Haswell EP mit bis zu 14 Kernen: Neue Folien über den Ivy-Bridge-Nachfolger aufgetaucht
Auf der asiatischen Webseite Chiphell sind neue Präsentationsfolien zu den kommenden Server-CPUs Haswell-EP enthüllt worden. Den Daten zufolge soll Haswell EP mindestens 10 Kerne bereithalten, die größte Ausbaustufe kommt auf 14 Rechenherzen.
Wir berichteten bereits letzte Woche über durchgesickerte Informationen zum Server-Derivat von Haswell DT (Desktop), dem Haswell EP (Server). Auf Chiphell sind aktuelle Grafiken zum Aufbau der 22-nm-CPU aufgetaucht. Demnach werde Haswell EP mit mindestens zehn Kernen erscheinen. Pro Kern stehen 2,5 Megabyte L3-Cache zur Verfügung und bis zu 35 Megabyte insgesamt - was beim Flaggschiff 14 Kerne bedeutet. DDR4 dürfte im Server-Bereich sein Debüt feiern. Anfangs werden Speicher-Geschwindigkeiten von DDR4-2133 erwartet. Das dürfte sich aufgrund fehlender Spezifikationen aber noch ändern.
Insgesamt kann Haswell EP CPU-seitig 40 PCI-Express-3.0-Bahnen liefern, Haswell EN hingegen nur 24 Lanes - die EPs nutzen überdies ein Quadchannel-Interface, die ENs dagegen Triplechannel. Neu ist der Befehlssatz AVX 2.0 sowie die HNI (Haswell New Instructions) wie FMA3 und BMI. Beim Alten bleibt Intels Hyper-Threading-Technik und der Turbo-Boost. Aufseiten der Stromversorgung versuchen eine integrierte Spannungsregelung und Intels Power Management die CPUs vor unnötigem Stromkonsum zu bewahren. Als Chipsatz wird der C610 (Codename "Wellsburg") bereit stehen. Auf der Anschlussseite sollen es zehn SATA-6GB/s-Ports sowie sechs USB-3.0-Buchsen sein. Weniger Strom als der Vorgänger C600 ("Patsburg") soll der Wellsburg ebenfalls konsumieren, 7 statt aktuell bis zu 12 Watt - der PCH wird im 32- statt im 65-nm-Verfahren gefertigt.
Haswell DT für den Sockel 1150 wird für das zweite Quartal 2013 erwartet, Haswell EP für 2014 - zuvor erscheint Ivy Bridge EP mit bis zu zehn Kernen für den Sockel 2011, angepeilt ist das zweite Halbjahr 2013.
Quelle: Chipwell
