Industrie Gigant 4-Entwickler im Interview: "Zusatzinvestitionen wirtschaftlich nicht vertretbar"
Kurz nach der Version 1.0 von Industrie-Gigant 4.0 kündigte Publisher Toplitz Productions überraschend an, dass es keine Updates mehr geben werde. Head of Marketing & PR, Tamara Berger, begründet diesen Schritt jetzt näher.
Nach der Veröffentlichung der Wirtschaftssimulation "Industrie Gigant 4" in der Version 1.0 haben das Entwicklungsstudio Don VS Dodo und Publisher Toplitz Productions bekanntgegeben, dass sie keine weiteren Updates oder Funktionen mehr im Spiel integrieren werden. Sie würden lediglich noch Probleme beheben, falls diese auftreten. Die Kollegen von Games Wirtschaft haben Tamara Berger, Head of Marketing & PR beim Publisher Toplitz Productions, um eine Stellungnahme gebeten.
Die Nutzerbewertungen des Titels auf Steam zeigen aktuell durch "größtenteils negativ" (39 Prozent negative Kritiken nach 488 Rezensionen), dass Spieler ganz und gar nicht mit der Qualität des Aufbau- und Managementspiels zufrieden sind. Nutzer Jointornio etwa spricht eine Warnung vor totalem Scam aus. Andere Spieler kritisieren unter anderem Abstürze im Tutorial, den fehlenden Mehrspielermodus und Probleme bei der Benutzeroberfläche.
Tamara Berger erklärte, dass das Spiel in Version 1.0 als voll spielbare Vollversion erschienen sei, die "ein durchaus unterhaltsames Spielerlebnis" bieten würde, und zeigte sich enttäuscht, dass viele Spieler den Mix aus klassischen Mechaniken und neuen Elementen nicht mögen. Gleichzeitig betonte sie, dass eine Änderung in die von Spielern gewünschte Richtung Zusatzinvestitionen erfordern würden, die angesichts der Verkaufszahlen und allgemeinen Marktentwicklung "wirtschaftlich nicht vertretbar" seien. Mit der Version 1.0 sei das Projekt zudem planmäßig beendet worden.
Auf die Nachfrage, wie der Publisher auf die negativen Stimmen reagieren würde, weil das Projekt mit mehr als einer Million Euro staatlicher Fördermittel bezuschusst wurde, stellte Berger klar: Die Förderung hätte nicht der Vollfinanzierung von Industrie-Gigant 4.0 gegolten, sondern sollte den Entwicklerstandort Deutschland unterstützen, zudem hätte der Publisher in etwa noch einmal die gleiche Summe investiert und dadurch einen massiven Verlust zu beklagen. Trotzdem wolle man die Kritik als Ansporn nehmen, um zukünftige Projekte besser an die Erwartungen der Spieler anzupassen.
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Quelle: via Games Wirtschaft

Die Presse hypet nahezu jeden Unsinn in der Hoffnung mehr clicks zu generieren weil die auch werbe-finanziert- überleben müssen/wollen.
Ich sehe da mittlerweile eine extreme Kapital getriebene Verars**ung des Kunden Gamer durch Entwicklern Publishern und Presse!
...
Mit der Version 1.0 sei das Projekt zudem planmäßig beendet worden.
Da hätte der Entwickler noch Gegensteuern können.
Aber entweder haben die Dons und Dodos nicht verstanden, was einen guten EA ausmacht, oder es war Absicht...
Da kann sich der Head of Marketing sein bla bla stecken lassen.
Da kann man nur hoffen, dass die Käufer sich das gut merken und im Hinterkopf behalten, von welcher Bude man in Zukunft nie mehr irgendwas kaufen sollte, weil sowas wie ein eigener Qualitätsanspruch dort ganz offensichtlich überhaupt nicht vorhanden zu sein scheint.
Eigentlich normal, oder?
Entweder bin ich selbst von meinem Produkt dermaßen überzeugt und entwickle es "für mich" (also das Spiel, das die Developer als Gamer selber gerne spielen wollen), in der Hoffnung, dass sich dann später genügend Gleichgesinnte finden...
und selbst dann würde ich mal vorsichtig Freunde und Tester rein holen und mal schauen, was die so rückmelden (Alphatest, Betastest, etc.)...
oder ich gehe schon von vornherein mit Ideen und Konzepten in die Marktsudie und schau, wie das Feedback ausfällt und was ankommt und entwickle dann auf Kundenrückmeldungen hin.
Bzw. gehe in Early Access und Entwickle mit EA-Kunden zusammen.
Oder bin ich jetzt ganz blauäugig?