Intel-Gerüchte: Core Ultra X, Panther Lake und 18A-Produktion

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Intel-Gerüchte: Core Ultra X, Panther Lake und 18A-Produktion
Quelle: PCGH

Die Vorstellung und Einführung von Intels mit dem hauseigenen 18A-Prozess gefertigten Panther-Lake-CPUs sollen bald bevorstehen. Mit Core Ultra X gibt es auch ein zusätzliches Namensgerücht.

Im Rahmen von Intels Tech Tour 2025, einer mehrtägigen Veranstaltung, bei der Medienvertreter und Analysten zu Werksbesichtigungen und Präsentationen über kommende Hardware eingeladen werden, sind neue Details zur Markteinführung der 18A-Fertigung bekannt geworden. Wie Trendforce unter Berufung auf die taiwanesische Commercial Times berichtet, hat Intel im dritten Quartal mit ersten limitierten Lieferungen an US-Kunden begonnen, während 18A-Wafer in Produktion sind und die ersten eigenen CPUs im vierten Quartal erwartet werden.

TweakTown berichtet unterdessen, dass letztere in Form von Panther Lake alias "Core Ultra 300" für Laptops am 9. Oktober vorgestellt werden, während ein Arrow-Lake-Refresh und die neue Nova-Lake-Generation für den Desktop weiter für nächstes Jahr erwartet werden. Laut Commercial Times ist Intel mit der 18A-Massenproduktion der erste unter den Foundry-Konkurrenten, der die Stromversorgung über die Rückseite der Chips (Backside Power Delivery) einführt, die Wettbewerber TSMC erst später bringt.

Intels 18A in 2 nm soll Fahrt aufnehmen

Mit dem Produktionsstart von 18A in Arizona wird der Standort der erste in den USA sein, der in die Massenproduktion der 2-nm-Klasse einsteigt, wie der Bericht des Weiteren hervorhebt. Intels Arizona-Werke Fab 52 und Fab 62 sind Teil einer 2021 gestarteten Investition in Höhe von 32 Milliarden US-Dollar. Allein Fab 52 soll laut Commercial Times bis Jahresende eine Kapazität von 1.000 bis 5.000 Wafer pro Monat erreichen, 2026 auf 15.000 steigen und schließlich 30.000 erreichen.

Von Commercial Times zitierte Branchenquellen weisen darauf hin, dass Intels Fabriken in Arizona neben den US-amerikanischen Chip-Zollrichtlinien zu einer wichtigen Option für Chiphersteller werden dürften - neben TSMCs Arizona-Werken, die derzeit in 4 nm, bald in 3 nm und womöglich ab 2027 ebenfalls in 2 nm produzieren. Obwohl 18A in Bezug auf die Transistordichte gegenüber TSMCs N2 noch hinterherhinkt, reduziert die rückseitige Stromversorgung dem Bericht nach die Routing-Überlastung und steigert die Taktfreudigkeit, was großes Interesse bei Tech-Riesen wecken soll.

Panther Lake mit Core Ultra X?

Aus der Gerüchteküche heißt es unterdessen, dass Intel eine neue Stufe in seinem CPU-Namensschema einführen wird, wie Videocardz unter Berufung auf den bekannten X-Leaker @9550pro berichtet. Demnach würden die Modelle künftig nicht nur durch die Bezeichnung "Ultra" nebst Zahl (Core Ultra 5/7/9) unterschieden, sondern auch eine neue Stufe nach dem Schema "Ultra X5/X7/X9" bekommen.

Die neue Produktreihe soll Berichten zufolge nächste Woche zusammen mit Panther Lake auf den Markt kommen. Derzeit soll es keine Informationen darüber geben, wofür das "X" in der neuen Produktpalette steht. Es könnte sich demnach auf GPU-Varianten, NPU-Unterschiede oder einfach auf eine neue Klassifizierung mit unterschiedlichen Leistungsstufen für Premium-Geräte beziehen.

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Für die initiale Prüfphase der Anlage würde ich niedrigere Stückzahlen erwarten, sofern man nicht viel Schrott als Risikoproduktion in Kauf nimmt, und sobald zum ersten Mal ein Wafer komplett "wie geplant" von Anfang bis Ende durchgelaufen ist, hätte ich mit einem Sprung bis auf 20-50 Prozent gerechnet.
        Das meine ich; von 0 auf 5.000 kann sicherlich ein Stück dauern und ist ein wenig "unplanbar"; aber von 5.000 auf 30.000 sollte kein Jahr mehr dauern; zumindest würde ich eine Fertigung bei Chips so verstehen.
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Für die initiale Prüfphase der Anlage würde ich niedrigere Stückzahlen erwarten, sofern man nicht viel Schrott als Risikoproduktion in Kauf nimmt, und sobald zum ersten Mal ein Wafer komplett "wie geplant" von Anfang bis Ende durchgelaufen ist, hätte ich mit einem Sprung bis auf 20-50 Prozent gerechnet.
        Das meine ich; von 0 auf 5.000 kann sicherlich ein Stück dauern und ist ein wenig "unplanbar"; aber von 5.000 auf 30.000 sollte kein Jahr mehr dauern; zumindest würde ich eine Fertigung bei Chips so verstehen.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Wow 3,2 GHz ,das war ja damals garnicht gewesen. Kein Wunder das da kaum was raus kam . Intel hat zwar inzwischen es unter Kontrolle aber die yield rate ist noch immer nicht gut.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Rollora
        Das passiert halt, wenn man die Marketingabteilung feuert und stattdessen die KI Firma beauftragt...
        Panther Lake ist einfach kein Embedded Produkt, jedenfalls nicht vor weit nach 2026 rein. Die Abnehmerseite hat da überwiegend noch Alder Lake und teilweise Raptor Lake vorgestellt, aber selbst die ein Jahr zuvor geteaserten Meteor Lake Embedded musste man mit der Lupe suchen und die von Intel bereits vorgestellten (8-Kern-) Cascade Lake waren gar kein Thema. Das ist eine deutlich andere, viel trägere Welt. Das für den Messeauftritt zuständige Team hatte also sicherlich nicht die 1Q26-Notebook-Kollektion auf dem Plan und nach allem, was ich über die Jahre an internen Abläufen bei Intel mitbekommen habe, hätte denen auch in normalen Jahren niemand frühzeitig etwas über zusätzliche Ausstellungsobjekte gesagt. 50:1 das derjenige, der den Stand aufgebaut hat, gar nicht wusste, dass 12 h später eine Prototyp-CPU ins Rampenlicht gerückt werden soll. Trotzdem hätte man vor der Vitrine mal auf die Knie gehen und nach Dreck Ausschau halten sollen.

        Zitat von BigBoymann
        Vor allem, wie lange dauert es eine Fab hochzufahren? Also der Schritt von 5.000 zu 30.000 im Monat sollte doch eigentlich keine echte Herausforderung mehr sein. Oder sehe ich das falsch?
        Von 5.000 zu 30.000 könnte dann gegebenenfalls schnell gehen. Aber von 5 zu 500 ist eine Herausforderung. Nicht im Sinne von "kriege ich den Knopf gedrückt, der das Band schneller laufen lässt?", sondern im Sinne von "wie viel Schrott will ich entsorgen müssen?". Da die 18A-Fabs frisch umgerüstet wurden sprechen wir hier nicht nur von einem Auftrag, sondern auch von einem neu installierten Maschinenpark. Bei hunderten von Teilschritten und jeweils hunderten bis tausenden Fehlerquellen und Justagemöglichkeiten gibt es unzähliges zu prüfen sowie gegebenenfalls zu korrigieren. Da plant man einfach viel unproduktive Zeit ein, in der genau das gemacht wird.

        Was mich wundert, sind das relativ hoch liegende Zwischenziel bei rund 10 Prozent der Maximalkapazität und vor allem die hohe Spannweite von 500 Prozent in der Zielangabe bis Jahresende. Für die initiale Prüfphase der Anlage würde ich niedrigere Stückzahlen erwarten, sofern man nicht viel Schrott als Risikoproduktion in Kauf nimmt, und sobald zum ersten Mal ein Wafer komplett "wie geplant" von Anfang bis Ende durchgelaufen ist, hätte ich mit einem Sprung bis auf 20-50 Prozent gerechnet. Ziele im niedrigen zweistelligen Bereich klingen für mich so, als wäre sich Intel bislang gar nicht sicher, wie "wie geplant" eigentlich für 18A "at scale" aussieht. Mehr nach: "Okay, wir haben Prozesse, die liefern prinzipiell das Benötigte und wir haben genug Spielraum, um das Tempo zu skalieren. Aber ob Parameter X bei 50.000 Wafern/m um Faktor 900, 1.000 oder 1.100 gegen 50 Wafern/m angepasst werden muss, das bleibt abzuwarten respektive muss bei vorsichtigem Rantasten über 500, 1.000, 2.000, etc. erst noch ermittelt werden."

        Zitat
        Was ich noch komisch finde, dass Backside Power Delivery die Taktbarkeit erhöhen soll, dennoch kommt nicht genug raus um Desktop Chips zu produzieren?
        BSPD hilft bei Taktproblemen in großflächigen Verschaltungsnetzen. Aber wenn man dort gar nicht limitiert ist, hilft das einem beim Takt nicht. Obligatorischer Auto-Vergleich: Wenn deine Ventile nur bis 3.000 U/min richtig schließen, dann nützt es nichts, dass dein neuer Abtrieb 10.0000 verkraftet. Solange ihre Kapazitäten derart klein sind, verbieten sich große Desktop-Chips aber unabhängig vom erreichten Takt.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BigBoymann
        War das so schlimm damals?

        Grade nochmal nachgesehen, 3.2ghz war der maximaltakt und angeblich waren die yields so schlecht, dass die meisten Chips keine funktionsfähige iGPU hatten, daher war bei "Cannon Lake" dem Jahre verspäteten Erstlingswerk in 10nm eben noch keine iGPU mit dabei https://de.wikipedia.org/...
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Rollora
        das sind schon einige Prozesse und Details die ineinander übergreifen müssen
        Grds ist es klar, dass einige Prozesse ineinander greifen müssen, aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es normalerweise knapp 1 Jahr dauert von Inbetriebnahme der Massenfertigung (wir reden bei 5000 Wafern ja von laufender Massenfertigung und keiner Pre Stufe) bis zur maximalen Auslastung.

        Zitat von Rollora
        Bei 10nm gingen die Taktraten auch nicht auf 3 ghz hoch
        War das so schlimm damals?

        Zitat von Ishigaki-kun
        Ich finde das mit X auch doof
        Ist doch das gleiche Muster wie bei AMD, da gibt es mit X auch die höher getakteten Varianten.
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