"Mini-Computer" von 1965: YouTuber restauriert alten NASA-Rechner

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"Mini-Computer" von 1965: YouTuber restauriert alten NASA-Rechner
Quelle: Screenshot / Usagi Electric @ YouTube

Ein alter NASA-Computer aus den 1960er-Jahren erhält in einem aktuellen YouTube-Video von Bastlern eine kleine Frischzellenkur bis hin zur Lauffähigkeit.

Der YouTube-Kanal "Usagi Electric" kam bereits vor einiger Zeit durch einen Spender in den Besitz eines alten Transistorrechners namens Data 620, der im Jahr 1965 oder 1966 vom Hersteller Data Machines gebaut wurde. In einer Videoreihe widmete man sich seither der Restaurierung des für damalige Verhältnisse vergleichsweise kompakten Computers in Schrankform, der ursprünglich bei der NASA im Einsatz gewesen sein soll und daher womöglich sogar irgendwie an der Mondlandemission beteiligt war.

Laut einer alten Broschüre im Internet Archive bot der Data 620 als sogenannter "System-Computer" mit Verbund aus Hauptprozessor, Magnetspeicher, Eingabefeld und Co. seinerzeit unter anderem die gleichzeitige Verarbeitung von über 500.000 Wörtern pro Sekunde (Eingabe und Ausgabe) nebst Unterstützung von 107 grundlegenden Maschinenbefehlen plus Mikroprogrammierung. Gepaart mit einem Fernschreiber 33 ASR (Automatic Send and Receive) für das Senden und Empfangen mit Tastatur sowie eingebautem Lochstreifenleser und -locher stellt das im Video gezeigte Exemplar theoretisch ein vollständig nutzbares System dar.

Bevor das System aber grundlegend in Betrieb genommen werden konnte, mussten allerhand Wartungsarbeiten durchgeführt werden, darunter die Suche nach Fehlern in der Stromversorgung, der Umbau von Anschlüssen und die Säuberung der Hardware. Schließlich konnten die Bastler die CPU zum Laufen bringen und auch eine Instruktion ausführen, was durch Signale auf dem Oszilloskop sichtbar gemacht wird. Welche Berechnung an dieser Stelle genau angestellt wurde, ist dabei zwar nicht ganz klar, aber in jedem Fall handelt es sich um ein ebenso anschauliches wie spaßiges Restaurierungsprojekt mit jeder Menge Retro- und Nerd-Charme zur Computergeschichte.

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ArtureLeCoiffeur Kabelverknoter(in)
        Zitat von MechUnit
        Mit 48 bin ich dafür wohl noch etwas zu jung
        Sei froh, alt werden ist <beep> und sauteuer.
      • Von ArtureLeCoiffeur Kabelverknoter(in)
        Zitat von MechUnit
        Mit 48 bin ich dafür wohl noch etwas zu jung
        Sei froh, alt werden ist <beep> und sauteuer.
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Zitat von sevenrock
        Die CPU im Data 620 ist keine einzelne Chip-CPU wie bei heutigen Rechnern (z.B. „i7“), sondern besteht aus vielen diskreten Logikbausteinen (DTL/TTL-ICs). Sie ist integraler Bestandteil des Systems und wird einfach als „Central Processor Unit“ bezeichnet. Technisch gesehen handelt es sich um eine 16-Bit-Architektur mit mehreren Hardware-Registern und einem eigenen Befehlssatz – also ein klassischer Minicomputer-Aufbau aus den späten 1960ern, noch weit vor den ersten Mikroprozessoren.
        Zitat von ArtureLeCoiffeur
        Du kannst davon ausgehen, dass die CPU diskret aus Transistoren aufgebaut ist. Ich habe an der TU Berlin Anfang der 70ger eine CDC 6500 benutzt, die war aus Modulen aufgebaut, die aus zwei Platinen bestanden, zwischen denen die Bauteile an die eine oder andere Seite, oder vielleicht auch beide Seiten angeloetet waren. Das war der Rechner fuer die ganze Uni, bis auf die Informatik, die hatte eine IBM 370/158 oder so aehnlich.
        Danke euch für die Aufklärung. Mit 48 bin ich dafür wohl noch etwas zu jung aber stimmt, der Mikrochip in der Form kam ja erst später.
      • Von ArtureLeCoiffeur Kabelverknoter(in)
        Zitat von MechUnit
        Krasses Projekt. Mich würde mal interessieren, was da für eine CPU drin steckt.
        Du kannst davon ausgehen, dass die CPU diskret aus Transistoren aufgebaut ist. Ich habe an der TU Berlin Anfang der 70ger eine CDC 6500 benutzt, die war aus Modulen aufgebaut, die aus zwei Platinen bestanden, zwischen denen die Bauteile an die eine oder andere Seite, oder vielleicht auch beide Seiten angeloetet waren. Das war der Rechner fuer die ganze Uni, bis auf die Informatik, die hatte eine IBM 370/158 oder so aehnlich.
      • Von Weedotastisch PC-Selbstbauer(in)
        Toll, wie sich eine Thematik entwickelt hat, ohne die unser liebster Zeitvertreib nicht möglich wäre.
      • Von sevenrock Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von MechUnit
        Krasses Projekt. Mich würde mal interessieren, was da für eine CPU drin steckt.
        Die CPU im Data 620 ist keine einzelne Chip-CPU wie bei heutigen Rechnern (z.B. „i7“), sondern besteht aus vielen diskreten Logikbausteinen (DTL/TTL-ICs). Sie ist integraler Bestandteil des Systems und wird einfach als „Central Processor Unit“ bezeichnet. Technisch gesehen handelt es sich um eine 16-Bit-Architektur mit mehreren Hardware-Registern und einem eigenen Befehlssatz – also ein klassischer Minicomputer-Aufbau aus den späten 1960ern, noch weit vor den ersten Mikroprozessoren.
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