Halbleitermangel: Canon fehlen die Mikrochips für Druckerverbrauchsmaterialien
Canon fehlen die Mikrochips für Druckerverbrauchsmaterialien aufgrund des weltweiten Halbleitermangels und so beginnt man nun damit, Toner und Tinte ohne Mikrochip auszuliefern. Der Support-Beitrag dazu ist einigermaßen kurios.
Der Chip-Krise lässt sich durchaus auch Gutes abgewinnen, denn Canon hat nun damit begonnen, Toner und Tinten für die eigenen Drucker ohne Mikrochips auszuliefern. Hintergrund ist, dass man nicht genug Chips auf dem Markt bekommen kann, um die im Verbrauchsmaterial zu verbauen. Bislang ist aber unklar, ob die Japaner das nur als temporäre Maßnahme und ob man auch in Europa bald wieder frei drucken kann. Zunächst profitieren Australien und Neuseeland von der Maßnahme.
Da die Drucker die Chips erwarten, die einerseits das originale Verbrauchsmaterial zertifizieren und andererseits der Füllstandsüberwachung dienen, gibt es eine fast schon etwas grotesk anmutende Anleitung, wie mit den nun zwar originalen, aber sich eben wie Ware von Drittherstellern verhaltenden Verbrauchsmaterialien zu verfahren ist. Laut Canon soll man einfach das Fenster schließen und weiter arbeiten; der Nutzer habe keine Einschränkungen bei der Qualität zu erwarten.
Das dürfte so manch einer wenigstens ironisch finden, denn im Kampf um Verbrauchsmaterialien von Drittherstellern ziehen alle Druckerhersteller gerne sämtliche Register. Letztlich sind Qualitätsschwankungen nur dann zu erwarten, wenn die Verbrauchsmaterialien wirklich minderwertig sind - ein fehlender Chip jedenfalls ist es jedenfalls nicht. Einerseits ist das gut, andererseits aber auch nicht, denn so lässt der Füllstand nicht mehr sauber auslesen. Früher ging das bei Canon zwar auch ohne elektronische Bauteile halbwegs akkurat, aber heute verlassen sich die Geräte auf das Vorhandensein der Chips und ohne, gibt es auch keine genauen Informationen über den Zustand. Der Füllstand wird von 100 Prozent plötzlich auf 0 Prozent fallen.
Das ist schade, aber andererseits kann man nun auch dann noch drucken, wenn der Drucker schon meint, dass das Verbrauchsmaterial verbraucht ist. Im Zweifel muss man nun ein Dokument zweimal drucken, wenn Toner oder Tinte auf halbem Weg aufgeben. Canon empfiehlt jedenfalls, das Verbrauchsmaterial zu wechseln, wenn die Anzeige auf 0 fällt. Das ist gut für den Umsatz, der im Druckergeschäft heute das ist, wonach man den Erfolg bestimmt. Auch gut für den Umsatz ist, dass die Verbrauchsmaterialien trotz fehlender Elektronik zum gleichen Preis verkauft werden.
Was die generellen DRM-Maßnahmen bei Druckmaterialien angeht, ist Canon aber nicht alleiniger Täter. Spätestens mit Beginn der 2000er wurden alle Druckerhersteller bei dem Thema kreativ. Zuvor gab es aber auch schon Maßnahmen wie zum Beispiel den Austausch kompletter Druckköpfe bei Tintenstrahldruckern von HP. Heute wird der Tonerkrieg an allen Fronten gekämpft, gerne mit Anwälten, die die Ware von Drittherstellern aus Shops nehmen lassen; Ende 2021 unter anderem von Canon im großen Stil.

Vermutlich ist mein Gerät zu billig, als das Canon sich da um sowas kümmert
weiss noch damals wie angefressen ich war, als mein epson tintenstrahler keine lust zum drucken hatte, weil der interne blattzähler meinte, jetzt ist feierabend.
wenn ich alleine überlege wie viel geld ich gespart habe, privat, weil ich bei meinem farblaser von hp immer die toner selber befülle.... seit tag 1. ist auch schon 4 jahre alt das teil.
Vermutlich ist mein Gerät zu billig, als das Canon sich da um sowas kümmert
es kann einfach nicht sein, dass wenn tinten leer oder nicht erkannt werden, dann alle anderen funktionen nicht nutzbar sind.
ich war froh, dass in meinem unternehmen nur ein cannon multifunktionsgerät vorhanden ist, von dem ich mich dieses jahr trennen werde. da vorher durch einen servicetechniker tinten getauscht wurden, bevor wir überhaupt gemerkt hatten, dass das ganze gerät ohne tinten unbrauchbar ist.
die corona-pandemie hat mehr oder weniger dies zu tage gefördert, da teils technikertermine sich um wochen verschoben haben.
so eine geschäftspraktik werde ich nicht unterstützen.
xerox und hp z.b. lassen drittherstellertinten zu, allerdings verständlicherweise ohne support bei druckproblemen. zudem funktionien alle weiteren funktionen, wie faxen, scannnen, pdf erstellung, auch, wenn kein cardrige eingelegt ist. die merken zwar am anfang dass kein toner/tinte eingelegt ist und "merkern", kann man aber einfach mit ok bestätigen, sie zeigen es auch im display an und alle anderen funktionen bleiben erhalten.