Intel XeSS: Supersampling wohl mit fünf Qualitätsmodi und hohen Skalierungsraten
Im Rahmen der GDC 2022 sprach Intel in mehreren Vorträgen über die Funktionen und Vorteile, die ihre neuen Arc-Alchemist-GPUs bieten. Im Fokus stand dabei auch die Upscaling-Technologie XeSS, die laut Intel mit fünf Qualitätsmodi und einem deutlichen Leistungsvorteil aufwarten soll.
Während der diesjährigen GDC-Verantaltung berichtete Intel über seine neuen Grafiklösungen, was auch Raytracing und die eigene Upscaling-Technologie XeSS für kommende Arc-Alchemist-GPUs umfasste. Software-Ingenieure von Intel skizzierten dabei in ihrem Vortrag die Herausforderungen, mit denen Technologien zur zeitlichen Hochskalierung (temporal Upscaling) konfrontiert sind und welche Maßnahmen es brauche, um solche so umfangreich wie möglich zu unterstützen.
Dabei soll zeitliches Supersampling nicht immer die besten Ergebnisse liefern. Ältere Spiele und GPUs erzielen möglicherweise bessere Resultate und eine schnellere Implementierung mit räumlicher Hochskalierung (spatial Upscaling). Spiele, die Raytracing und andere Grafik-intensive Technologien mithilfe neuster GPU-Hardware verwenden, sollen mit zeitlicher Hochskalierung sowohl die bessere Leistung als auch Grafik hervorbringen.
Intel XeSS: Funktionsweise und Daten zur Leistungsfähigkeit
Zur Funktionsweise von XeSS erklärt Intel, dass die Technologie maschinelles Lernen nutzt, um einen niedrig aufgelösten Frame in einem hoch aufgelösten Frame zu rekonstruieren, was nur mit einem Bruchteil der Kosten fürs Rendern mit hoher Auflösung - wie etwa 4K - ausgeführt werden könne. Intel plant, alle GPU-Hersteller mit XeSS unterstützen. Dabei bekräftigt das Unternehmen, dass bei allen herstellerübergreifenden Versionen eine eigene Unterstützung für DirectX 12 Shader Model 6.4+ und DP4a vonnöten ist. Am besten soll XeSS auf Intels eigenen GPUs funktionieren und auf anderen Architekturen mit Unterstützung für die Beschleunigung mittels Xe Matrix Extensions (Intel XMX), die auf Xe-Kernen von Intels Arc-Alchemist-GPUs enthalten ist.
Auch interessant: DLSS-Konkurrent XeSS: Intel über sein Upscaling-Verfahren - Version 2.0 nur eine Frage der Zeit
Intel soll bereits daran arbeiten, die häufigsten Fehler, die bei zeitlicher Hochskalierung auftreten, mithilfe von Algorithmen zu eliminieren oder zumindest auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu sollen beispielsweise Ghosting und Blurring gehören (siehe Abbildungen in der Bildergalerie). Wichtig sind auch die Unterschiede zu aktuellen Konkurrenztechnologien, namentlich FSR 2.0 von AMD und DLSS 2.3 von Nvidia. Intels XeSS soll im Gegensatz fünf Qualitätsmodi bieten, wozu auch der Ultra-Qualitätsmodus gehöre, der mit einem 1,3-fachen Skalierungsfaktor aufwarten soll. Ein solcher sei bei FSR und DLSS nicht vorhanden, obwohl es Gerüchte diesbezüglich gegeben habe.
Bildergalerie
Mit den Qualitätsmodi kommen auch die Leistungsvorteile zum Vorschein, die Intel seiner XeSS-Technologie attestiert. Im Vergleich zu anderen zeitlichen und räumlichen Upscaling-Technologien, soll XeSS höhere Skalierungsraten erlauben. Zur Ermittlung dieser Werte führte Intel eine "Rens-Demo" auf einer Arc-Alchemist-GPU durch, die mit einer festen Frequenz und den jeweils fünf Qualitätsmodi bei einer Auflösung von 1440p bzw. 4K sowie aktiviertem Raytracing gelaufen sein soll. Der Ultra-Qualitätsmodus habe die Leistung dabei um 21 bzw. 27 Prozent erhöht, während der Ultra-Performance-Modus eine Leistungssteigerung um das bis zu 2,53-fache erzielt haben soll.
Der Vortrag zu Intels Supersampling-Technologie umfasst knapp 40 Minuten und geht noch deutlich tiefer ins Detail, was die Funktionalität und Leistungsfähigkeit betrifft. Auf Intels Webseite zur Game Developer Conference lässt sich der Vortrag derzeit abrufen. Wann XeSS offiziell an den Start gehen wird, ist noch unklar. Auch eine Liste mit unterstützenden Spielen wurde bislang nicht veröffentlicht. Mehr Informationen dazu gibt es möglicherweise dann, wenn kommende Woche die ersten Arc-Alchemist-GPUs für den mobilen Bereich vorgestellt werden.
Quelle: Intel via Videocardz und Wccftech

Das war zumindest was, was man Chatstar klar zugutehalten konnte ... der hat aus seinem Bias wenigsten keinen Hehl gemacht.
Das was gezeigt wurde sieht schon mal viel versprechend aus.
Noch mehr gespannt bin ich auf die folgenden Gens ...
Lediglich beim Preis hab ich noch so meine Bedenken.
Darüber hinaus dürfte der Preis bzw. konkreter das P/L-Verhältnis absehbar das kleinste Problem sein, da Intel hier mit einem guten auftreten muss um erste signifikante Zugewinne erzielen zu können. Einen Teil wird man zwar so oder so über die OEMs in den Markt bekommen können, aber würde man sich nur darauf verlassen, wäre das eine langsame Adaption, die Intel allem Anschein nach nicht im Sinn zu haben scheint.
Anmerkung zu Battlemage als MCM in 2023:
Hier werden wohl zwei Punkte von wesentlichem Interesse sein:
a) Sind die architektonischen Verbesserungen signifikant oder handelt es sich im Wesentlichen um einen Shrink von Alchemist auf einen neuen Prozess und das Hinzufügung der EMIB-Konnektivität?
b) Welcher Prozess genau wird zur Anwendung kommen. Bei der NextGen-LP für Meteor Lake scheint es so, als wenn Intel hier bereits TSMCs N3 verwenden wird. Wahrscheinlicher dürfte für die dedizierten GPUs aber eher TSMCs N5P oder N4 sein.
Darüber hinaus gilt hier aber das gleiche wie auch für AMD. Ein MCM-Aufbau alleine sagt noch wenig über die Performance und das Produkt aus. Hier wird man erst mal abwarten müssen wie gut AMD das mit RDNA3 hinbekommt und ob es da ggf. etwaige Kinderkrankheiten geben wird und das gilt natürlich ebenso für Intels Battlemage, so zumindest im HighEnd, denn die kleineren Modelle werden vermutlich weiterhin monolithisch gefertigt.
Und noch ein bisschen Zunder für die einschlägige Klientel: Zu Celestial in 2024 erklärte Intel bereits, dass man sich über alle Dimensionen hinweg als vollkommen konkurrenzfähig sehe.
Was da wohl drin sein mag?
Das was gezeigt wurde sieht schon mal viel versprechend aus.
Noch mehr gespannt bin ich auf die folgenden Gens ...
Lediglich beim Preis hab ich noch so meine Bedenken.
MfG Föhn.
Es ist und bleibt eine riesige Wundertüte.
Erst wenn Raff so eine Karte in den Händen hält und dann immer noch im Video lächelt, erst dann fange ich an zu glauben, dass Intel es nicht wieder ganz verbockt hat.
Intel hat in 30 Jahren keine einzige Grafikkarte hinbekommen, die als spieletauglich anzusehen ist, und die zudem ordentliche Treiber spendiert bekommen hat.
Und die haben den Koduri und den anderen Spaßvogel, die oft nur Unsinn reden, aber dann nie (das) abliefern (, was zuvor gesagt und behauptet wurde).
Eher traue ich einem Startup Unternehmen so einen Underdog Erfolg zu, die sich aus diversen ehemaligen Mitarbeitern zahlreicher Unternehmen als richtige Fachleute kompetent zusammentun.
Ich wäre für so einen Kyro zu haben, die wurden aber vor allem wegen nVidia kaputtgemacht, weil die den Leuten haben glauben lassen und demnach auch durch die Medien als Sprachrohre, man bräuchte unbedingt T&L Hardware (für dann 5 Titel oder so), also das gleiche Spiel wie auch heute noch.
So einen Erfolg wie mit Voodoo braucht man aber wohl nicht mehr erwarten, dafür sind die Chips viel zu komplex geworden, udn man bräuchte einen viel zu großen Geldgeber für so ein Projekt.
Ja, das waren noch Zeiten, schade drum.
Nun gut, hoffen wir mal auf Intel.
Ich drücke alle 3 Daumen. lol ^^
Theoretisch könnte jede HW mit einem "Yes" in der Tabelle XeSS unterstützen, die Treiber müssten die Funktionen nur bereitstellen.
Ich meine die Konsumenten-GPUs melden auch alle mindestens Shader Model 6.4 zurück.
Und ja "RDNA1/Custom RDNA" ist ein kleiner Flickenteppich, Navi10/GFX1013 unterstützt kein DP4a, Navi12/14 dagegen schon.
Welche Karten können das, bzw ab welchen Karten? RDNA II?
Auf jeden Fall freue ich mich auf FSR 2.0 und auf die Intel Lösung, beides Herstellübergreifend, fein
Theoretisch könnte jede HW mit einem "Yes" in der Tabelle XeSS unterstützen, die Treiber müssten die Funktionen nur bereitstellen.
Ich meine die Konsumenten-GPUs melden auch alle mindestens Shader Model 6.4 zurück.
Und ja "RDNA1/Custom RDNA" ist ein kleiner Flickenteppich, Navi10/GFX1013 unterstützt kein DP4a, Navi12/14 dagegen schon.