Zukunft des Mobilfunks? Drahtloser Transceiver soll Glasfasergeschwindigkeit ermöglichen
Ein Forschungsteam aus Kalifornien hat eine neue drahtlose Übertragungstechnologie vorgestellt. Diese soll Datenraten erreichen, die bislang Glasfaserverbindungen vorbehalten waren.
Forscher der Samueli School of Engineering an der University of California, Irvine, haben einen neuartigen kabellosen Transceiver entwickelt, der Datenübertragungsraten erreichen können soll, die mit denen von Glasfaserkabeln vergleichbar sind. Das Gerät arbeitet im F-Band - etwa 140 GHz, und ermögliche Übertragungsraten von rund 120 Gbit/s pro Sekunde, was die Übertragung mehrerer hochauflösender Videos in Sekundenbruchteilen realisieren könnte.
Diese Geschwindigkeit sei ein bedeutender Schritt jenseits aktueller 5G-Technologien und könnte als Grundlage für künftige 6G-Kommunikationsstandards dienen. Vorausgehende Forschung zeigt, dass derartige Frequenzbereiche und Datenraten deutlich über den derzeitigen Mobilfunkstandards liegen, die im 28-GHz-Bereich arbeiten.
Neuartige Chip-Architektur
Der Schlüssel zur hohen Leistung liege in der einzigartigen Architektur des Chips, bei dem digitale und analoge Signalverarbeitung gezielt kombiniert werden. Statt traditioneller digitaler Signalumwandlung nutze das System eine sogenannte "bits-to-antenna"-Struktur, bei der Hochfrequenz-Signale direkt in der Funkdomäne konstruiert werden, was energieintensive Umwandler überflüssig macht.
Parallel dazu bildet der "antenna-to-bits"-Empfänger das Gegenstück, indem er Daten im analogen Bereich verarbeitet, bevor sie digitalisiert werden. Das soll zu höherer Effizienz führen und bekannte Leistungs- und Energieengpässe umgehen.
Perspektiven für 6G und Rechenzentren
Die Forscher bezeichnen das neue System metaphorisch als eine Art kabelloses Glasfaser-Patchkabel, weil es hohe Datenraten ohne physische Kabel unterstützt und damit potenziell Infrastrukturen in Rechenzentren und Netzwerken revolutionieren könnte. Durch die Nutzung etablierter Halbleiterfertigungsprozesse soll der Transceiver zudem skalierbar und kosteneffizient sein. Schließlich wachsen Anforderungen an schnelle und energieeffiziente Datenverbindungen neben dem Mobilfunkbereich auch in vernetzten Anwendungen wie autonomen Fahrzeugen, Robotik und Edge-Computing, wo hohe Bandbreiten und geringe Latenz zunehmend an Bedeutung gewinnen.
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Quelle: UC Irvine News via Tom's Hardware

Man siehe sich mal Internetgeschwindigkeiten und deren Nutzen an im Privatbereich (keine überfüllten Netze und andere Sonderfälle bitte).
14/28/56k-Modems waren himmelschreiend lahm. Textnachrichten ok, Rest ein Geduldsspiel
128-768k-ISDN machte es etwas erträglicher aber noch nicht wirklich gut, spätestens bei YouTube war Feierabend
aber dann - "Breitbandinternet"
3000er Leitung - normales Streaming, surfen, Office, Mails usw. ist schon okayish.
16000er Leitung - der Normalbürger kann damit praktisch alles nötige machen. VPN, Videomeetings, Streamen, whatever. Das ist etwa die "Grenze" die alles "nötige" ermöglicht, und das heute noch
32000er/50000er Leitung - Dasselbe nur in hochwertig. VPN, Videomeetings, Streamen in 4K und das von mehreren Personen gleichzeitig.
Alles darüber, ab 100MBit aufwärts, ist nice to have aber für die allerallermeisten Leute nur noch der Luxus, dass ein Steam-Spiel in 10 Minuten statt ner Stunde installiert werden kann und ähnliches, es gibt keinen nennenswerten Mehrwert mehr im Alltag, weil die Anforderungen VIEL langsamer steigen als die Bandbreite.
Vor etwa 10 Jahren hatte ich eine 32000er Leitung. Die ist dann nach und nach zu 100, 200, 500 und 1000 MBit/s erhöht worden und ganz ehrlich, abgesehen von wenigen Spezialfällen wie etwa dem genannten Spieledownload bemerke ich keinen Unterschied ob 100 oder 1000 MBit.
Aufm Smartphone hab ich sogar 5G abgeschaltet bzw. auf 4G+ begrenzt - denn ich bemerke keinen Unterschied bei Nutzung von 5G außer dass mein Akku merklich schneller leer wird.
Wo man früher noch jedes kb suchen gegangen ist weil das der absoolute Flaschenhals war ist das (in einigermaßen ausgebauten Gebieten) seit mindestens 10 Jahren völlig Latte abseits von Konsumwünschen und ich sehe nicht kommen, dass sich das die nächsten 10 Jahre ändern wird. Welche Anwendung soll denn 10 GBit/s Bandbreite voraussetzen die ein Durchschnittsbürger nutzt?
Natürlich bedeutet das NICHT dass wir keine Weiterentwicklung brauchen. Für Backbones, Versorgung etlicher Clients gleichzeitig und professionelle Umfelder ist nach wie vor schneller besser (wobei man selbst da aktuell auf reliable statt speed umschwenkt, siehe WIFI7 --> WIFI8), aber das Argument dass der einzelne Privatmensch selbstverständlich Gigabitleitungen, 6G, WIFI7 und hastenichtgesehen braucht weil die technik ja weitergeht ist seit mindestens einem Jahrzehnt überholt. Die große breite Masse sitzt seit Ewigkeiten daheim mit DSL16000 in nem 2,4 GHz-WiFi4 Netzwerk aus ner 10 Jahre alten Fritze wo netto an den Endgeräten durch 3 Wände noch je 5000 kbit ankommen und trotzdem schaut Mutti Netflix, Papi ist im VPN seines Arbeitgebers in nem Teamsmeeting und die Tochter hängt auf Tiktok rum ohne dass es ein Problem ist.
Wenn ich dann unterwegs bin, dann nutze ich Tethering und ein 8-9" Tablet. Ich möchte das mobile Streaming nicht mehr missen und wenn das feste Internetverbindung ausfällt, dann ist das für mich nicht das Ende der Welt.
Ich möchte nie wieder etwas anderes haben, als eine echte Flatrate und wenn es nur 3, bald dann wohl 5 MBit, sind.
2G ermöglicht einfache eMails usw., UMTS dann Dinge, wie Whatsapp und im Internet surfen, 4G dann Streaming usw. im einstelligen MBit Bereich und mit 5G ist man dann zweistellig unterwegs. Also ist es nur logisch, dass 6G benötigt wird, es sei denn, du kannst den Rest der Menschheit vom Internetverzicht überzeugen (ich sag da schonmal kategorisch nein.