Elektronikdiscounter: Mobilfunkstörsender gegen Preisvergleiche vor Ort?
Der TV-Sender RTL berichtet über den angeblichen Einsatz von Mobilfunkstörsendern bei Elektronikdiscountern. Ein anonymer Verkaufsleiter sagt aus, dass die Störsender genutzt würden, um die Preisvergleichsuche per Smartphone zu verhindern.
Wer regelmäßig noch bei großen Elektronik-Einzelhändler wie Media-Markt, Saturn oder Conrad einkauft, dürfte sicherlich schon einmal andere Besucher gesehen haben, die fleißig Barcodes von den Verkaufspackungen abfotografieren. Ein Dorn im Auge des Marktleiters, denn können so doch schnell bessere Preise per Internet ermittelt werden. Im besten Fall versucht der Käufer dann den Preis zu drücken oder er geht gleich bei der Konkurrenz im Internet einkaufen. Wie also sich dagegen wehren? Die mögliche Antwort liefert eine Bericht des TV-Senders RTL. Angeblich soll eine "Handelskette, die ihre Kunden mit Schnäppchen lockt" heimlich Mobilfunkstörsender installiert haben, um den Empfang von Smartphones zu stören.
Ein Verkaufsleiter bestätigte den Einsatz unter Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung und erklärt: "Die Werbung ist immer wichtiger geworden für die einzelnen Supermärkte und Ketten. Dementsprechend wird damit geworben, der billigste zu sein. Im Zeitalter der Smartphones und Apps seit rund drei Jahren ist es für jeden möglich, dies zu überprüfen. Und da ist natürlich so eine Geschichte mit einem Störsender eine ganz charmante und einfache Lösung. Die einzelnen Märkte haben da kein Mitspracherecht. Das kommt immer von der Spitze, von der Leitung. Der Marktleiter wusste nie Bescheid." Bis zu fünf Störsender seien in einem Geschäft in Betrieb.
Der Einsatz von Störsendern ist nur unter strengen rechtlichen Bedingungen möglich. Die Bundesnetzagentur ist für die Erteilung der Genehmigung zuständig. In der Justizvollzugsanstalt Offenburg werden seit Juli 2009 entsprechende Störsender verwendet. Ein dauerhafter Betrieb der Störsender war nur nach einer ausgiebigen Testphase möglich. Die Bundesnetzagentur hatte eine Testphase gefordert. Gegenüber den Kollegen von Golem dementierte eine Sprecherin von Media-Markt die Vorwürfe: "Natürlich nutzen Kunden in unseren Märkten ihre Smartphones für einen Preisvergleich und diesem Preisvergleich stellen wir uns auch. Wir können Ihnen versichern, dass in unseren Märkten keine Störsender installiert sind, die den Mobilfunkempfang stören. Uns ist allerdings bewusst, dass aufgrund baulicher Gegebenheiten in manchen Märkten gegebenenfalls nur ein eingeschränkter Mobilfunkempfang möglich ist." Ein Bauexperte erklärte, dass der Mobilfunkempfang durchaus dann gestört sein kann, wenn das Geschäft keine Fenster aufweise und eine Metallfassade aufwiesen.


Davon mal aber verdient ja nicht nur die Produktion an Computerspielen sondern auch die Logistik, der Einzelhandel etc..
MfG
Sind Störsender nicht Stark Gesundheitsgefährdend?
Ich kann den Ladenbetreiber verstehen weil es ums Geld geht, aber man sollte im Voraus zu Hause nachschauen was man wo am günstigsten findet. Das Problem ist nur, das nicht alle Läden auch eine Webseite oder Online-Shop haben, also muss man auf solche Apps ausweichen.
Interessant finde ich, das der MM in Konstanz zu dem ich oft einkaufen war, zum Teil aus Metal besteht, aber da ich einen Schweier Mobilfunkanbieter habe, habe ich da sowieso keinen Empfang.
Zur Rechtslage:
...
2. Als lokaler Einzelhändler bin ich nicht verpflichtet die Kopfhörer wegen Nichtgefallen zurück zu nehmen. Ob die Hygieneartikel sind, spielt in dem Fall nichtmal eine Rolle.
@Topic: Dass die Beratung bei Media Markt und Co generell schlecht ist, ist übertrieben. Etliche Mitarbeiter sind durchaus kompetent und ab und zu findet man sogar hoch qualifizierte Spezialisten. Die sind dann wohl PCGH-Leser
Nur Anwälte sind noch schlimmer.
Ich verzichte. Ich hab vor kurzem erst nen BWLer in der Bahn neben mir sitzen sehen, der eine sehr sehr sehr sehr einfache lineare Gleichung lösen musste. Kurvendiskussion halt
Dafür hat er halt 15 min dran rumgetüfelt und dann aufgegeben. Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß