castAR: Von Valve abgelehnte AR- und VR-Brille höchst erfolgreich auf Kickstarter

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Zwei ehemalige Valve-Angestellte wollen über Kickstarter ihre Augmented- und Virtual-Reality-Brille castAR finanzieren, die zwei Mikro-Projektoren, reflektierendes Material und Shutter-Technik verwendet. Das bekannte 3D-Holo-Schachspiel aus Star Wars soll damit möglich werden.

Während der Arbeiten im Hardware-Labor bei Valve war Jeri Ellsworth aufgefallen, dass eine bestimmte Oberfläche das Licht eines Projektors extrem hell reflektierte. Da dies selbst bei schwachem Licht sehr helle Bilder erzeugte, baute Ellsworth einen ersten Prototyp einer Augmented-Reality-Brille. Der damals ebenfalls bei Valve angestellte Programmierer Rick Johnson half ihr in seiner Freizeit, die entsprechende Software für die AR-Brille zu erstellen, da sonst niemand im Unternehmen Interesse zeigte.

Anfang 2013 "ergab sich die Gelegenheit", sich die Technik zu sichern und zusammen ein eigenes Unternehmen auf die Beine zu stellen, um das nun castAR genannte Projekt zu verfolgen. Die Brille verwendet zwei sehr kleine Beamer, die nicht die Augen, sondern eine im Sichtfeld liegende reflektierende Fläche mit speziellen Markierungen anstrahlen. Durch Shutter-Technik sieht jedes Auge das Bild eines Projektors, während durch die Markierungen die eigene Position berechnet und die Darstellung nach den Daten ausgerichtet wird. So könnte eine Art 3D-Hologramm projiziert werden, um das der Nutzer der Brille sogar herumlaufen kann.

RFID-Tags können an reale Objekte wie Spielfiguren angebracht werden. castAR erkennt so deren Position und kann beispielsweise eine Lebensanzeige oder andere Informationen darüber einblenden, was ganz neue Möglichkeiten für Brettspiele eröffnen könnte. Außerdem gibt es mit dem "Zauberstab" einen Controller für die dargestellte Spielewelt. Ein spezielles Clip-On macht das externe Reflexionsmaterial überflüssig und aus castAR außerdem eine echte Virtual Reality-Brille, so die Entwickler.

Das Finanzierungsziel liegt bei 400.000 US-Dollar, die sicher erreicht werden dürften, da nach einem Tag bereits rund 280.000 US-Dollar erreicht wurden. Ein komplettes Paket mit castAR, einer 1 x 2 Meter großen reflektierenden Oberfläche, der Magic Wand und dem Clip-On ist für 285 US-Dollar zu haben, allerdings zuzüglich 80 US-Dollar Versandkosten außerhalb der USA:

Quelle: Kickstarter

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: castAR: Von Valve abgelehnte AR- und VR-Brille höchst erfolgreich auf Kickstarter

        Das wäre bei andern nicht zwingend anders gewesen. Valve "gehört" zwar ggf. alles, was in der Firma erarbeitet wurde, aber wenn sie es nicht rechtlich schützen lassen (und dafür müssten sie es ggf. erst einmal weit genug entwickeln), dann ist es nicht verboten, etwas identisches noch einmal zu entwickeln. Und das ist schnell ein zweites mal "gemacht"
        Valve stand also vor der Wahl: Freigeben oder zumindest einen Patentanwalt und ggf. noch weitere Entwickler drauf ansetzen.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: castAR: Von Valve abgelehnte AR- und VR-Brille höchst erfolgreich auf Kickstarter

        Das wäre bei andern nicht zwingend anders gewesen. Valve "gehört" zwar ggf. alles, was in der Firma erarbeitet wurde, aber wenn sie es nicht rechtlich schützen lassen (und dafür müssten sie es ggf. erst einmal weit genug entwickeln), dann ist es nicht verboten, etwas identisches noch einmal zu entwickeln. Und das ist schnell ein zweites mal "gemacht"
        Valve stand also vor der Wahl: Freigeben oder zumindest einen Patentanwalt und ggf. noch weitere Entwickler drauf ansetzen.
      • Von Ob4ru|3r Lötkolbengott/-göttin
        AW: castAR: Von Valve abgelehnte AR- und VR-Brille höchst erfolgreich auf Kickstarter

        Zitat von ruyven_macaran

        Je nach Arbeitsvertrag reicht es schon, wenn sie die Entwicklung unter Nutzung der Valve-Räumlichkeiten und Technik gestartet haben - und das war offensichtlich der Fall. Einen Teil der frühen Entwicklungsschritte dürfte auch während der Arbeitszeit gelaufen sein.
        Ebend. Da Valve aber nicht selber eine solche Brille entwickeln wollte, und lieber die Occulus Rift mit unterstützt, wurde das Projekt fallen gelassen, und den damit überflüssigen Mitarbeitern "geschenkt", auf das sie es selber weiterentwickeln mögen und glücklich damit werden können. Valve macht keinerlei Ansprüche auf diese Entwicklung mehr geltend.

        Und für so ein Verhalten liebe ich diese Spieleschmiede.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: castAR: Von Valve abgelehnte AR- und VR-Brille höchst erfolgreich auf Kickstarter

        Zitat von black977
        mhm

        also Brettspiele ok

        aber ist es dann echtes 3D wenn ich eine Leinwand mit höhe habe?

        Sonst guck ich ja auch nur auf eine Tischplatte wie auf einen Monitor?!
        Es ist immer stereoskopisch, aber du brauchst natürlich eine (stark reflektierende) Projektionsfläche, um es überhaupt zu sehen. Außerdem ist das Headtracking auf Markierungen der Fläche angewiesen.
        (interessant wird die Kombination mit dem VR Aufsatz)


        Zitat von MysticBinary82
        Im Text wird nicht Klar wie viel da wirklich direkt bei Valve gelaufen ist. Wenn ihr das nur mit der Oberfläche aufgefallen ist und der Rest privat entstanden ist dann kann Valve nicht Klagen, denn dann wäre es ihr geistiger Eigentum.

        Je nach Arbeitsvertrag reicht es schon, wenn sie die Entwicklung unter Nutzung der Valve-Räumlichkeiten und Technik gestartet haben - und das war offensichtlich der Fall. Einen Teil der frühen Entwicklungsschritte dürfte auch während der Arbeitszeit gelaufen sein.
      • Von MysticBinary82 Software-Overclocker(in)
        AW: castAR: Von Valve abgelehnte AR- und VR-Brille höchst erfolgreich auf Kickstarter

        Zitat von Ob4ru|3r
        Man sollte anmerken, dass Valve so nett war, ihnen das Projekt zu "schenken", vielmehr die Rechte daran, und sie auf diese verzichtet haben, statt sie jetzt wegen Nutzung geistigen Eigentums der Firma Valve in Grund und Boden zu verklagen.
        Im Text wird nicht Klar wie viel da wirklich direkt bei Valve gelaufen ist. Wenn ihr das nur mit der Oberfläche aufgefallen ist und der Rest privat entstanden ist dann kann Valve nicht Klagen, denn dann wäre es ihr geistiger Eigentum.
      • Von jamie BIOS-Overclocker(in)
        AW: castAR: Von Valve abgelehnte AR- und VR-Brille höchst erfolgreich auf Kickstarter

        Klingt verrückt.
        das finde ich gut
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