Kein geplanter Verschleiß bei Produkten laut Stiftung Warentest - Hersteller tricksen trotzdem
Die Stiftung Warentest berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "test", dass es nach der Auswertung von Dauertests der vergangenen zehn Jahre keine Belege gäbe, dass Hersteller absichtlich die Lebensdauer ihrer Geräte verkürzen. Tricksen würden die Hersteller trotzdem, sei es durch fest verbaute Akkus oder fehlende Ersatzteile.
Quelle: ifixit.com
Keine geplante Obsoleszenz laut Stiftung Warentest - Hersteller tricksen trotzdem
Die sogenannte geplante Obsoleszenz ist seit geraumer Zeit ein Dauerthema unter Verbrauchern. Den Herstellern aus verschiedenen Produktbranchen wird vorgeworfen, ihre Produkte so zu gestalten, dass sie automatisch nach einer bestimmten Zeit kaputt gehen. In Deutschland, wie zuweilen im Rest der Europäischen Union, sind Händler verpflichtet, mindestens zwei Jahre Gewährleistung auf ihre Produkte zu geben, d. h. die gekauften Sachen müssen mindestens zwei Jahre ohne Defekt überstehen, um eine erzwungene Nacherfüllung oder Reparatur auszuschließen. Die Verdacht liegt nahe, dass die Hersteller nun angehalten sind, ihre Produkte so zu entwerfen, dass sie mindestens zwei Jahre halten – mehr aber auch nicht, schließlich möchte man aus Sicht des Herstellers nicht zehn oder mehr Jahre warten, bis der nächste Kauf getätigt wird.
Typisches Vorgehen ist die Verwendung von Materialien mit höheren Verschleißwerten, trotz kaum niedriger Kosten in der Fertigung und im Einkauf. Beispielhaft hierfür steht der Rührstab, in dem Plastikteile verbaut wurden, anstatt Metall. Das Plastik nutzt sich schneller durch die Reibung ab. Die Stiftung Warentest berichtet nun in ihrer September-Ausgabe der Zeitschrift "test", dass es keine Anzeichen gäbe, dass die Hersteller künstlich die Lebensdauer eines Produktes verkürzen. Dies habe die Auswertung der letzten zehn Jahre Dauertests ergeben. "Insbesondere Haushaltsgeräte gehen heute nicht schneller und nicht häufiger kaputt als früher." Dennoch stellen die Tester fest, dass die Hersteller sehr wohl die Lebensdauer ihrer Produkte planen und die Haltbarkeit der Einzelteile aufeinander abstimmen.
Ferner würden viele Hersteller zu Tricks in der Konzeption der Produkte greifen, um eher zu einem Neukauf zu animieren. Genannt werden hohe Reparaturkosten, fest eingebaute Akkus und fehlende Ersatzteile. Je niedriger der Preis eines Produkts, desto eher würden die Verbraucher direkt zu einem Neukauf tendieren. Teilweise wird eine Reparatur erst gar nicht eingeplant, häufig daher eher geklebt, statt geschraubt. Ein Hersteller von Fernsehgeräten habe schon nach vier Jahren keine Ersatzteile mehr angeboten. Je billiger ein Gerät, desto wahrscheinlicher sei auch ein früher Ausfall. Dies gelte jedoch nicht immer. Auch vergleichsweise teure Produkte können schnell einen Defekt aufweisen.
Quelle: Stiftung Warentest


Dell: 24 Stunden Reaktionszeit bedeutet, dass sich innerhalb von 24 Stunden nach Eröffnung des Calls ein Dell Mitarbeiter beim Kunden meldet und die Behebung des Problems einleitet. Über die Zeit bis zur Behebung des Problems sagt Dell nichts.
HP: 24 Stunde Reaktionszeit bedeutet, dass sich HP bemüht (!, garantieren können sie es mE nicht, jedenfalls nicht für das Geld, das "normale" Service-Vertrage kosten), das Problem innerhalb von 24 Stunden zu beheben.
Exkurs: garantierte Wiederherstellungszeiten gibt es auch, werden aber ich durch Standard-Service-Contracts abgedeckt. Da reden wir über ganz andere Beträge.
Der Endverbraucher hingegen, von dem es viel mehr gibt als Firmen, ist viel wichtiger für den generierten Umsatz. Dort wird der große Teil des Geldes erwirtschaftet. Dort hat man auch ein Interesse das der Kunde in einem vom Unternehmen festgelegten Zyklus neue Produkte kauft, wenn du Marketing hattest, oder dich damit beschäftigt wird dir das als grundlegende Regel beigebracht. Du entwickelst als Firma Produkte die am besten zur Unternehmensstrategie und dem Produktzyklus des Unternehmens passen.
Weil dir jedes Unternehmen den Arsch aufreißen wird wenn deren Geräte nach 2 Jahren reihenweise den Geist aufgeben und Firmenkunden nunmal auf verlässliche Geräte Wert legen und legen müssen. Die wenigsten Unternehmen neigen dazu ihre Laptops, Beamer oder dergleichen mal eben alle 2 Jahre zu wechseln, das wäre da auch garnicht wirtschaftlich und der Mehrpreis für Businessgeräte ruht auch aus dem erweiterten Support, sollte man also trotz dem gesteigerten Wert von Zuverlässigkeit der Geräte mal Ausfälle oder Probleme haben hat man meist auch vom Hersteller Ansprechpartner die einem dabei helfen und eine direkte und schnellere Abwicklung bei Umtausch/Reperatur.
Allerdings sind das zumeist Sachen woman als Endverbaucher garnicht angewiesen ist und die man auch garnicht braucht.
Gute Produkte sind einfach teurer. Es ist nicht nur mit besseren Elkos getan. Wenn der Kunde - egal ob Privat- oder Firmenkunde - gute Produkte bezahlt, kriegt er gute Produkte. Sonst nicht. Qualität gibt es nicht ohne Aufpreis. Und wenn der Markt durch Mediamarkt, Saturn und sonstwas Prospekte beherrscht wird, in denen der Preis am größten gedruckt ist, auf denen steht "billiger geht nicht", "Wahnsinnspreise", "Geiz ist geil"... gibt es eben exakt diese Produkte. Und keine Weltverschwörung.
Und an alle, die hier das Wort Kapitalismus benutzen: bitte mal in Marx' "Das Kapital" nachlesen, was er damit eigentlich meinte. Dieses unbestimmte "Kapitalismus"-Gebrabbel verursacht bei mir Schmerzen. Alles, was "böse" ist, wird Kapitalismus genannt, das hat der gute Marx nicht verdient.
Die Bosch Küchenmaschine meiner Mutter funktioniert seit 50! Jahren (vor meiner Geburt gekauft) und sie nutz sie recht häufig.
Nach 30 Jahren ging das Lager unter der Rührschüssel kaputt, gab es aber bei Bosch noch immer als Ersatzteil. Nur war das dann ein Plastik- und kein Metalllager mehr.
Ein paar Jahre später hat mein Vater zufällig eine baugleiche beim Sperrmüll stehen sehen und mitgenommen. Die funktionierte noch und damit war die Ersatzteilversorgung bis heute gesichert.
Etwas vergleichbares gibt es heute bei den meisten anderen Herstellern nicht mehr. Aber für das entsprechende Kleingeld gibt es die Kitchen Aid (meine Frau hat ihre jetzt seit 15 Jahren).
Auch bei anderen Haushaltsgeräten zahlt es sich aus, wenn man etwas mehr Geld ausgibt und zu den höherpreisigen Produkten von Bosch, Siemens oder besser noch Liebherr und Miele greift. Hier bekommt man auch nach mehr als 10 Jahren noch Ersatzteile.
Und was z.B. Drucker angeht...
Da ist es kein Wunder, dass die Dinger nicht mehr lange halten. Bei dem Preisverfall...
Welcher Privatmensch würde für einen S/W Drucker 1000 Euro zahlen?
Hab vor 20 Jahren öfters mal Apple Laser Writer I und II gewartet und repariert. Die hatten HP Druckwerke und waren eigentlich unkaputtbar, weil es bis auf die letzte Schraube alles als Ersatzteil gab. Der LW II hatte sogar ein Aktivkohlefilter, wie er heute wegen Tonerstaub wieder gefordert wird. Hab leider vergessen, wie viel Tausender die damals gekostet haben. Jedenfalls hat das Topmodell der Macs (IIfx, 40 MHz 68030) damals über 10.000 DM gekostet.
rabe08 hat schon recht...
Man bekommt was man bezahlt. Geiz ist Geil und die Mehrheit will billig.
'Ist doch egal, wie sie es nennen. Fakt ist doch, dass sie mit fest verbauten Akkus, fehlenden Ersatzteilen, minderwertigen elektronischen und mechanischen Bauteilen, teilweise horrenden Reparaturkosten etc. die Wegwerfgesellschaft mit all ihren ökologischen Folgen fördern. Und das ist schlimm genug und sollte durch entsprechende EU-Verordnungen soweit wie möglich unterbunden bzw. eingedämmt werden. 'Kann ja nicht angehen, dass Drucker heutzutage teilweise nicht mal mehr das Gewährleistungsende erreichen, während Modelle derselben Preisklasse und desselben Herstellers früher locker 5 oder mehr Jahre durch hielten. 'Habe hier unter anderem noch einen 10 Jahre alten Brother-Laserdrucker in Betrieb. Wenn der seinen Geist aufgibt, bin ich wirklich traurig. Ähnlich ist es mit Haushaltsgeräten. Versucht heute mal einen Kühlschrank oder eine Waschmaschine aufzutreiben, bei der euch der Hersteller 3 Jahre oder mehr Garantie gewährt...
Und wenn ein Hersteller wie Medion seine Marktposition über den Preis definiert, wird an jeder möglichen Stelle des Endprodukts das Maximum an Einsparung realisiert. Es reicht, wenn das Teil die Gewährleistung resp. Garantie überdauert. Der Kunde will es nicht anders.
Bedenke doch mal, Firmen sind meist nicht die Käufer wo du den größten Teil des Umsatzes machst, grade bei Fernsehr, oder Küchengeräten. die sind drauf aus ihre Geräte möglichst lange zu nutzen und da man da nicht alle 2 Jahre neu anschaft kosten Sie halt auch entsprechend mehr.
Der Endverbraucher hingegen, von dem es viel mehr gibt als Firmen, ist viel wichtiger für den generierten Umsatz. Dort wird der große Teil des Geldes erwirtschaftet. Dort hat man auch ein Interesse das der Kunde in einem vom Unternehmen festgelegten Zyklus neue Produkte kauft, wenn du Marketing hattest, oder dich damit beschäftigt wird dir das als grundlegende Regel beigebracht. Du entwickelst als Firma Produkte die am besten zur Unternehmensstrategie und dem Produktzyklus des Unternehmens passen.
Diese Produkte sind dann auch anders gestaltet, warum haben die Hersteller Consumer- und Business-Linien?
Der Kunde bestimmt, was er bekommt. Es gibt keine globale Verschwörung.
Weil dir jedes Unternehmen den Arsch aufreißen wird wenn deren Geräte nach 2 Jahren reihenweise den Geist aufgeben und Firmenkunden nunmal auf verlässliche Geräte Wert legen und legen müssen. Die wenigsten Unternehmen neigen dazu ihre Laptops, Beamer oder dergleichen mal eben alle 2 Jahre zu wechseln, das wäre da auch garnicht wirtschaftlich und der Mehrpreis für Businessgeräte ruht auch aus dem erweiterten Support, sollte man also trotz dem gesteigerten Wert von Zuverlässigkeit der Geräte mal Ausfälle oder Probleme haben hat man meist auch vom Hersteller Ansprechpartner die einem dabei helfen und eine direkte und schnellere Abwicklung bei Umtausch/Reperatur.
Allerdings sind das zumeist Sachen woman als Endverbaucher garnicht angewiesen ist und die man auch garnicht braucht.
Bessere, langlebigere Komponenten hingegen sind auf jeden Fall im Interesse des Kunden und die würden keine für einen Endverbraucher horenden Preis kosten wie Sie bei Businessgeräten gang und Gäbe sind.
Ich bleibe dabei - trotz Kapitalismus- oder Globalisierungsthesen - man bekommt, was man bezahlt. Wenn die Mehrzahl der Verbraucher nicht bereit sind, für ein höherwertigeres Produkt mehr zu bezahlen sondern immer nur billig, billig, billig verlangen, weil nur der Preis in der Werbung eine Rolle spielt, gibt es eben nur diese Produkte.
Und wenn ein Hersteller wie Medion seine Marktposition über den Preis definiert, wird an jeder möglichen Stelle des Endprodukts das Maximum an Einsparung realisiert. Es reicht, wenn das Teil die Gewährleistung resp. Garantie überdauert. Der Kunde will es nicht anders.
Natürlich kann ich mir auch ein teureres Produkt kaufen und dazu noch das 5-Jahre-Rundumsorglos-Packet, d.h. Care-Pack oder wie es der jeweilige Hersteller auch nennt. D.h. ich zahle einmal und weiß, dass ich dieses Produkt 5 Jahre lang definitiv nutzen kann.
Diese Produkte sind dann auch anders gestaltet, warum haben die Hersteller Consumer- und Business-Linien?
Der Kunde bestimmt, was er bekommt. Es gibt keine globale Verschwörung.