PCGH-Plus Label [PLUS] Im Test: Drei ungewöhnliche Headsets mit planaren Treibern von Asus, Audeze und Fostex

Kopfhörer mit planaren Treibern stellen schon lange die Speerspitze im professionellen Audio-Bereich dar. Die Technik hat sich vereinzelt aber auch in den Headset-Markt geschlichen und verspricht eine kompromisslose Nutzung auch für Audiophile. Wir haben uns drei "bezahlbare" Kandidaten genauer angesehen.

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 Im Test: Drei ungewöhnliche Headsets mit planaren Treibern von Asus, Audeze und Fostex
Quelle: PC Games Hardware

Mit unseren drei Kandidaten im Test schauen wir uns an, ob es möglich ist, ein Headset zu bekommen, das sich gleichzeitig als Kopfhörer im professionellen HiFi- und Studio-Segment behaupten kann. Denn alle drei Kandidaten im Test stammen aus einem renommierten Audio-Haus und verfügen über hochqualitative planare Treiber. Audeze, Fostex und Hifiman im Asus-Gewand sind dabei und liefern auf den ersten Blick sehr ähnliche und auf den zweiten Blick sehr unterschiedliche Modelle.

Planar > dynamisch?

Planare Treiber gelten als tendenziell hochqualitativer als dynamische. Das kann man zwar nicht verallgemeinern, denn unser Vergleichsgerät von Beyerdynamic verfügt über dynamische Treiber, die ihre ganz eigene Qualität haben. Doch unsere drei Headsets haben dank ihrer speziellen Technik ohne Zweifel einen besonderen Klang. Der fällt beim ersten Test vor allem durch etwas präsentere und offene Hochmitten auf. Doch das ist nicht alles. Alle drei Headsets verfügen über eine sehr hohe Präzision. Vor allem im Bassbereich ist zu erkennen, wie definiert die Treiber arbeiten.

Doch wie funktionieren planare Treiber überhaupt? "Planar" bezieht sich auf die Membran, mit der Schall erzeugt wird. Diese ist im Gegensatz zum konischen Aufbau beim dynamischen Pendant flach und extrem dünn, aus einer Folie gefertigt. Auf der Membran sind Leiterbahnen aufgebracht, durch die ein Audiosignal geleitet werden kann. Die Folie ist zwischen zwei flachen Anordnungen aus Magneten angebracht. Wird ein Signal durch die Leiterbahnen auf der Membran geleitet, entsteht ein Magnetfeld anhand des Signals. Dieses reagiert mit dem Feld der Permanentmagnete und bringt die Membran in Bewegung. Dabei wird Letztere über die gesamte Fläche hin bewegt, anstatt von einem Punkt aus, wie es bei dynamischen Treibern der Fall wäre. Das Resultat soll eine präzisere, verzerrungsreduzierte Wiedergabe sein, da weniger Partialwellen auftreten und die sehr leichte Membran schneller in Bewegung gesetzt werden kann.

Offen, halb offen und geschlossen

Obwohl die drei Headsets im Test zwar treiberseitig sehr ähnlich sind, ist die Konstruktion grundlegend verschieden. Denn Asus schickt ein offenes, Fostex ein halb offenes und Audeze ein geschlossenes Modell ins Rennen. Die damit einhergehenden Eigenschaften sind nicht wegzureden. Asus liefert mit dem offenen Kithara den besten Sound, allerdings auch eine extreme Umgebungsbeschallung, die Audeze und Fostex umgehen. Dadurch schränkt sich aber bei Letzteren auch der Sound etwas ein. Die Leichtigkeit und die breite Bühne werden etwas komprimiert. So würden wir rein vom Sound definitiv das Asus empfehlen. Soll aber das Gerät in typischen Szenarien wie im Büro, oder unterwegs eingesetzt werden, muss man abraten und eher zum Audeze tendieren. Das Maxwell 2 ist mit Drahtlos- und Bluetooth-Verbindung und dem geschlossenen Aufbau näher am praktischen Gaming-Headset und weniger ein HiFi-Kopfhörer. Das Fostex ordnet sich zwischen den beiden an. Wenige Features und Verbindungsmöglichkeiten, aber immer noch geräuschdämpfend durch den halb offenen Aufbau.

Referenzvergleich

Für unseren Test nutzen wir ein Vergleichsgerät, um vor allem direkte Differenzen in Soundcharakter und Qualität herauszufinden. Wir haben hierfür den professionellen Studiokopfhörer DT 1990 MK2 von Beyerdynamic. Das Modell ist offen aufgebaut und mit dynamischen Treibern ausgestattet. Mit 500 Euro ist der Hörer zwar nicht im extrem teuren Segment, jedoch als Studio-Topmodell des Herstellers durchaus an der Spitze angeordnet. Vor allem ist der Hörer aber zum Mixen und Mastern gedacht und soll ein möglichst präzises, aber auch repräsentatives Bild abgeben.

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  • Fostex T50RPmk4g+
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