Intel bekräftigt: Erste Xe-Grafikkarten kommen Ende 2020, Vorsicht vor Aprilscherz
Intel nannte schon in der Vergangenheit das Jahr 2020 als Veröffentlichungszeitraum der ersten hauseigenen Xe-Grafikkarten. Der Marketing-Chef Chris Hook bekräftigte kürzlich über Twitter, dass es bis Ende 2020 soweit sein wird. Ein Artikel zu den Spezifikationen der kommenden Desktop-Modelle stellte derweil einen Aprilscherz dar.
Seit fast einem Jahr ist klar, dass Intel den Markt für Beschleuniger- und Grafikkarten betreten möchte. Seitdem wird die GPU-Sparte erheblich ausgebaut. Raja Koduri, ehemaliger Chef von AMDs Radeon Technologies Group, leitet das Unterfangen. Außerdem dazu gestoßen sind die beiden Marketing-Leute Chris Hook (vorher AMD RTG) und Tom Petersen (vorher Nvidia), Chiparchitekt Jim Keller und einige international bekannte Journalisten. Die GPU-Entwicklung als Gesamtwerk und gleichzeitig sein Community-Programm nennt Intel Odyssey.
Intels Xe-GPUs sollen Ende 2020 erscheinen
Im Juni 2018 bestätigte Intel, dass die ersten Produkte auf Basis hauseigener dedizierter GPUs 2020 auf den Markt gelangen sollen. Zum Jahresende bekräftigte der Hersteller, die übergeordnete Architektur mit dem Marketing-Namen Xe von den integrierten Grafikeinheiten innerhalb der Prozessoren bis hin zu Enthusiasten-Grafikkarten und HPC-Beschleunigerkarten skalieren zu wollen - die fortlaufenden Neuanstellungen bekannter Branchengrößen untermauern das Vorhaben, ebenso die Bekanntgabe des ersten Exascale-Supercomputers Aurora mit Xe-GPUs.
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Über Twitter hat Marketing Chris Hook nun noch einmal bekräftigt, dass die Verfügbarkeit der ersten hauseigenen Grafikkarten bis Ende 2020 beginnen soll. Das Jahresende wurde bisher nicht explizit genannt, erschien jedoch von Anfang an logisch. Abzuwarten bleibt zudem, welche Produkte als erstes vorgestellt werden sollen. High-End-Modelle wären aus Marketing-Sicht sinnvoll, da Intel so mit einem Knall den Markt betreten könnte, sind aber auch am schwierigsten umzusetzen. Eine GPU alleine zu entwickeln, ist bereits schwierig. Eine GPU, die es mit dem schnellsten Angebot von AMD und Nvidia aufnehmen kann, noch schwieriger.
Wccftech.com hatte indes über eine vermeintliche Xe-2-GPU als Multi-Chip-Module mit zwei Grafikchips berichtet. Dabei handelte es sich allerdings nur um einen Aprilscherz - der mit selbst erstellten Folien aufwendig ausgearbeitet wurde, aber dennoch nur erfundene Spezifikationen enthielt.


Da müssen erst mal die Treiber besser werden, da sollte Intel den Aufwand bei der Pflege für Games nicht unterschätzen
Na man darf gespannt, bis auf heiße Luft kam da noch nie was Anständiges aus der Grafiksparte und die Architektur wird sicher keine eierlegende Wollmilchsau die GPGPU UND Gaming gleichermaßen perfekt kann. Intel hat zwar das Geld hier zweigleisig zu fahren, aber Gaming wird wohl eher die zweite Geige spielen.