Epson deaktiviert Drucker wegen angeblich voller Tintenschwämme

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Epson deaktiviert Drucker wegen angeblich voller Tintenschwämme (1)
Quelle: Epson

Epson schaltet derzeit offenbar verschiedene Drucker ab, sobald ein integriertes Bauteil das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat. Konkret handelt es sich bei dem Bauteil um einen Schwamm, der überschüssige Tinte auffängt. Nutzer können das Bauteil allerdings selbst wechseln.

Nachdem der Druckerhersteller Epson bereits in der Vergangenheit für negative Schlagzeilen gesorgt hatte, weil er die Lebensdauer seiner Produkte bewusst verkürzte, wurde jetzt ein Fall einer ähnlichen Praxis bekannt: Epson schaltet nämlich neuerdings bestimmte Druckermodelle ab, weil ein im Drucker verbauter Schwamm das Ende ihres Gebrauchszyklus erreicht haben soll.

Abschaltung lässt sich vorübergehend deaktivieren

Der besagte Schwamm ist ein Verschleißteil in den Geräten von Epson, der am Boden des Druckers einzelne Tintenspritzer auffängt, die etwa bei der Reinigung der Düsen oder beim Drucken von Fotos entstehen können. Epson behauptet auf der hauseigenen Webseite, dass der Schwamm im Inneren des Druckers sich mit der Zeit vollsauge und dann bei weiterer Nutzung die Gefahr bestehe, dass Tinte aus dem Drucker austreten könne. Der Hersteller verweist darauf, dass die günstigen Modelle L130, L220, L310, L360 und L365 von der Deaktivierung wegen eines vollen Schwamms betroffen seien.

Nutzer, die eine Abschaltungsmeldung angezeigt bekommen, können den Drucker mithilfe einer Software für kurze Zeit wieder reaktivieren. Das Programm ist aber nur für Windows-Nutzer verfügbar und funktioniert nur einmalig. Epson selbst verkauft auch keine Ersatzschwämme, weil sich eine Reparatur nach Meinung des Herstellers nicht lohne und wohl auch andere Teile des Druckers bald ihr Lebensende erreichen würden, wenn die Abschaltung aufgrund eines vollen Schwamms erfolge.

Allerdings können Anwender mit etwas Geschick den Schwamm selbst austauschen, auch wenn Epson explizit davon abrät. Anleitungen zum Wechseln des Bauteils finden sich überall im Internet und lassen sich auch von Laien problemlos umsetzen. Wer also einen ansonsten noch problemlos funktionierenden Epson-Drucker sein Eigen nennt und eine entsprechende Abschaltnachricht angezeigt bekommt, kann einen Reparaturversuch auf eigene Faust unternehmen.

Quelle: Golem

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    • Kommentare (82)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von dw71 Freizeitschrauber(in)
        Also von meinem Brother MFC L2700-DN kann ich nur das Beste berichten, zwar gibt der Drucker auch eine Meldung aus, dass der Toner leer sei (obwohl noch genug Toner drinnen ist, um gut 100 bis 200 Seiten drucken zu können). Im Gegensatz zu den Abzockfirmen in meinem obigen Posting, kann man beim Brother im Menü ganz einfach den Drucker "überstimmen", sodass man drucken kann, bis der Toner wirklich leer ist.

        Bei Amazon hab ich mir, nachdem der Auslieferungstoner leer war, einen günstigen Toner gekauft, der 11.000 Seiten druckt, und es passt perfekt. Ausdrucke sauber - mit dem Brother bin ich total zufrieden.
      • Von dw71 Freizeitschrauber(in)
        Also von meinem Brother MFC L2700-DN kann ich nur das Beste berichten, zwar gibt der Drucker auch eine Meldung aus, dass der Toner leer sei (obwohl noch genug Toner drinnen ist, um gut 100 bis 200 Seiten drucken zu können). Im Gegensatz zu den Abzockfirmen in meinem obigen Posting, kann man beim Brother im Menü ganz einfach den Drucker "überstimmen", sodass man drucken kann, bis der Toner wirklich leer ist.

        Bei Amazon hab ich mir, nachdem der Auslieferungstoner leer war, einen günstigen Toner gekauft, der 11.000 Seiten druckt, und es passt perfekt. Ausdrucke sauber - mit dem Brother bin ich total zufrieden.
      • Von Registrierzwang Software-Overclocker(in)
        Zitat von dw71
        Genau deshalb kaufe ich keine Tintenstrahldrucker der Abzock-Firmen wie Epson oder HP!!!

        Bei HP hatte mich geärgert, dass ich eine neue No-Name Tintenpatrone gekauft hatte, aber mein HP-Drucker anscheinend das rausbekommen hat und felsenfest der Meinung war, die neue Tintenpatrone sei leer.

        Der noch funktionierende HP-Tintenstrahldrucker ist mitsamt der vollen, neuen Tintenpatrone zum Alt-Elektronik-Schrott gewandert und bei Amazon hab ich mir dafür einen Brother Multifunktions-Laserdrucker gekauft (S/W-Laserdrucker, Kopierer, Scanner und Fax in einem Gerät) und die 140 Euro waren besser investiert als in jeden dieser sinnlosen Tintenstrahldrucker!
        Wenn Du wüsstest... Canon baut auch solche Drucker, die irgendwann nicht mehr drucken. Dazu kommt dann auch noch der Preis eines Liter Tinte, der sich umgerechnet auf ca. 80000 Euro beläuft (in den Patronen sind meist nur wenige Milliliter). Und Brother ? Hör' mir auf mit dieser Firma, hier ist die Belichtungs-/Toner-Trommel recht kurzlebig und sehr teuer. Dazu kommt noch (dafür kann Brother selbst nichts) dass die Ersatztoner allesamt nicht gut funktionieren.
      • Von OldboyX Freizeitschrauber(in)
        Zitat von wuselsurfer
        Sozialismus? - werden da jetzt viele schreien.

        Weil viele leider keine Ahnung davon haben, was die ursprüngliche Version von Kapitalismus war und weder Smith noch Keynes oder sonst irgendetwas gelesen haben. Das waren alles Verfechter einer sozialen Marktwirtschaft im Sinne eines stark reglementierten und kontrollierten Wettbewerbs der nur innerhalb bestimmter gesetzlicher Grenzen stattfinden darf. Der entfesselte Liberalismus ist eigentlich nur eine schlechte Umsetzung einer gar nicht so verkehrten Theorie. Nicht ganz unähnlich dem sowjetischen Kommunismus, der eben auch eine schlechte Umsetzung einer gar nicht so verkehrten Theorie war.

        Zitat von wuselsurfer
        Sonnst ist aber alles klar?

        Versteh ich jetzt nicht. Es bleibt nach wie vor ein Strohmannargument einseitige Entrüstung nur bei Druckern zu unterstellen, wenn niemand in dem Thread hier etwas in die Richtung gesagt hätte.
        Zitat von wuselsurfer
        Sorry, aber den mündigen Bürger gibt es im allgemeinen nicht.
        88% aller Kaufentscheidungen trifft das Kleinhirn und da ist nun mal das Denken abgeschaltet.
        Und das Konsumenten den Markt steuern halte ich nur in Ausnahmefällen für zutreffend.
        Genau das ist doch mein Argument, und daher kann einzig über Politik und Gesetze Abhilfe geschehen, so diese denn gewünscht ist. Da sind wir uns ja völlig einig.

        Zitat von wuselsurfer
        Es soll auch Menschen geben, die stets wenig Geld haben.
        So einfach ist das nicht.
        Da widersprichst du dir jetzt aber. Du hast doch behauptet, dass ein nachhaltigeres Produkt auch langfristig kostengünstiger ist, und ich habe dann argumentiert, dass der Durchschnittsbürger (der wie du selbst sagst nicht mündig ist) zu einem nachhaltigen Produkt (das auch günstiger für ihn ist!) gezwungen werden muss bzw. vor dem Billigschrott einfach per Gesetz geschützt sein muss. Das würde gerade den Menschen helfen, die "stets wenig Geld haben".

        Zitat von wuselsurfer
        Gar nicht, so viel ich weiß.
        Zur Unendlichkeit hat er mal was gesagt.
        Doch doch, hat er. Hat was damit zu tun, dass man seit zig Jahren dasselbe macht und ein anderes Ergebnis erwartet, im Sinne von, dass der Bürger jetzt eben mal endlich moralisch richtige Kaufentscheidungen trifft

        Zitat von wuselsurfer
        Die heißen aber Gewinnmaximierung im Kapitalismus.
        Das sehe ich anders. Gewinnmaximierung ist keine Rahmenbedingung des Kapitalismus, sondern es ist eines seiner intrinsischen Prinzipien. Diverse Ökonomen und Philosophen nennen dies als Teil des Effizienzprinzips und der Kapitalismus sieht ausschließlich dieses als relevant an. Rahmenbedingungen wären solche, die außerhalb des Kapitalismus gelten oder seinen Prinzipien übergeordnet werden müssen. Manche Denker nennen da Dinge wie Suffizienz oder Resilienz, wobei besonders Zweiteres ja jetzt ganz Europa umtreibt, nachdem man sieht wie wenig resilient der "freie Gasmarkt" so ist wenn Putin den Hahn zudreht.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von OldboyX
        Und genau deswegen wird es Nachhaltigkeit nur über politische Steuerung geben. Der "freie Markt" tendiert nie zu nachhaltigen Produkten, weil das kein Wettbewerbskriterium ist.
        Sozialismus? - werden da jetzt viele schreien.

        Zitat von OldboyX
        Ich schreie dafür genau so auf. Auch bei Autos, Staubsaugern, Handys, Fernsehern, Waschmaschinen etc. Es ist überall das gleiche Problem.

        Klar.
        Fängt mit "G" an und hört mit "eld" auf.

        Zitat von OldboyX
        Du baust hier einen langatmigen Strohmann auf, hier ging es halt eben um Drucker.
        Sonnst ist aber alles klar?

        Zitat von OldboyX
        Da liegt meiner Meinung nach das Problem. Man tut seit Jahren so, als wäre es vom mündigen Bürger zu erwarten, dass er mit moralischen oder langfristigen Kaufentscheidungen den "Markt" so steuern solle, dass Anbieter gezwungen sind moralisch vertretbare und nachhaltige Produkte anzubieten.
        Sorry, aber den mündigen Bürger gibt es im allgemeinen nicht.
        88% aller Kaufentscheidungen trifft das Kleinhirn und da ist nun mal das Denken abgeschaltet.
        Und das Konsumenten den Markt steuern halte ich nur in Ausnahmefällen für zutreffend.

        Zitat von OldboyX
        Gleichzeitig weiß man aus empirischer Forschung seit mindestens genau so langer Zeit, dass er Mensch so nicht tickt. Er wird immer das billigere Produkt kaufen, er wird sich immer mehrheitlich für die 5€ jetzt bar auf die Hand gegenüber den 15€ in 6 Monaten entscheiden, das liegt in seiner Natur.
        Es soll auch Menschen geben, die stets wenig Geld haben.
        So einfach ist das nicht.

        Zitat von OldboyX
        Wie hat Einstein nochmal Wahnsinn definiert?
        Gar nicht, so viel ich weiß.
        Zur Unendlichkeit hat er mal was gesagt.

        Zitat von OldboyX
        Nachhaltigere Produkte wird es nur geben, wenn entsprechende Rahmenbedingungen vorgegeben sind.
        Die heißen aber Gewinnmaximierung im Kapitalismus.

        Zitat von OldboyX
        Das läuft ausschließlich über Korruption.
        Sehr richtig.
      • Von OldboyX Freizeitschrauber(in)
        Zitat von wuselsurfer
        Es geht nicht um die Werkstoffauswahl.
        Es wird das billigste Produkt genommen, das gerade noch die Spezifikationen (Farbe, Form) erfüllt.

        Genau das wird von allen Zulieferern verlangt.
        Der Rest ergibt sich ganz automatisch.
        Und genau deswegen wird es Nachhaltigkeit nur über politische Steuerung geben. Der "freie Markt" tendiert nie zu nachhaltigen Produkten, weil das kein Wettbewerbskriterium ist.

        Zitat von wuselsurfer
        Genau das ist der einzige nachgewiesene Fall, von geplanter Obsoleszenz.
        Und es steht sogar auf der Glühbirneschachtel drauf.
        Die lebt durchschnittlich 500 Stunden:
        https://www.amazon.de/-/en/Philips-headlight-bulb-13-50x9-50x13-50-White/dp/B001B4S3BM/ref=sr_1_3?crid=25MAXISQO6UAV&keywords=philips+12v+55w+h7&qid=1660046504&sprefix=Philips+12v+55,aps,81&sr=8-3 ,

        Die 1.500:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Das gleiche Produkt mit der garantiert dreifachen Lebensdauer.
        Wo ist da der Aufschrei?
        Ich schreie dafür genau so auf. Auch bei Autos, Staubsaugern, Handys, Fernsehern, Waschmaschinen etc. Es ist überall das gleiche Problem.

        Zitat von wuselsurfer
        Aber wenn ein Drucker für 39,90 nur zwei Jahre hält, ist die Entrüstung groß.
        Keiner kann ein stabiles, langlebiges Gerät für den Preis bauen.
        Ich weiß doch, daß ich da materialmäßig in allen Richtungen Mist kaufe:
        https://geizhals.de/phili... - absoluter Billigkrempel in allen Bauteilen.
        Meine Entrüstung differenziert da nicht. Ich bin über allen Billigkrempel der für geringe Haltbarkeit optimiert wurde entrüstet. Du baust hier einen langatmigen Strohmann auf, hier ging es halt eben um Drucker.

        Zitat von wuselsurfer
        Den würde ich nicht mal mit der Zange anfassen, aber der wird gekauft.
        Patronenkosten ohne Ende, die Papierauflage kann ich mit dem kleinen Finger zerbrechen und er druckt im Schneckentempo.

        Alle anderen Hersteller haben ähnliche Gurken im Programm.

        Die "Optimierung" der Fertigungskosten schlägt hier voll durch.
        Da kann man den Kunden mit Engelszungen bereden doch 20.- EUR draufzulegen und ein etwas stabileres Produkt mit geringeren Folgekosten zu kaufen - das ist, wie wenn man vor eine Wand redet - genau der Schrott wird gekauft.
        Da liegt meiner Meinung nach das Problem. Man tut seit Jahren so, als wäre es vom mündigen Bürger zu erwarten, dass er mit moralischen oder langfristigen Kaufentscheidungen den "Markt" so steuern solle, dass Anbieter gezwungen sind moralisch vertretbare und nachhaltige Produkte anzubieten. Gleichzeitig weiß man aus empirischer Forschung seit mindestens genau so langer Zeit, dass er Mensch so nicht tickt. Er wird immer das billigere Produkt kaufen, er wird sich immer mehrheitlich für die 5€ jetzt bar auf die Hand gegenüber den 15€ in 6 Monaten entscheiden, das liegt in seiner Natur.
        Was schlägst du also vor? Die Menschen sollen mal alle gefälligst (über Nacht und ohne irgendwelche Maßnahmen) "vernünftig" werden und dann wird sich der Markt anpassen? Wie hat Einstein nochmal Wahnsinn definiert?

        Nachhaltigere Produkte wird es nur geben, wenn entsprechende Rahmenbedingungen vorgegeben sind. Die angeblichen negativen Folgen, die uns von der Industrie vorgelogen werden, wird es hingegen nicht geben. Wenn man sich ein Paar "Right to Repair" Hearings ansieht, dann kann man gar nicht glauben, dass solche Argumente vor Gericht überhaupt vorgetragen werden, so peinlich, hanebüchen, durchschaubar, hirnverbrannt und komplett blöd sind die. Das läuft ausschließlich über Korruption.
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