Intel Arc A770: Desktop-GPU erneut mit unveröffentlichtem Treiber geleakt
Es gibt einen erneuten Leak von Intels vermeintlicher Desktop-Grafikkarte Arc A770. Diese wurde im Benchmark "Pugetbench Davinci Resolve" entdeckt, zusammen mit einem noch unveröffentlichten Treiber. Möglich ist, dass die Desktop-GPUs von Intel einen komplett neuen Treiberzweig verwenden werden.
Schlag auf Schlag trudeln nun die Spekulationen zu Intels Desktop-Grafikkarten ein, von denen die ersten diesen Sommer erwartet werden. Kürzlich machte ein Leaker darauf aufmerksam, dass es mindestens sieben dieser Desktop-Grafikkarten geben soll, die Intel ins Rennen schickt, darunter auch die Arc A770. Diese zeigte sich erneut der Öffentlichkeit, diesmal im Benchmark des "Pugetbench Davinci Resolve".
Neuer Treiberzweig für Desktop-Grafikkarten?
Dort ist die Arc-A770-GPU mit dem Treiber 30.0.101.1723 gekennzeichnet, der interessanterweise deutlich neuer ist als der offizielle Intel-Arc-Treiber (Endung 1330) und der iGPU-Treiber (Endung 1660). Bei Videocardz wird derweil davon ausgegangen, dass es sich bei dem Treiber im Benchmark noch um einen unveröffentlichten Treiber handelt und die Desktop-Grafikkarten von Intel einen komplett neuen Treiberzweig verwenden könnten.
Dedizierte Treiber für Intels bisherige Mobil-GPUs, die am 30. März veröffentlicht wurden, sollen nur sporadisch aktualisiert werden und weniger häufig, als erhofft. Der aktuellste Treiber ist derzeit datiert auf den 8. April. Arc-GPUs verwenden derweil ihre eigenen Treiber, die über die neue Software Arc Control geliefert werden.
Was sagt der Benchmark aus?
Abgesehen vom Treiber lohnt sich ein genauerer Blick auf den Benchmark der Arc-A770-GPU. Vorab sei gesagt, dass die Resultate des Pugetbench-Davinci-Resolve-Tests laut Videocardz nicht mit anderen GPU-Benchmarks zu vergleichen sind. So soll es nicht schwer sein, allgemeine Scores oder GPU-Effects-Scores der Geforce RTX 3060 zu finden, die mehr als zweimal so hoch sind wie diejenigen der Arc A770. Entweder die GPU oder die CPU haben also nicht ihr vollstes Potenzial ausgeschöpft.
Quelle: PugetBench
Pudgetbench Davinci Resolve mit der Intel Arc A770M.
Weiterhin ins Auge sticht der verwendete Prozessor, der Intel Core i5-9600K. Dieser soll häufiger bei solchen frühen Leaks von Intels Desktop-GPUs involviert sein, was darauf schließen lässt, dass es sich um eine interne Testplattform handelt, die von Angestellten des Chipherstellers verwendet wird. Auch das genutzte Mainboard, ausgewiesen mit der Bezeichnung "Intel Corporation CoffeeLake S UDIMM RVP", sei ein Engineering-Modell, welches nicht ohne Weiteres im Handel erhältlich ist.
Passend dazu: Intel Arc-Desktop-Grafikkarten: A770, A750, A580 und A380 könnten etwas später kommen
Die bisherigen Gerüchte zur Arc-A770-Desktop-Grafikkarte zusammengefasst: Die Arc A770 basiert auf der ACM-G10-GPU, die entweder mit 8 oder 16 GiB GDDR6-Speicher auf den Markt kommen soll. Leistungstechnisch ordnet sich die Arc A770 wohl nach bisherigen Spekulationen im Bereich der Geforce RTX 3060 oder sogar bei der 3070 ein.
Quelle: via Videocardz
