegen die US-Niederlassung des Anbieters Leaseweb.
Ihm wird vorgeworfen, die Zuordnungen der IP-Adressen bei der Internet Registry Arin zu vernachlässigen, womit man die VPN-Betreiber nicht korrekt identifizieren kann, über die man dann wieder per Klage die Kundendaten ermitteln will. Im Klageschreiben ist daher vor allem von "Unbekannt" die Rede, es fallen aber Anbieternamen wie ExpressVPN, LiquidVPN, NordVPN und Zenmate - angeblich Kunden von Leaseweb. Bislang ist keiner der VPN-Anbieter direkt beklagt - man kann die Klage gegen Leaseweb als Vorbereitung sehen, um auf Basis eines erfolgreichen Ausgangs dann weitere Schritte einzuleiten.
Können die VPN-Anbieter erfolgreich identifiziert werden, werden Klagen zur Herausgabe der Kundendaten möglich. Ob die dann wiederum erfolgreich sind, wird sich zeigen. Die meisten VPN-Dienste versprechen, dass sie keine Logfiles erheben und damit der Traffic nicht zuordnungsfähig wäre. Das Problem ist hier das Versprechen. Daten fallen generell bei VPN-Diensten an, da sie in der Regel bezahlt werden müssen. Und zuweilen stellte sich auch schon heraus, dass der Traffic doch dokumentiert wurde. Einer richterlich angeordneten Durchsuchung mag da so mancher Anbieter nicht standhalten. Es wurden in der Vergangenheit schon Personen gefasst, die sich hinter einem VPN sicher glaubten.
Mit Glück könnte die Klage gegen Leaseweb schon etwas weiter oben ansetzen und man spart sich die Grabenkriege. Leaseweb wird vorgeworfen, die Konten der Verursacher nicht zu kündigen und die Mahnungen, angeblich 32.000 an der Zahl, nur weiterzureichen. Man beruft sich auf den DMCA, den Digital Millennium Act, der insbesondere Wiederholungstäter in die Pflicht nimmt. Da Leaseweb nicht reagiere, sei das Unternehmen haftbar zu machen. Eine ähnliche Klage läuft gegen Skarktech.
Bislang scheinen noch nicht die mächtigen Lobbyverbände involviert zu sein. Es klagen Unternehmen, die speziell für die Filmproduktionen gegründet wurden. Darunter auch die in den letzten Jahren immer wieder auftauchende Dallas Buyers Club LLC, die den gleichnamigen Film verwertet und wo man Einnahmen aus Filesharing-Aktivitäten möglicherweise fest in Budget eingeplant hat. Direkt genannt werden aber auch Rambo V Productions und Bodyguard Productions (The Hitman's Bodyguard), neben anderen nicht genannten Produktionsgesellschaften. Torrentfreak berichtet, dass ein erfolgreicher Ausgang der Klagen, darunter auch direkt gegen LiquidVPN und VPN.ht, möglicherweise gar nicht das Ziel ist, sondern im Nachgang eine außergerichtliche Einigung zu erzielen.
Langfristig könnte sich die Filmindustrie über Justiz und Politik darum bemühen, dass Logfiles für VPN-Dienstleister verpflichtend werden. Dazu müsste sich dann aber wohl auch der mächtige Lobbyverband MPAA, Motion Picture Association of America, in das Thema einschalten.

Letztlich ist das alles stinknormale Raubkopiererei. Im Gegensatz zu den Filesharern der 90er verdienen heute aber noch Zwischenfirmen, die VPN-Betreiber, daran.
Die "ORF TVthek" und die SRF Mediathek bzw. die offiziellen Webseiten der Privatsender von Österreich/Schweiz bzw. sämtliche IPTV Anbieter, die Online TV via Browser/App anbieten (sind meistens bei den Privatsendern sogar verlinkt), sind meiner Meinung nach legale Quellen.
Hier wird das Streaming über VPN von einem Anwalt erklärt:
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Der VPN-Anbieter bietet seinem Nutzer letztendlich an, über seine Server im Internet zu surfen. Wer über das nötige Kleingeld verfügt, kann auch seine eigenen PCs in Österreich/Schweiz etc. aufstellen und diese als VPN benutzen.
Im Extremfall könnten einfach alle ca. 80 Millionen Einwohner Deutschlands zum Formel 1, etc. schauen nach Österreich oder in die Schweiz fahren und dort die Formel 1, etc. ohne VPN im Hotel, in der Kneipe oder über ein örtliches Gratis-WiFi, etc. schauen, oder wer in Österreich/Schweiz Freunde, Verwandschaft, Bekannte hat, könnte auch bei denen die Formel 1, etc. verfolgen.
Ich bin froh das ich noch F1 TV habe und dies weiter verlängern kann. Da kommt man dann doch deutlich günstiger weg.
Letztlich ist das alles stinknormale Raubkopiererei. Im Gegensatz zu den Filesharern der 90er verdienen heute aber noch Zwischenfirmen, die VPN-Betreiber, daran.
Aber der allergrößte Teil, wird sich einfach sagen: Naja, ist zwar nicht legal, aber auf der anderen Seite ist der Film/Serie den Preis nicht wert! Damit meine ich, dass wenn heute pro Tag 1 Million Filme/Serien illegal geschaut werden.... das nicht dafür sorgen wird, dass wenn es ab morgen unmöglich sein sollte dies zu tun, diese 1 Million als Umsatz in den Kassen der Trash-Industrie landet!
Ich habe über 800 Bluray & DVD hier... aber ich kaufe immer weniger, warum? Weil es inhaltlich immer schlechter wird, was Holllywood einem da vorsetzt! Aber nur weil ICH weniger kaufe, schaue ich die neuen Filme/Serien dennoch nicht illegal irgendwo im Netz, denn dies macht die Filme immer noch nicht sehenswert!
(Dieser Post spiegelt ausschließlich meine persönliche Meinung wieder und steht sicher nicht als allgemein richtig da!)