Intel-Arc-Grafikkarten: JPR empfiehlt Verkaufen oder Schließen
Die Analysten von Jon Peddie Research sind nicht glücklich mit der Entwicklung bei Intels Arc-Programm. Man empfiehlt, das Projekt fallen zu lassen und die Sparte zu verkaufen oder zu schließen.
Bei Jon Peddie Research (JPR) haben die Analysten offenbar nicht viel Vertrauen in Intels Bemühungen, auf dem Grafikkartenmarkt Fuß zu fassen. In einem Beitrag empfiehlt man angesichts von kalkulierten 2,1 Milliarden US-Dollar Verlust seit dem ersten Quartal 2021, dass man AXG (Accelerated Computing Systems and Graphics) am besten verkauft oder schließt.
"Intels Ergebnisse mit dGPUs im Consumer-Bereich waren peinlich, mit nur einer stillen Veröffentlichung von einem obskuren koreanischen Notebook-Hersteller und bis vor Kurzem waren keine AIBs verfügbar. Die verschiedenen durchgesickerten Ergebnisse waren weniger als glänzend, und das Verfügbarkeitsdatum verschiebt sich immer weiter."
"Gelsinger scheut sich nicht, harte Entscheidungen zu treffen und Lieblingsprojekte zu beenden, wenn sie nicht erfolgreich sind - selbst wenn sie ihm persönlich gefallen", so die Analysten zum CEO von Intel. Die Frage ist natürlich, ob man schon so viel investiert hat, dass man am besten weiter macht, oder ob man jetzt noch die Reißleine zieht, bevor man noch mehr investiert. 3,5 Milliarden US-Dollar sollen laut JPR-Kalkulation in das Programm geflossen sein.
"Die Gerüchteküche hat also angedeutet, dass die Party vorbei ist und dass AXG die nächste Gruppe sein wird, die fallen gelassen wird. Dieses Gerücht wurde von Koduri in einem seiner Tweets dementiert, indem er sagte: 'Wir halten uns sehr an unsere Roadmap. Wir bauen Alchemist aus und werden die Erfahrung weiter verbessern.'"
JPR kommt jedenfalls zum Schluss, dass Intel das Projekt fallen lassen sollte. Nach rund sechs Jahren Entwicklung habe man einfach zu wenig vorzuweisen und müsse sich nun auch nicht mehr mit Sondereffekten rumschlagen, die die Mitbewerber plagten. Nvidia und seine Partner haben im Moment - nach Corona und Krypto - so viele Karten im Bestand, dass sich dies wohl auch auf den Launch von Ada auswirkt und an einen extremen Abverkauf traut man sich bislang wohl nicht, um die Marge nicht zu ruinieren.
"Nicht viele Vorstandsvorsitzende würden sich das gefallen lassen, vor allem, wenn sie ihr Unternehmen nach früheren Fehlinvestitionen wieder auf Vordermann bringen wollen. Gelsinger wurde geholt, um die Dinge zu bereinigen und sich wieder auf die Kernkompetenzen des Unternehmens zu besinnen. Das dGPU-Programm ist in seinem Konzept edel, in seinem angeblichen Design faszinierend und ein Abenteuer, das selbst für Intel zu groß ist, besonders in diesen Tagen der Erholung."
"Das Beste, was Intel zu diesem Zeitpunkt tun könnte, ist, einen Partner zu finden und die Gruppe zu verkaufen. Das könnte sogar als strategischer Schachzug getarnt werden, so wie man es mit TSMC gemacht hat, um die dGPU überhaupt erst zu bauen. Das Unternehmen kann nicht weiterhin enorme Gehaltskosten tragen, eine wettbewerbsfähige Fabrik für Wafer bezahlen und dann die Regierungen bitten, seine Investitionen in neue Fabriken zu subventionieren, die nicht einmal die Teile bauen können, die sie vermutlich entwickeln. Das ist nicht nur eine verwirrende Investitionsstrategie, sondern auch eine Blamage."
Quelle: JPR

Ich hoffe das geht weiter so aufwärts. Und da bin ich eigentlich recht zuversichtlich.
Aber gut würde ich die letzte GPU trotz den ständigen positiven Berichten nicht nennen. Die RT Leistung war/ist grottig schlecht, vorallem für den Preisen. Es war einfach eine Tickerbox , ein Feature das nicht nutzbar war.
Da hat man tatsächlich gleich auf grün setzen können. Was soll ich da loben?
Da bin sogar ich bei meiner second hand GTX1080 geblieben (weil direkt das Geld in den Rachen schieben, wollte ich NV auch nicht)
Nach langer Entwicklung in CPU wurden die GPUs richtig schlecht.
Vielleicht bricht schon die nächste Generation diesen Kreis. Ich hoffe es.
Ich hoffe das geht weiter so aufwärts. Und da bin ich eigentlich recht zuversichtlich.
Als es den Bulldozer gab waren die GrakKas stark und haben die fusionierte Firma getragen.
Nach langer Entwicklung in CPU wurden die GPUs richtig schlecht.
Vielleicht bricht schon die nächste Generation diesen Kreis. Ich hoffe es.
"...20 Jahre an der Entwicklung geforscht bis es serienreif war".
Genau das ist Knackpunkt. Arc, und ganz sicher die Treiber, sind eben nicht "serienreif", werden aber, trotzdem auf den Markt geworfen.
Mit enormen Imageschaden.
Bei Intel glaube ich mittlerweile, dass die denken, dass sie sich alles erlauben und überstehen können, nach dem jahrelangen Debakel mit dem 10nm Fertigungsprozess...
ASML zusammen mit Zeiss und Trumpf haben 20 Jahre an der Entwicklung geforscht bis es serienreif war. Das milliarden Investment und der lange Atem der Geschäftsführung waren entscheidend daß ASML alleiniger Weltmarktführer bei Belichtungsmaschinen ist.
Ich hoffe Intel macht weiter, das kommt uns allen zu gute.
"...20 Jahre an der Entwicklung geforscht bis es serienreif war".
Genau das ist Knackpunkt. Arc, und ganz sicher die Treiber, sind eben nicht "serienreif", werden aber, trotzdem auf den Markt geworfen.
Mit enormen Imageschaden.
Bei Intel glaube ich mittlerweile, dass die denken, dass sie sich alles erlauben und überstehen können, nach dem jahrelangen Debakel mit dem 10nm Fertigungsprozess...