Hunt: Showdown von Crytek - Erste Technik-Eindrücke aus der Closed Alpha

Hunt: Showdown aus dem Hause Crytek geht am 31. Januar in die Closed-Alpha-Phase - ausgewählte Spieler durften bereits vorab in das sehenswerte First-Person-Jagdspiel hineinschnuppern. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt - PC Games Hardware konnte Vorab-Keys ergattern und berichtet live aus der einer kurzen Closed-Alpha-Phase von Hunt.

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Hunt: Showdown von Crytek - Erste Technik-Eindrücke aus der Closed Alpha
Quelle: PC Games Hardware

Hunt: Showdown kann ab heute im Rahmen einer Closed Alpha probegespielt werden. "Alpha" bedeutet ausdrücklich, dass sich das Spiel noch tief in der Entwicklung befindet und somit einige Elemente, vom Balancing über die Grafik bis hin zu den Menüs, nicht fertig oder noch gar nicht implementiert sind. Als Teil des Alpha-Tests, der auf Steam stattfindet, werden Gameplay, Balancing und weitere Funktionalitäten getestet. Auch das Feedback der Community soll eingeholt werden. Tester der Closed Alpha werden zufällig aus der Anmeldeliste ausgewählt, die "Gewinner" erhielten eine entsprechende Einladungs-E-Mail. Während der Closed Alpha wird es regelmäßig neue Inhalte geben, die getestet werden können. Dazu zählen neue Waffen, Ausrüstung, Fähigkeiten und Ränge.

PCGH hat sich angesehen, was Hunt: Showdown im jetzigen Zustand auf dem Kasten hat. Die sonst von uns bekannte Benchmark-Orgie sparen wir uns diesmal, denn das finale Spiel wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine andere Performance-Charakteristik zeigen als der vorliegende, noch nicht polierte Code. Selbstverständlich geben wir Ihnen dennoch einen Ausblick auf die zu erwartenden Bildraten auf verschiedenen PCs und insbesondere Grafikkarten.

Hunt: Showdown - Ersteindruck

Tatsächlich hat es einen Schauplatz wie in Hunt: Showdown so noch nicht im einem Spiel gegeben. Der Spieler und sein (optionaler, von einem Mitspieler gesteuerter) Partner landen in einem von Mutanten bevölkerten US-Bundesstaat und müssen sich mit altertümlichen Waffen den Weg freischießen. Wer Left 4 Dead kennt, der hat bereits eine gute Vorstellung von Hunt: Showdown, es steckt jedoch auch etwas Call of Juarez und eine große Ladung eines hierzulande indizierten Zombie-Spiels darin. Das Gameplay geht relativ gemächlich vonstatten, die spielbaren Haudegen halten nichts von unrealistisch schnellen Sprints oder meterhohen Sprüngen. Die Wild-West-Waffen rund um Gewehre und Revolver tragen ihren Teil zur Geschwindigkeit bei - Raketenwerfer, Handgranaten oder Laservisiere gibt es nicht, stattdessen aber reichlich Rückstoß und eine Präzision direkt aus der Hölle. Die Angst, den einen Schuss zu versemmeln und anschließend, während des unumgänglichen und langwierigen Nachladens, getötet zu werden, macht einen großen Reiz von Hunt aus. Tatsächlich hatten wir während des Spielens den Eindruck, dass die in der Welt herumliegenden Nahkampf-Waffen etwas zu stark sind: Mit einem Vorschlaghammer kann man die Kreaturen relativ gefahrlos und ohne Munitionsverlust umhauen und auch ein Messer leistet gute Dienste. Falls Sie also auf dem Weg etwas Derartiges entdecken, greifen Sie zu.

Bildergalerie

Technisch hinterlässt Hunt: Showdown derzeit einen guten, wenn auch unpolierten Eindruck, was angesichts des Alpha-Status ganz normal ist und von uns auch nicht anders erwartet wurde. Auf der Habenseite des Cryengine-Shooters steht die große Karte mit verschiedenen Lokalitäten, welche angenehm detailliert und sehenswert beleuchtet ist. Die temporale Bildglättung funktioniert gut, einige hochfrequente Objekte werden jedoch nicht sauber erfasst und im Stand gibt es gar keine Glättung - ähnlich wie beim TAA in Wolfenstein 2. Schön anzusehen sind nicht nur große Teile der Texturen, sondern auch durch das Geäst scheinende Lichtstrahlen, die vielen tessellierten Objekte, die sauber gefilterten Schatten sowie die entfernt an Mafia 3 erinnernden Sumpfgebiete mit ihren breit gestreuten Screen-Space-Reflexionen. Dieser lassen sich, wie immer bei dieser Technik, bei flachen Kamerawinkeln aus dem Bild "wischen", wirken bei normaler Ansicht aber teilweise wie Gemälde - wirklich sehenswert! Das gilt nicht für ihre fehlerhaften Kollegen: An einigen Stellen, wie Pfützen, zeigen sich grobe Artefakte anstelle korrekter Spiegelungen. Auch einige Texturen scheinen noch unfertig oder nicht in maximaler Auflösung vorzuliegen. Das sollte aber niemanden beunruhigen.

Bei unserem Ausflug in der Closed Alpha läuft Hunt: Showdown bereits anständig auf verschiedenen PCs. Die Grafikdetails lassen sich derzeit jedoch nicht oder nur per Konsolenbefehl beeinflussen. Für die verfügbare Qualität reicht eine Radeon RX 570 mit 4 GiByte Speicher für Bildraten zwischen 40 und 50 Fps in Full-HD-Auflösung. In Ultra HD wird Hunt wesentlich anspruchsvoller (und hübscher), davon haben wir uns in mehreren Matches auf einer manuell konfigurierten Radeon Vega Frontier Edition überzeugt. Werfen wir einen Blick auf das Afterburner-Protokoll:
Hunt: Afterburner-Log eines kompletten Matches in 4K auf Radeon Vega Frontier Edition Quelle: PC Games Hardware Hunt: Afterburner-Log eines kompletten Matches in 4K auf Radeon Vega Frontier Edition Wie man sieht, adressiert Hunt bis zu 7,5 GiByte Grafikspeicher, wobei die tatsächlich benötigte Menge deutlich darunter liegen dürfte - wir tippen auf etwas im Bereich um 6 GiByte, was ein naheliegendes Optimierungsziel ist. Ebenfalls ersichtlich ist die gute, wenn auch nicht optimale Auslastung des verwendeten Sechskern-Prozessors, phasenweise wird dieser voll ausgelastet; in den meisten Fällen liegt die Auslastung bei mehr als der Hälfte - obwohl in Ultra HD ein starkes Grafiklimit regiert. Gut gefallen hat uns das Input-Verhalten: Setzt man die ab Werk ziemlich langsame Mausgeschwindigkeit herauf, ist Hunt selbst mit geringen Bildraten um 30 Fps ordentlich spielbar. Das ist nur möglich, da die Mutanten nicht wie wild in der Gegen herumrennen oder -hüpfen.

Was den Hauptspeicher angeht, sind PCs mit 8 GiByte RAM gerade so in der Lage, die Hunt Closed Alpha inklusive Betriebssystem zu fassen - wir empfehlen 16 GiByte RAM. Unabhängig vom Speicher und durchaus störend sind die teilweise sehr langen Ladezeiten, bis das Matchmaking erfolgreich ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob man die "Solo"-Option wählt oder den standardmäßig aktiven Koop-Modus; je nach Tageszeit kann es jedoch auch schnell gehen.

Wir haben eine kleine Auswahl Benchmarks für Sie erstellt, wobei wir nochmals darauf hinweisen wollen, dass es sich bei der bereits spielbaren Alpha-Version offenkundig noch um eine sehr frühe Version handelt. Zudem weisen sich Benchmarks als recht schwierig zu fertigen aus, was insbesondere daran liegt, dass es in den meisten Fällen einige lange Minuten dauerte, bis ein Spiel zustande kommt und wir die große Map bis zu unserer Benchmarks-Stelle navigiert hatten. Aus diesem Grund und unserem zeitlich eng beschränkten Zugang können wir Ihnen nur einige wenige Messungen bieten - es ist im Prinzip ja auch noch viel zu früh, um Hunt Showdown zu beurteilen. Es existieren bislang nicht einmal Grafikoptionen, welche über die Anpassung der Auflösung, Vsync und Bildhelligkeit hinausgehen.

Wir haben die Kirche nahe dem Zentrum der Maps als Benchmark ausgewählt, insbesondere, da dies ein verhältnismäßig gut und einfach zu erreichender Ort mit Wiedererkennungswert ist. Die Leistung liegt in einigen Bereichen niedriger, vor allen in jenen mit dichtem Bewuchs. Auffällig ist aktuell die recht hohe CPU-Last des Spiels, die aktuell noch unsere Bildraten auf etwa 80 Fps (in detaillierteren Gebieten auch darunter) drückt. Auf diese gehen wohl auch einige der hin und wieder auftretenden Stocker und Streaming-Aussetzer zurück.

Hintergrund: Hunt Showdown

Hunt: Showdown ist ein First-Person-Jagdspiel mit PvE-Elementen, das aber auch kompetitive PvP-Elemente beinhalten soll. Zu Beginn eines Matches setzen sich bis zu fünf Teams oder insgesamt zehn Spieler in Bewegung, um ihre Jagdbeute in Form von Monstern ins Visier zu nehmen. Sobald sie ihre Beute erlegt haben, erhalten sie ihre Belohnung und gleichzeitig wird ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt, sodass sie selbst für andere Jäger zum Ziel werden. Stirbt ein Spieler während eines Matches, dann verliert er nicht nur den Match-Fortschritt, sondern auch den eigenen Charakter. Die Erfahrungspunkte werden dann auf die sogenannte Blutlinie übertragen, wo sie anderen Jägern des Spielers zu Gute kommen können. Überlebt der Spieler ein Match, kann er wie üblich seinen Charakter mit neuen Fähigkeiten ausstatten.

Sind Sie an weiteren Neuigkeiten zum Spiel interessiert, dann halten Sie doch einfach unsere News-Seite zu Hunt: Showdown im Blick.

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    • Kommentare (39)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von hungerkobold Kabelverknoter(in)
        AW: Hunt: Showdown von Crytek - Erste Technik-Eindrücke aus der Closed Alpha

        Was hier aber -zu unrecht- kaum Erwähnung findet, ist der 3D-Sound. Alter Vatter, hört sich das elendige Spinnengekrabbel auf dem Holzboden räumlich an! Selbst wenn man das Vieh nicht sieht, hört man die ganze Zeit, ob es unter, über oder neben einem ist!
        Generell ist die Soundkulisse einfach atemberaubend, gibt von mir 5*
        Getestet mit Sony MDR-XB700 und Dolby Atmos for Headphones.
      • Von hungerkobold Kabelverknoter(in)
        AW: Hunt: Showdown von Crytek - Erste Technik-Eindrücke aus der Closed Alpha

        Was hier aber -zu unrecht- kaum Erwähnung findet, ist der 3D-Sound. Alter Vatter, hört sich das elendige Spinnengekrabbel auf dem Holzboden räumlich an! Selbst wenn man das Vieh nicht sieht, hört man die ganze Zeit, ob es unter, über oder neben einem ist!
        Generell ist die Soundkulisse einfach atemberaubend, gibt von mir 5*
        Getestet mit Sony MDR-XB700 und Dolby Atmos for Headphones.
      • Von storm41 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Hunt: Showdown von Crytek - Erste Technik-Eindrücke aus der Closed Alpha

        es gibt eine neue experimentelle build die u.a. das einstellen von grafiksettings ermöglicht,
        vermutlich schiebt man diese spielversion demnächst auch auf die live-server
        YouTube
      • Von Gast201808102
        AW: Hunt: Showdown von Crytek - Erste Technik-Eindrücke aus der Closed Alpha

        brauch noch jemand nen key für die closed alpha?

        edit: ist weg!
      • Von FunkyMaster Komplett-PC-Käufer(in)
        AW: Hunt: Showdown von Crytek - Erste Technik-Eindrücke aus der Closed Alpha

        Zitat von FunkyMaster
        Habe heute gerade meinen Closed Alpha key bekommen. Freue mich schon auf heute Abend um das Game mal aus zu probieren. Mal schauen wie es auf einer GTX 780 läuft.
        Mit der GTX 780 @ 1275 Mhz hatte ich immer ca 55 FPS in 1080p was aber nicht so schlimm ist, da es nicht so ein schnelles Game ist und man sowieso ständig im Schleichmodus unterwegs ist. Leider konnte ich nur 2 Runden spielen da sich das Game oft aufgehängt hat während die Map geladen wurde. Die Grafik konnte aber nicht angepasst werden. Nur V-Sync konnte deaktiviert werden.
      • Von FunkyMaster Komplett-PC-Käufer(in)
        AW: Hunt: Showdown von Crytek - Erste Technik-Eindrücke aus der Closed Alpha

        Habe heute gerade meinen Closed Alpha key bekommen. Freue mich schon auf heute Abend um das Game mal aus zu probieren. Mal schauen wie es auf einer GTX 780 läuft.
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