Luxus-Hardware und der Umgang damit - ein Kommentar von Torsten Vogel
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein IT-Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat: Heute äußert sich Torsten zu den Beobachtungen, die er rund um den Aquacomputer Gigant machen konnte.
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein IT-Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat: Heute schreibt Torsten Vogel von den Reaktionen, die Enthusiast-Hardware provoziert.
Wenn Sie diese Zeilen lesen, ist der weihnachtliche Geschenkeboom vorbei. Der richtige Zeitpunkt, um sich mit Dingen zu beschäftigen, die man gerne hätte - die man sich aber kaum jemand selber kauft. Hardware, die definitiv "etwas" besser als der Rest ist. Die aber auch so viel kostet, dass sogenannte "normale Menschen" nach eigener Aussage "nicht verstehen", dass jemand so etwas bezahlt. Beispiel gefällig? Die Geforce Titan war teuerer und schneller als jede andere Karte, ohne bei Stromverbrauch und Kühlung zu schwächeln. Intels Extreme-Editionen kosten traditionell um die 999 US-Dollar und stellen, zumindest seit Ende der Netburst-Ära, das beste Angebot an Privat-Nutzer dar. Ähnlich positionieren sich einige über-500-Euro-Gehäuse, manche PCI-Express-SSD und Speicher-Kits, deren absurd hohen Takt normale Systeme gar nicht erreichen. Privat leiste ich mir solche Schätze allenfalls weit unter Neupreis, aber auch als nicht-Grafikkarten-Fachredakteur komme ich beruflich damit in Kontakt. Die harten Fakten können Sie im Aquacomputer-Gigant-Test nachlesen. Hier geht es mir um die Reaktion des Umfeldes auf den unübersehbaren 650-Euro-Radiator.
Diese lautete immer: "Was ist das?" "Wofür braucht man das?" und "Was kostet das?" - in der Regel gefolgt von ungläubigen Blicken und entgeistertem Kopfschütteln. Die Frage nach dem Geisteszustand schwang gut hörbar in jeder Silbe mit. Als nicht-Käufer-nur-Tester war sie zwar nicht an mich persönlich adressiert, aber obwohl Computec-Mitarbeiter so einiges gewöhnt sein sollten, lässt sich die vorherrschende Meinung offensichtlich mit "krank" zusammenfassen. Und nur freakige Kollegen aus der PCGH-Redaktion meinen das anerkennend. Ähnliche Ablehnung ist auch in der Öffentlichkeit zu beobachten: Test-Threads von >800 Euro Grafikkarten erfordern mehrfache moderative Eingriffe, um Flamewars zu verhindern. Nutzer, die öffentlich zugaben, sich eine 1000-Euro-CPU gekauft zu haben, waren in der Vergangenheit oft starken Anfeindungen von Hardcore-Fans der jeweils anderen Marke ausgesetzt. Positiv überrascht haben mich daher die positiven Reaktionen auf den Gigant-Test. Obwohl mit Größe und Gewicht auch ein paar handfeste Argumente gegen das Ausnahme-Produkt sprechen, lauteten die Kommentare nicht "wie kann man nur?", sondern fast durchgängig "haben will".
Wie sind Ihre Erfahrungen und persönlichen Reaktionen auf ultimative Hardware mit ultimativen Preisschildern? Nehmen Sie diese als interessantes Extrem-Produkt war, das möglicherweise einen Beitrag zur technischen Entwicklung leistet? Oder werden Käufer derartiger Produkte von Ihrem Umfeld als minder intelligente Angeber tituliert? Ich freue mich auf Kommentare, die über die nicht-repräsentativen Kreise von IT-Verlagen und Hardware-Foren hinausgehen.
Redaktions-Kolumne
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben und zwar jeden Sonntag um 13:15 Uhr.

Man sollte nicht immer nur nach dem besten Preis-Leistungsverhältnis sehen.
Dann nehme ich lieber 15% mehr Geld in die Hand und vergesse die Hardware für immer.
Und wer den Aufpreis für extreme Hardware zahlen will, den Händler freut es, da kann man mal mehr als die üblichen 9-10% verdienen.
Jeder macht mit seinem Geld am besten was er für richtig hält.
Ich finde sinnlos Geld für unsinnige High End Hardware ausgeben immer noch besser als das Geld in einem Erdloch zu verbuddeln. Dort wird es eventuell von einem Marder gefressen.
Was rechtfertigt z.B. bitte eine so hohe Leistungsaufnahme? Die Schaltzeiten sind mager, die Helligkeit ist für einen derartigen Preisbereich gerade mal akzeptabel,
Das einzige, was dieses Gerät tatsächlich besonders macht, ist seine Größe. Wow. Super Leistung, dass man es geschafft hat vier durchschnittliche 1080P-IPS-Panels zu einem zu verschmelzen. Zu was für einem Preis? Dem von ca. dreißig Displays der gleichen Gütequalität! Da muss das Panel schon eine Lebenszeit von zehn Jahren haben und mindestens auch so viel Garantiezeit...
...aber auch das bringt eher wenig, denn selbst als Investition in die Zukunft geht das dank der Auflösung nicht durch!
Wie schon gesagt: Sollten Features verschwiegen worden sein, die für den Anwendungsbereich bedeutend sind, (u.U. Farbraumabdeckung o.Ä.) dann mag die Sache anders aussehen! Aber bis dahin wirken die Teile nur wie umgelabelte pseudo-Highend Hochpreis-Consumergeräte mit ~siebenfachem Preisaufschlag!
Am Besten schaut man sich mal beide Seiten an, kann man sich am besten ein Bild machen
Und vielleicht wenn demnähst wieder was neues kommt(GPU,s von Nvidia/AMD) ich bezieh mich auf 980GTX Ti/AMD 390X was Preis/Leistungmäßig locker meine beiden 770GTX SLI hinter sich läst
und ich nicht mehr mit Microruckler in Game zu kämpfen habe.Könnte ich nach sehr sehr langer Zeit auch mal wieder einen High End Karte kaufen.Schaun war mal weiter wenn die Karten auf dem Markt sind und welche Leistung bzw. Preis zuerwarten sind.