Intel Arc Alchemist: "Graphics Clock" definiert und kleine Stecker-Kunde
In einem Stream hat Intels Graphics Fellow Tom Petersen den Begriff "Graphics Clock" genauer definiert und auch eine Karte gezeigt, von der man in der Gerüchteküche annimmt, dass es sich möglicherweise bereits um Battlemage handeln könnte.
Intel hat in einem Stream mit Graphics Fellow Tom Petersen einen Prototyp der dedizierten Arc-Grafikkarten gezeigt, der auf die klassischen Stromstecker setzt. Die neuen Stecker mit dem sperrigen Namen 12VHPWR haben 12 Pins, können bis zu 600 Watt übertragen und dürften im Zuge des kommenden Halbjahres eingeführt werden, wenn neue Modelle der drei GPU-Anbieter auf den Markt kommen. Nach Standard ATX 3.0 sind die neuen Stecker für Modelle über 300 Watt Leistungsaufnahme vorgesehen, wenngleich sie auch 150 und 300 Watt liefern können.
Die Intel-Karte zeigte derweil drei 8-Pin-Stecker (eigentlich 6+2), die jeweils 150 Watt liefern können. Das sorgte in der Gerüchteküche nun für Gesprächsstoff. Man darf aber wohl davon ausgehen, dass dies nicht die finale Konfiguration ist - deswegen auch die Vermutung hin zum Prototyp, denn bisherige dedizierte Arc-Karten waren mit einem Pärchen aus 6+2 und 6 Pins ausgestattet. Infolgedessen keimte die Vermutung auf, dass es sich nicht um Alchemist handelt, sondern bereits um dessen Nachfolger Battlemage, der aufgrund von Verfügbarkeit noch nicht auf den neuen 12-Pin-Stecker umgestellt ist.
Intels "Graphics Clock"
Interessant waren auch die Ausführungen von Petersen zu Intels "Graphics Clock", die doch für einige Verwirrung sorgten. Intels Graphics Clock ist nicht mit dem Basistakt bei Nvidia und AMD vergleichbar. Vielmehr definiert Intel den Wert als erreichbarer Durchschnittswert in einer TDP-begrenzten Umgebung (average clock measured in TDP constrained environment). Einfacher ausgedrückt ist es der niedrigste Wert, den Intel in einem Pool aus Messungen gesehen hat.
Quelle: Intel
Intel Arc Alchemist: "Graphics Clock" definiert und kleine Stecker-Kunde (2)
Um es konkreter zu verdeutlichen: Bei der Arc A370M nennt Petersen die angegebenen 1.550 MHz als niedrigsten Durchschnittswert, den die GPU bei 35 Watt TDP unabhängig vom Laptop-Design erreichen kann. Bei 50 Watt DTP ist der Takt entsprechend höher. Die Frequenz ist aber auch von der Last der Umgebung abhängig. In Counter-Strike Source, so Petersen, könne man auch 2 GHz Takt sehen. Bei einer A350M wurden die Tage auch 2,2 GHz gemessen. Intel setzt dem statischen garantierten Takt damit ein Ende - das hatten AMD und Nvidia bereits begonnen; Intel geht derweil noch etwas weiter und nennt auch keinen konkreten Basistakt, sondern eben den minimal erreichbaren Durchschnittswert.
Es dürfte interessant sein, ob sich andere dem Thema anschließen. Kritik gabs bereits bei Nvidia und dem Max-Q-Design, wo garantierte Taktraten nicht mehr so einfach zu definieren sind. Immerhin garantiert Intel mindestens die genannten Werte und der Kunde kann darauf hoffen, dass er meistens auch mehr Takt sieht. Das System soll auch bei den Desktop-Karten angewendet werden. Da kann man es gefühlt am ehesten mit AMDs Game Clock vergleichen, wobei die halt kein garantierter durchschnittlicher Minimalwert ist.
Quelle: Hot Hardware (Youtube)

Wird aber auch dazu führen, dass in Zukunft bei Tests der erreichte Takt mit angegeben werden muss, um Vergleiche zwischen verschiedenen Testern zu haben. Ob ne Karte 1550, 1800 oder 2200 MHz ist dann doch kein kleiner Unterschied und wird sich auch entsprechend in der Performance niederschlagen.
Wie´s dann letztendlich funktioniert wird man sehen müssen ...
MfG Föhn.