Arc Alchemist: Intel rechnet mit Custom-Designs

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Arc Alchemist: Intel rechnet mit Custom-Designs, TSMC-Fertigung wegen Kapazitätsproblemen
Quelle: Intel

Laut Raja Koduri, dem Leiter von Intels Grafiksparte, soll es von den kommenden Arc-Alchemist-Grafikkarten auf Basis der Xe-HPG-Architektur wohl auch Custom-Designs geben. Zusätzlich wurde erklärt, warum Intel die neuen Grafikkarten nicht selbst fertigt, sondern TSMC nutzt.

Hinweis: Die originale Quelle hat mittlerweile ihren Artikel überarbeitet - speziell mit Hinblick auf die Gründe, warum Intel TSMC ausgewählt. TSMC wurde also nicht gewählt, weil Intel schlichtweg keine Fertigungskapazitäten hat, sondern weil TSMC im Bereich Kosten, Performance und Kapazität die beste Balance bietet. Der Text wurde entsprechend angepasst.


Raja Koduri, der seit 2017 Intels Grafikabteilung leitet und zuvor für AMDs Radeon Technologies Group verantwortlich war, wurde kürzlich vom japanischen Magazin ASCII interviewt. Dabei ging es um die HPC-Grafikkarte Ponte Vecchio, aber auch um die für 2022 angekündigten Gaming-Grafikkarten namens Arc Alchemist, die auf die Xe-HPG-Architektur setzen sollen.

Custom-Designs und Workstation-Support für Arc Alchemist

Ein Thema war beispielsweise die Fertigung: Anstatt in Intels eigenem 10-nm-Prozess ("Intel 7") werden die Arc-Alchemist-GPU bei TSMC im dortigen N6-Prozess gefertigt. Laut Koduri sollen dafür drei Faktoren verantwortlich sein: Demnach war in der Entwicklung nicht abzusehen, ob Intel die Kapazität haben wird, um neben CPUs auch noch GPUs fertigen zu können. Zudem soll der N6-Prozess eine gute Balance aus Faktoren wie Kosten und Taktbarkeit bieten.

"Es ist notwendig, zunächst den gesamten Prozess zu bestimmen, von dem zu Beginn der Planung ausgegangen werden kann", und dann "sind auch andere Merkmale, wie z. B. die mögliche Taktfrequenz, wichtige Faktoren. Auch die Kosten spielen eine Rolle. Diese drei, d.h. die Kosten, Performance und Kapazität, werden bei der Entscheidung über das zu verwendende Verfahren berücksichtigt. "Mit anderen Worten: Das erste Produkt, Alchemist, hatte die beste Bilanz beim N6 von TSMC."

Mit Hinblick auf konkrete Produkte erwartet Koduri laut dem Interview offenbar, dass es von den Arc-Alchemist-Grafikkarten auch Custom Designs geben wird. Das überrascht kaum: Durch Grafikkarten aus bekannten Reihen wie "Strix" oder "Eagle" würde das Marketing der entsprechenden Hersteller abfärben. Nur mit reinen Intel-Grafikkarten könnte sich das Unternehmen hingegen wohl nur schwer am Markt etablieren.

"Ich denke, dass es Unterschiede zwischen den Partnern und ODMs geben wird, und das wird letztendlich zu Vorteilen für die Kunden führen."

Auch spannend: Intel Arc Alchemist: Schnellste GPU soll lediglich mit RTX 3070 und RX 6700 XT konkurrieren

Zudem gab es noch einige Aussagen zu den Features der Alchemist-GPUs. Demnach soll Intels DLSS-Konkurrent XeSS auch auf älteren Xe-GPUs funktionieren, die beispielsweise als IGP in den Core-11000-CPUs verbaut wurden. Außerdem will Intel mit den eigenen Grafikkarten laut Koduri auch in den Workstation-Markt vordringen, und dort mit den Radeon-Pro- und Quadro-Grafikkarten von AMD beziehungsweise Nvidia konkurrieren.

"Natürlich werden wir den Workstation-Markt bedienen, und wir werden High-End-Anwendungen wie 3DS Max unterstützen."

Keine Bestätigung gab es hingegen für ein Äquivalent zu SLI oder Crossfire. Die Arc-Alchemist-Grafikkarten sollen Intels Xe-Link nicht unterstützen, daher werden Spieler vermutlich nicht mehrere Intel-Grafikkarten zusammen betreiben können. Da die entsprechenden Funktionen aber auch bei AMD und Nvidia nicht mehr gepflegt werden, ist das auch kaum verwunderlich.

Quelle: ASCII via Videocardz / Wccftech

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Ist schlichtes betriebswirtschaftliches Handeln. Intel muss nahezu den gesamten PC-Markt bedienen, CPUs sind deren wichtigste Produktkategorie und demnach haben die Vorrang und werden selbst gefertigt und ein komplett neues und bisher noch nicht kritisches Produkt bietet sich für eine Auslagerung geradezu an. Hinzu kommt, dass man Fabs schon in Teilen auf Intel 4 umstellen wird und zusätzlich hinzu kommt, dass der Halbleitermarkt in 2021 siginifikant wachsen soll (+17 %), was Intel zudem berücksichtigen musste. Alles leicht nachvollziehbare Gründen sich hier mit externen Kapazitäten mehr Planungssicherheit und Flexibilität zu verschaffen.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Ist schlichtes betriebswirtschaftliches Handeln. Intel muss nahezu den gesamten PC-Markt bedienen, CPUs sind deren wichtigste Produktkategorie und demnach haben die Vorrang und werden selbst gefertigt und ein komplett neues und bisher noch nicht kritisches Produkt bietet sich für eine Auslagerung geradezu an. Hinzu kommt, dass man Fabs schon in Teilen auf Intel 4 umstellen wird und zusätzlich hinzu kommt, dass der Halbleitermarkt in 2021 siginifikant wachsen soll (+17 %), was Intel zudem berücksichtigen musste. Alles leicht nachvollziehbare Gründen sich hier mit externen Kapazitäten mehr Planungssicherheit und Flexibilität zu verschaffen.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Filz86
        Eigentlich schade für Intel.
        Würden diese jetzt in der Liefermenge von TSMC unabhängig sein, könnte man sicher genauso viel verkaufen wie man produziert.
        Da AMD und Nvidia die Nachfrage nicht bedienen können, hätte man bei entsprechend hoher Eigenproduktion rein aufgrund der Liefersituation sicher Abnehmer. Und damit einen Fuß in der Tür.
        Da kommen wir zum Problem: Intel hat einen Kapazitätsengpass und wird ihn noch die nächsten Jahre haben. Denen schwimmen die Felle in der Serversparte auch davon, wenn sie nicht liefern können. Das letzte, was Intel da noch gebrauchen könnte, wäre ein Großprojekt, das enorme Kapazitäten braucht und das bei den besten Prozessen.

        Ohne Fremdfertigung hätte man das Projekt wohl auf Eis legen müssen oder es wäre wesentlich kleiner ausgefallen. Von daher ist die Fremdfertigung die richtige Entscheidung.
      • Von onkel-foehn
        Eigentlich find ich´s (persönlich) irgendwie "traurig", dass ein Chip Riese seine Produkte anders wo fertigen lässt.
        "Natürlich" nur wegen dem "Geld". Und weil der Markt mittlerweile "bereit" ist solche Beträge (wie just) zu zahlen.
        Da ist´s halt besser, fertigen zu lassen, und 600 € für das Produkt auf zu rufen, als selber zu produzieren und 400 zu verlangen (bzgl. Marge) ...

        Verbrauch hin oder her. Juckt sie bei ihren eigenen CPU´ s ja auch NICHT, sowie mittlerweile GPU Käufer (z.B. Ampere).

        MfG Föhn.
      • Von Sortegon PC-Selbstbauer(in)
        Dann wird von den Boardpartners wieder keine uvp ausgehen und die Händler/Lieferanten/distribution/ wer auch immer hält schön die Hand auf. Intel gibt für das Referenzmodell ne günstige uvp an, um sich beliebt zu machen.
        Da wird nichts günstig, im Gegenteil, noch einer, der sich bei tsmc reindrängt.
      • Von TausendWatt
        Hängt nun davon ab, wie ernst es Intel meint, bzw. es meinte als sie Produktionskapazitäten gebucht haben. Damit steht und fällt die Verfügbarkeit. Darüber hinaus, wenn die Treiber passen , man preislich attraktiv ist und Leistung zwischen 1660 und 3060 anbieten kann, hat Intel das Potential einen furiosen Einstieg hinzulegen...
        Es braucht aktuell nicht unbedingt High end Karten, der größte Bedarf liegt iwo zwischen 1660-3060/3070 Leistung, wenn man hier Lieferfähig für 200-400€ ist, hat man in null komma nix alles abgegrast.
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