AMD Project Quantum: Rückkehr des legendären Mini-PCs als 3D-Druck-Projekt
Ein Youtuber hat mithilfe eines 3D-Druckers AMDs einstiges Project Quantum im Selbstbau zumindest äußerlich umgesetzt. Im Inneren werkelt zwar keine Radeon R9 Fury X2, aber immerhin dennoch AMD-Hardware.
2015 stellte AMD einen Mini-PC vor, der im Inneren unter anderem eine Dual-GPU mit der Radeon R9 Fury X2 sowie eine damit einhergehend auch dringend benötigte Wasserkühlung beherbergte. Für damalige Verhältnisse beachtliche 17,8 TFLOPS brachte das kompakte Paket auf die Waage und sorgte zusammen mit dem außergewöhnlichen Design für einige Aufmerksamkeit. Am Ende verpuffte Project Quantum vorerst im Nichts und erreichte nie den Markt.
Vollständig vom Tisch schien der leistungsstarke Mini-Computer in den Folgejahren jedoch nicht zu sein. Einige Design-Patente machten 2020 die Runde. Seitdem ist es abermals still um Project Quantum geworden. Ein AMD-Enthusiast, der auf Youtube unter dem Namen "stand_up_g4mer" unterwegs ist, ist nach mehr als sieben Jahren Wartezeit und wenig Hoffnung darauf, dass Project Quantum oder ein Nachfolger des Konzepts von AMD auf den Markt gebracht wird, am Ende seiner Geduld angekommen und entschloss sich kurzerhand, den Mini-PC im Eigenbau anzufertigen.
Zwar entspricht das Innere nicht dem, was AMD einst vorgesehen hatte, doch immerhin stimmt das Äußere weitestgehend mit der Vorlage überein. Das Case des Eigenbau-Projekts stammt aus dem 3D-Drucker, während im Inneren auf einen fertigen Mini-PC gesetzt wurde. Der stammt in Form des DeskMini X300W von AsRock und verzichtet auf eine dedizierte Grafikeinheit. Die gibt es mangels passender Slots auch nicht im Nachhinein. Immerhin hat es jedoch eine Wasserkühlung in das kompakte Gehäuse geschafft.
Die schafft es immerhin, die Temperatur der verbauten AMD Ryzen 7 5700G-APU um zusätzliche 7 Grad Celsius zu senken. In Sachen Arbeitsspeicher stehen dem System 32 GiByte an DDR4 zur Verfügung, während ebenso eine Samsung Evo 980 NVMe-SSD verbaut ist. Andere AMD-Fans können es "stand_up_g4mer" gleichtun und das System aus dem Video nachbauen. Der Youtuber verspricht, die Dateien für den 3D-Druck seines DIY-Builds frei verfügbar bereitzustellen, knüpft dies aber an die Bedingung von 1.000 Abonnenten seines Youtube-Kanals. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt die bei rund der Hälfte des gesteckten Ziels.
