MWC 2013: Huawei Ascend P2 im Hands-on-Test - Infos zu Preis und Release-Termin

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Mit "progressivem Optimismus" will Huawei innovative Produkte auf den Markt bringen. Der erste Hoffnungsträger für dieses Ziel ist das Ascend P2. Und das soll vor allem viel schneller sein als die Konkurrenz. Yvonne Göpfert hat auf dem MWC 2013 den Hands-on-Test mit dem Ascend P2 gewagt.

Das Ascend P2 soll beim Surfen im Web mit LTE bis zu 150 Mbit/s im Download schaffen. Im Upload soll es das Samsung Galaxy S3 um das Doppelte toppen. Leider machen das in Deutschland die LTE-Netze bislang nicht mit. Sie unterstützen derzeit lediglich bis zu theoretischen 100 Mbit/s.

Das Ascend P2 kommt mit einem 4,7-Zoll-Display, das mit Gorilla Glas 2 bis 7 Newton vor Kratzern schützt. Damit kann ein Schlüssel dem Bildschirm kaum noch in der Tasche schaden. Der Bildschirm ist mit 500 Nits recht hell und die Chancen stehen gut, dass das Display bei greller Sonne kaum spiegeln wird. Die Bildschirmauflösung beläuft sich nur auf 720 x 1.280 Pixel. Mit 315 ppi ist das Display jedoch gestochen scharf, sodass auch noch feinste Linien zu erkennen sind. Im Ascend P2 steckt ein Quad-Core-Prozessor, der mit einer Taktrate von 1,5 GHz läuft.

Huawei hat Android Jelly Bean aufgespielt und darüber ein eigenes Interface namens Emotion UI gelegt. Es sieht schick aus und überrascht mit animierten Übergangen beim Durchblättern der einzelnen Screens. Dabei hat sich das Smartphone keine Patzer geleistet – der Seitenaufbau erfolgte zügig und flüssig. Weitere Funktionen, die die Emotion UI mitbringt, sind nicht ganz neu: Smart Reading beispielsweise findet man auch bei Samsung und HTC. Dabei werden Textstellen, die Sie markieren, auf Wunsch übersetzt oder Begriffe mithilfe von Wikipedia erklärt, wenn Sie sie im Text markieren.

Weitere Funktionen, die das Smartphone intelligenter machen, kennt man als Apps aus dem Marketplace: Ein Permission Manager ermöglicht diverse Sicherheitseinstelllungen. Der Traffic-Manager loggt den Datenverkehr mit. Der Powermanager spart Akku, wenn die Power zur Neige geht. Und auch eine Anbindung an die Cloud fehlt nicht. Backup und –zugriff auf Cloud-Speicher plus der zugehörigen Sync-Möglicheiten sind implementiert. Und schließlich gibt es noch einen Phonefinder, der das Gerät bei Bedarf ortet. Ferner lassen sich mit dem Ascend P2 Daten zwischen Telefon, Pad und TV via Air-share teilen.

Die 13-MP-Kamera kommt mit BSI-Sensor und mechanischer Kamerataste. Damit sind auch Schnellstarts der Kamera möglich. Die Cam beherrscht ein paar ganz interessante Funktionen, darunter Gesichtserkennung und HDR-Aufnahmen. Ob die Bildqualität bei der höheren Auflösung tatsächlich besser ist als bei 8-MP-Aufnahmen, müssen erste Tests zeigen. Denn nur wenn auch der Sensor vergrößert wurde, sorgt die größere Anzahl Pixel für bessere Fotos. Die HD-Technik, die mehrere Aufnahmen eines Bildes macht und anschließend für jeden Bildpunkt die optimale Belichtung errechnet, wird sicher zu guten Ergebnissen führen. Die Fokussierzeit ist im Rahmen, die Auslöserverzögerung könnte einen Tick flotter sein. Trotz 13-MP-Kamera ist das Gehäuse nur 8,4 mm dick – ein Fortschritt gegenüber dem Ascend P1, das noch eine hervorgewölbte Linse zierte. Mit den Maßen liegt das Gerät sehr gut in der Hand und lässt sich auch einhändig gut bedienen. Die glatte Rückseite kann jedoch schon mal für "Ausrutscher" sorgen.

Der Akku im Ascend P2 kommt mit einer Kapazität von 2420 mAh. Damit schlägt es das HTC One mit 2300 mAh und das Samsung Galaxy S3 mit 2100 mAh. Ob die Akkulaufzeiten wirklich besser sind, muss das Zusammenspiel von Displaytechnik und Quadcore-CPU erst noch beweisen. Und ob das Smartphone bei den Benchmarks abräumt, ist angesichts von "nur" 1 GB RAM wahrscheinlich, aber nicht sicher.

Das Ascend P2 soll im Juni 2013 in Europa in den Handel kommen und 449 Euro ohne Vertrag kosten. Und auch wenn Huawei kaum eigene, innovative Funktionen entwickelt hat, ist das Smartphone doch ein schönes "Wir-haben-das-jetzt-auch-Gerät." Und der Preis ist eine Kampfsansage an Samsung.

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Citynomad Software-Overclocker(in)
        Wenn ich mir jetzt aber die Straßenpreise etwa vom S3 anschaue, fällt mir außer LTE (wer nutzt es?) und der Displaytechnik nichts ein, warum man dieses Telefon dem S3 vorziehen sollte... dafür müsste sich der Preis schon noch um wenigstens 50€ nach unten begeben. Das Telefon ist ein klassischer Fall von "wir-habens-jetzt-auch-sind-aber-etwas-spät-dran". Wenn ich mir die kommenden Telefone von HTC, Sony, Samsung, LG und "Google" anschaue, wird es das Huawei eher schwer haben zu dem Preis. Selbst 400€ sind da noch zu viel. Das nächstes Googlephone steht schon vor der Tür und das Nexus 4 hat bis auf den Speicher und LTE keine Nachteile gegenüber dem Huawei und kostet (falls erwerbbar) nochmals weniger...
      • Von Citynomad Software-Overclocker(in)
        Wenn ich mir jetzt aber die Straßenpreise etwa vom S3 anschaue, fällt mir außer LTE (wer nutzt es?) und der Displaytechnik nichts ein, warum man dieses Telefon dem S3 vorziehen sollte... dafür müsste sich der Preis schon noch um wenigstens 50€ nach unten begeben. Das Telefon ist ein klassischer Fall von "wir-habens-jetzt-auch-sind-aber-etwas-spät-dran". Wenn ich mir die kommenden Telefone von HTC, Sony, Samsung, LG und "Google" anschaue, wird es das Huawei eher schwer haben zu dem Preis. Selbst 400€ sind da noch zu viel. Das nächstes Googlephone steht schon vor der Tür und das Nexus 4 hat bis auf den Speicher und LTE keine Nachteile gegenüber dem Huawei und kostet (falls erwerbbar) nochmals weniger...
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