Intel DG1 Grafikkarten-Prototyp in CES-Präsentation gesichtet
Intel hielt sich einigermaßen bedeckt auf der CES 2020 in Las Vegas, was Details zu den Bemühungen um die dedizierten Grafikkarten angeht. Man zeigte Destiny 2 in niedrigen Details und 1080p. Nun macht aber auch eine Präsentation die Runde, die das DG1 Software Development Vehicle zeigen.
Intel hat die CES 2020 in Las Vegas unter anderem dazu genutzt, die Bemühungen in der Entwicklung der dedizierten Grafikkarten etwas genauer zu beleuchten. Wunder konnte man erwartungsgemäß nicht präsentieren. Der als DG1 präsentierte Chip dient gefühlt eher als Beschleuniger für schlanke Notebooks, denn als ernster Konkurrent für Enthusiasten-Grafikkarten. Alles hatte mehr Show-Charakter.
Doch dann tauchten über Guru 3D Bilder eines DG1 Software Development Vehicles auf, das aussieht wie eine ITX-Karte im Referenzdesign, wie man sie durchaus von AMD oder Nvidia bekommt. Bei Guru3D sind die Inhalte mittlerweile gelöscht, aber wer im Internet sucht, findet diese noch. Der Prototyp der DG1 als Steckkarte soll Destiny 2 in niedrigen Details und 1080p auf spielbare Bildraten beschleunigen und steckte auch in einem Notebook.
Das DG1 Software Development Vehicle macht in der Präsentation aber immer noch den Eindruck, dass hier noch Entwicklungsarbeit zu leisten ist - sowohl von Intel als auch von den Entwicklern, für die das "Gefährt" gedacht ist. Das kommt, so die Bilder, auch mit 75 Watt aus. Denn neben dem PCI-Express-Anschluss ist keine weitere Stromversorgung zu sehen. Das Gerät soll so schon bald auch an unabhängige Softwareentwickler gehen, die ihre Programme dann an die Xe-Architektur anpassen können.
Die eigentliche Frage wird sein, wie gut Intel dieses DG1 Software Development Vehicle skalieren kann, wenn es darum geht, irgendwann einmal konkurrenzfähige Grafikbeschleuniger auf den Markt zu bringen. Die Folien machen noch einmal klar, dass es auf Basis von Xe drei Chipreihen geben soll. Xe-LP mit Fokus auf besonders hohe Effizienz (kommt so auch im DG1 SDV zum Einsatz), XE-HP, was wohl die leistungsstärkeren Desktop-Beschleuniger werden dürften. Und dann ist da noch Xe-HPC, was sehr nach Datacenter klingt.
Ohne weitere technische Angaben kann man aber auch so kaum Intels Aussage einschätzen, dass die DG1 doppelt so schnell sein soll wie Gen-11-Einheiten in Ice-Lake-Prozessoren. Mutmaßlich haben wir es bei der DG1 mit 96 Ausführungseinheiten zu tun.

Davor hatten sie NEC Chips seit 1982...
Treiber bekommen die aber immer noch net hin...
Preis-/Leistungsverhältnis, Energieeffizienz sowie die Treiberqualität wird entscheiden ob Intel im low end Bereich Fuß fassen kann. Wenn die GPU 80€ kostet und die Leistung/Effizienz in Ordnung ist, dürfte es durchaus Käufer geben bzw. ist es dann auch für PC's von der Stange interessant.
Ob Erfolg oder Misserfolg - da wird weniger entscheidend sein ob man schneller wie die Konkurrenz ist, sondern ob das ganze rentabel ist. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil dürfte auch die eigene Fertigung sein. 14nn+++ dürfte für den Anfang auch locker ausreichen (preiswert).