Steigende CPU- und GPU-Preise: Erhöhte Produktionskosten bei TSMC
Aufgrund der hohen Nachfrage nach Produktionskapazitäten beim führenden Auftragsfertiger TSMC steigen die Preise für die Chipherstellung.
Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) hat Auftragskunden laut einem Bericht über erhebliche Preiserhöhungen in der Chip-Produktion informiert. Der weltgrößte Halbleiterhersteller wird demnach die Preise für praktisch alle fortschrittlichen und gängigen Prozesstechnologien erhöhen, um seine Bruttomargen zu verbessern, berichtet Digitimes.com unter Berufung auf Quellen aus der Industrie, wodurch die Kosten für Produkte wie CPUs, GPUs, SoCs und Controller steigen.
TSMC plane für Aufträge ab Dezember die Preise für Wafer, die mit 7-nm- und kleineren Fertigungsprozessen verarbeitet werden, um bis zu 10 Prozent zu erhöhen, während Preise für Wafer, die in der 16-nm-Klasse und größeren Nodes verarbeitet werden, um 20 Prozent steigen sollen. Wie auch andere Foundries gibt TSMC seine Preise nicht öffentlich bekannt, aber das Unternehmen beabsichtige den Preis für einen Wafer, der in 28 nm verarbeitet wird, ab Januar auf fast 3.000 Dollar zu erhöhen, heißt es in dem Bericht.
Laut Digitimes.com ist TSMC dabei nicht die einzige Foundry, die in den letzten Monaten die Preise für die Chip-Produktion erhöht hat: Global Foundries, Powerchip Semiconductor Manufacturing (PSMC), Semiconductor Manufacturing International (SMIC) und United Microelectronics (UMC) haben aufgrund der Nachfragesituation demnach ebenfalls ihre Preise erhöht.
Zusätzliche Einnahmen
Laut Tomshardware.com entfielen auf die N5- und N7-Fertigungstechnologien von TSMC im zweiten Quartal 49 Prozent des Umsatzes von 13,29 Milliarden US-Dollar. Eine Erhöhung der Preise für diese Nodes um 10 Prozent würde TSMC demnach im ersten Quartal 2022 zusätzliche Einnahmen von mehr als 600 Millionen US-Dollar verschaffen - zumindest unter der Annahme, dass der Umsatz des Unternehmens auf dem Niveau des zweiten Quartals 2021 bleibt. Die N16- und N28-Prozesse machten derweil 25 Prozent des Umsatzes im 2. Quartal aus, sodass eine Preiserhöhung für diese Prozesse dem Unternehmen ebenfalls eine beträchtliche Summe einbringen wird. Insgesamt könnte TSMC seinen Umsatz um über 1 Milliarde Dollar steigern, so Tomshardware.com.
Derweil bleibe noch abzuwarten, wie sich die höheren Produktionskosten auf den Preis der eigentlichen Hardware auswirken werden, beispielsweise auf die von AMD entwickelten CPUs und GPUs oder die von Apple entwickelten SoCs. Bei Apple beeinträchtige die Erhöhung aufgrund hoher Gewinnmargen bei iPhones und Macs nicht so wesentlich die Bilanz, während sich die Preissteigerung bei anderen Kunden, wie AMD und Qualcomm, schon eher negativ auf die Finanzergebnisse auswirken und zu Preiserhöhungen zwingen könnte.
Hohe Nachfrage als Ursache
Die Nachfrage nach Chips hat in den letzten Quartalen einen neuen Höchststand erreicht und die Auftragshersteller von Halbleitern müssen ihre Produktion erhöhen, um die Aufträge ihrer Kunden zu erfüllen. In vielen Fällen bedeutet dies dem Bericht nach, dass mehr produziert und weniger gewartet wird, was die Risiken erhöht und die Abschreibung der Anlagen beschleunigt. Infolgedessen müssen die Auftragsfertiger von Halbleitern ihre Preise erhöhen, um ihre Risiken und Kosten auszugleichen. Unternehmen, die wie TSMC stark in neue Fertigungskapazitäten investieren, können durch Preiserhöhungen ihre Gewinnspannen und ihre Rentabilität verbessern.

Nicht auf was man sich in der Planung vorab einstellen konnte, angefangen beim Bestellen von Waferkapazitäten zur Chipproduktion.
MfG
MfG
1) Das hieß "Event 2O1" oder so ähnlich. Vom World Economic Forum, der Bill and Melinda Gates Foundation etc. veranstaltet. Im Oktober 2019 glaub ich wurde da schon mal eine Plandemie geübt.
2) Nur weil bei AKM ne Fabrik abfackelt und es weniger "Kofferradios" gibt, bedeutet das nicht, daß es gleich zu einem Chipmangel in der Autoindustrie (anderen Industrien) oder bei z.B. Grakas kommt.
3) Home Office wird überbewertet, die meisten Firmen sind nie so darauf eingestiegen, wie es eigentlich gerne gewollt worden wäre. Gerade Homeoffice affine Branchen (oder Teile von Branchen) taten das besonders gerne, die waren aber schon vorher relativ gut mit den dafür relevanten elektronischen Gütern ausgestattet.
Das die Kosten an uns, als Endkunden, weitergeben werden ist aber leider absehbar...