Intel Xe: DG1 wird ausgeliefert, DG2 im Labor
Intel hat bestätigt, dass die DG1 ausgeliefert wird und die DG2 nun im Labor ist, um sie für den Marktstart vorzubereiten. Mit Glück hat man also 2021 einen weiteren Teilnehmer auf dem Markt der dedizierten Grafikkarten. Wie erfolgreich Intel mit Xe sein wird, das muss ich aber erst noch zeigen.
Im Rahmen der Bekanntgabe der Quartalszahlen hat Intel auch bestätigt, dass man nun die ersten DG1-GPUs verschickt. Die auf den Namen Iris Xe Max getauften Karten sind dedizierte Karten, werden aber wohl erst einmal nur sporadisch in Notebooks auftauchen, wo sie Lösungen von Nvidia und AMD ersetzen können. Kaufbare Ware soll es frühestens im vierten Quartal geben. Da es aber immer noch recht wenige Informationen zu den Chips gibt, lässt sich auch die Performance schwer einschätzen. Schnelle Mobil-GPUs von Nvidia wird man wohl nicht in Bedrängnis bringen.
Deswegen ist da die Nachricht um die DG2 fast schon spannender. Die soll auf Xe HPG basieren, wobei HPG für High Performance Gaming steht. Und eben jene GPU soll nun gefertigt sein und in den Laboren von Intel auf Marktreife getrimmt werden. Am Ende dieser Straße sollen dann dedizierte Grafikkarten für Spieler stehen, die hoffentlich auch zu den beiden Mitbewerbern konkurrenzfähig sind.
Die DG2 wird extern gefertigt, wenngleich derzeit nicht bekannt ist, wo und wie. Denkbar ist natürlich 7 nm bei TSMC. Oder auch 8 nm bei Samsung. Sicher ist nur, dass es kein Prozess von Intel sein wird. Da hat man im Moment genug Last, die Prozessoren wieder in tieferes Fahrwasser zu manövrieren. Wann die DG2-Karten auf den Markt kommen, ist derweil unklar. 2021 peilt man an. Unklar ist auch, wie schnell die Karten dann sein werden. Intel verrät nicht, ob die DG2 direkt in den Enthusiastenbereich will oder sich erst einmal im Mainstream umschaut.
Quelle: Intel

nVidia hat den mit Abstand größeren Marktanteil und kann als Marktführer tendenziell auch einen höheren (verallgemeinert) Pro-Stück-Preis als AMD verlangen, d. h. nVidia wird hier weitaus mehr Umsatz verlieren als AMD.
Da JPR seinen ganze Report nur gegen harte Münze rausgibt, kann man hier nur mit den Brotkrumen gegenrechnen, die sie werbetechnisch streuen und mit etwas Verstand extrapolieren. Beispielsweise für 2Q19 weist man hier explizit ein 1:3 Verhältnis bei mobilen dGPUs zugunsten von nVidia aus, d. h. von vier verkauften dGPU-Notebooks verwenden drei nVidia-dGPUs.
Wobei das natürlich nicht heißt, dass AMD es nicht "jucken" würde, wenn sie vielleicht 180 Mio. US$ Revenue im Jahr einbüßen, während nVidia vielleicht 460 Mio US$ pro Jahr verliert. *) Die absolut größeren Verluste wird man zweifellos bei nVidia beobachten können. Intel verkauft immer noch (und auch mittelfristig absehbar weiterhin) ein Vielfaches an Mobile-CPUs i. V. z. AMD und das bedeutet, dass der Großteil der Interessenten hier immer auch gleichzeitgig einen Blick auf deren mögliche Paketpreise/Rabatte werfen wird, d. h. eine denkbar günstige Ausgangssituation für Intel, insbesondere, wenn ihr Xe die geweckten Erwartungen erfüllen kann. (Wobei das noch nicht einmal heißen muss, dass es der Überflieger im Mobil-Segment werden muss. Es reicht aus, wenn es einfach nur gut wird, den Rest kann man dann über den Preis steuern und da hat man mit Intels Absatzvolumen weitaus mehr Möglichkeiten als bspw. AMD ... und nVidia hat das Problem, dass ihre dGPUs einen komplette Stand-alone/Zusatzoption darstellen, die grundsätzlich separat hinzugekauft werden muss.)
*) Diese Beispielbeträge sind frei aus der Luft gegriffen, wenn auch möglicherweise nicht vollkommen unrealistisch.
Da sich AMD bislang eher als Lowprice-Gegner positionieren musste (zumindest die letzten Jahre) und Intel zuerst in diesen Bereich vordringen möchte, dachte ich natürlich eher, dass dort was weggenommen wird und Nvidia sich nach "weiter oben" flüchtet. An die Mobilen Geräte, OEMs usw hab ich dabei natürlich noch nicht gedacht.
Mal sehen wohin das führt, ob Intel Erfolg hat, den Stecker wieder zeiht etc.
3 halbwegs gleichwertige Gegner wären gut, und da Intel hier auch eher auf open Source setzt (eventuell mit AMD gemeinsam) würde uns Spielern das sehr helfen. Denn ich finde Nvidias Ansätze wie DLSS großartig- aber wenn nur wenige Spiele es nutzen, zum Teil auch weil es nur ein proprietärer Ansatz sit, dann hilft uns das halt weniger als wenn es freier zugänglich wäre.
Ein 3. Raytracing-Ansatz, den Intel zweifelsfrei verfolgen dürfte ist da auch drin.
Wie sich der Markt entwickelt, werden wir sehen. Wenn Nvidia mehr weggenommen wird als AMD soll uns temporär mal nur rechct sein, solange alle 3 koexistieren können
nVidia hat den mit Abstand größeren Marktanteil und kann als Marktführer tendenziell auch einen höheren (verallgemeinert) Pro-Stück-Preis als AMD verlangen, d. h. nVidia wird hier weitaus mehr Umsatz verlieren als AMD.
Da JPR seinen ganze Report nur gegen harte Münze rausgibt, kann man hier nur mit den Brotkrumen gegenrechnen, die sie werbetechnisch streuen und mit etwas Verstand extrapolieren. Beispielsweise für 2Q19 weist man hier explizit ein 1:3 Verhältnis bei mobilen dGPUs zugunsten von nVidia aus, d. h. von vier verkauften dGPU-Notebooks verwenden drei nVidia-dGPUs.
Wobei das natürlich nicht heißt, dass AMD es nicht "jucken" würde, wenn sie vielleicht 180 Mio. US$ Revenue im Jahr einbüßen, während nVidia vielleicht 460 Mio US$ pro Jahr verliert. *) Die absolut größeren Verluste wird man zweifellos bei nVidia beobachten können. Intel verkauft immer noch (und auch mittelfristig absehbar weiterhin) ein Vielfaches an Mobile-CPUs i. V. z. AMD und das bedeutet, dass der Großteil der Interessenten hier immer auch gleichzeitgig einen Blick auf deren mögliche Paketpreise/Rabatte werfen wird, d. h. eine denkbar günstige Ausgangssituation für Intel, insbesondere, wenn ihr Xe die geweckten Erwartungen erfüllen kann. (Wobei das noch nicht einmal heißen muss, dass es der Überflieger im Mobil-Segment werden muss. Es reicht aus, wenn es einfach nur gut wird, den Rest kann man dann über den Preis steuern und da hat man mit Intels Absatzvolumen weitaus mehr Möglichkeiten als bspw. AMD ... und nVidia hat das Problem, dass ihre dGPUs einen komplette Stand-alone/Zusatzoption darstellen, die grundsätzlich separat hinzugekauft werden muss.)
*) Diese Beispielbeträge sind frei aus der Luft gegriffen, wenn auch möglicherweise nicht vollkommen unrealistisch.
Hmm Hoffe ich konnte mich ausdrücken: ich meine wenn AMD und Nvidia inetwa der gleiche Umsatz weggenommen wird ist das f AMD schwerer zu verkraften.
Versteh aber, dass du aufgrund der Marktsituation (80:20 für Nvidia) davon ausgehst, dass Nvidia Theoretisch 4x so viel Umsatz einbüßt.
Ich bin bis vor 2 Jahren davon ausgegangen, dass 90% im Lowend/Mainstream umgesetzt wird, hab aber mal bei JP Rrsearch nachgelesen um wieviel im Durchschnitt heutzutage eine GPU bzw Graka gekauft wird: der Lowendmarkt dürfte schon recht klein geworden sein, vor allem wegen der IGP/APUs
Im GPUGPU-Bereich benötigt Milliardeninvestitionen in Hard-/Software, das kann sich AMD noch nicht leisten, Intel schon.
Da haben wir ja den ersten Monat des vierten Quartals schon hinter uns und Tests habe ich von diesen Karten noch keine gesehen, entweder ich hab gepennt oder das wird ein Weihnachtsgeschäft.
Würde mich interessieren, was da geht. Im Prinzip machen se das schon richtig, Karten für Notebooks und Einstiegsgrakas dürften den meisten Umsatz generieren. Eventuell schieben dann schon Mitte nächstens Jahres was für die Mittelklasse nach.
Wer hätte vor ca. 3 Jahren daran geglaubt ?!?
ICH jeden falls NICHT, gehofft ja, aber wirklich daran geglaubt …
MfG Föhn.