10-Gbit/s-Ethernet-Karte für Gamer vorgestellt

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10-Gbit/s-Ethernet-Karte für Gamer vorgestellt
Quelle: Aquantia

Aquantia hat eine dedizierte Ethernet-Karte mit 10 Gbit/s vorgestellt, die sich speziell an Gamer richten soll. Ganz günstig ist der Spaß nicht, soll aber neben hohen Transferraten auch bessere Latenzen bieten.

Die erste tatsächlich lieferbare 10-Gbit/s-Ethernet-Karte für Endkunden ist auf dem Markt und zielt speziell auf Spieler ab. Die Karte kommt von Aquantia, ist mit einem PCI-Express-x4-Anschluss ausgestattet und verwendet den AQC-107. Der ist bereits von anderen Produkten bekannt, darunter auch High-End-Mainboards. Weiterhin gibt es noch den AQC-108, der 5 GBit/s liefert. Die Chips kommen aus dem Enterprise-Bereich, wo sie auch mehr Anschlüsse bereitstellen, was aber mit deutlich höheren Kosten verbunden ist.

Die Steckkarte für Gamer kostet auch schon 90 US-Dollar, ist damit aber noch weit entfernt von dem, was professionelle Lösungen kosten. Der Anbieter spricht insbesondere von Gamern, weil die Netzwerkkarte nicht nur besonders schnell Daten überträgt, sondern auch besonders niedrige Latenzen erreichen soll. Das setzt aber wohl mindestens eine entsprechend schnittige Gegenstelle voraus und die sind nicht ganz günstig. Router-Topmodelle haben zuweilen eine entsprechende Schnittstelle, kosten in der Regel aber auch schnell 400 Euro und mehr.

Wer die Gegenstelle nicht hat, sich aber schon mal zukunftssicher eindecken will, kann auf die Abwärtskompatibilität setzen, die bis 100 Mbit gegeben ist. Unterstützt werden außerdem Windows 10, 8.1, 8.0 und 7. Aquantia gibt für die Karte 6 Watt Leistungsaufnahme an.

Interessant dürfte die Karte vor allem dann sein, wenn man häufig größere Datenmengen im Netzwerk bewegt und entsprechende Gegenstellen hat, etwa ein mit 10 Gbit/s ausgerüstetes NAS. Vorteile im Gaming haben bereits viele Produkte versprochen. In der Praxis lassen die sich aber oft nur schwer nachweisen. Alternativ zur Aquantia gibt es im Preisvergleich auch andere Modelle, die aber nur spärlich bis gar nicht lieferbar sind und den gleichen Chip verwenden. Die günstigsten passenden Switches beginnen auch bei rund 400 Euro.

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    • Kommentare (45)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: 10-Gbit/s-Ethernet-Karte für Gamer vorgestellt

        Zitat von Laggy.NET
        Ich warte immernoch auf Gaming Patchkabel, Gaming Verlegekabel, Gaming Netzwerkdosen und Gaming Switches. Mein Gott, diese Amateure. Was man da noch an Geld holen könnte.. Pfff...
        Ich fordere RGB-Unterputzkabel!

        (und ich fürchte, dass die Forderung binnen fünf Jahren erfüllt wird )

        Zitat von Incredible Alk
        Kopiere deine ganzen kleinen Dateien mal von einer RAMDisk auf eine andere RAMDisk übers Netzwerk. Sofern du einen ordentlichen Netzwerkcontroller hast wirst du bemerken, dass es ihm tatsächlich egal ist und weiterhin 120 MB/s laufen (beim Gigabit-Netzwerk).

        Der Hintergrund ist einfach: Ein Netzwerkcontroller muss die Daten die er verschickt sowieso in kleine Paketchen zerhacken und der auf der anderen Seite wieder zusammensetzen. Der "Sendeaufwand" ist also ungefähr der gleiche, egal ob du 1x1000MB oder 1000x1MB verschickst. Lediglich der Overhead wird ein bisschen größer (da Pakete am Ende der Datei nicht mehr "voll" sind), das macht aber nicht viel aus.

        Klar, wenn du Netzwerkcontroller für 1€ das Stück verwendest (vorzugsweise onboard-Gimmeldinger) ist das was anderes, da ist das Frontend der Controller überlasetet mit zu vielen Anfragen pro Sekunde (die IOPS begrenzen bevor die Bandbreite begrenzt).

        Und klar, sequentiell ist alles kein Thema, da schaffen HDDs 250 und SSDs 550 am SATA-Anschluss. Nur ist sequentiell eben einfach die absolute Ausnahme bei normaler Nutzung.
        Bei den meisten NAS-Nutzern dürften Sequentielle Zugriffe einen hohen Anteil an dern Nutzung ausmachen. Immer wenn größere Datenmengen (Backups, Videos, Archive) am Stück kopiert werden, können die Daten sequentiell geschrieben werden. Im Gegensatz zu Kopiervorgänge im eigenen Rechner, insbesondere auf dem Systemlaufwerk, erzwingen im NAS auch keine weiteren Prozesse Sprünge in andere Bereiche des Datenträgers.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: 10-Gbit/s-Ethernet-Karte für Gamer vorgestellt

        Zitat von Laggy.NET
        Ich warte immernoch auf Gaming Patchkabel, Gaming Verlegekabel, Gaming Netzwerkdosen und Gaming Switches. Mein Gott, diese Amateure. Was man da noch an Geld holen könnte.. Pfff...
        Ich fordere RGB-Unterputzkabel!

        (und ich fürchte, dass die Forderung binnen fünf Jahren erfüllt wird )

        Zitat von Incredible Alk
        Kopiere deine ganzen kleinen Dateien mal von einer RAMDisk auf eine andere RAMDisk übers Netzwerk. Sofern du einen ordentlichen Netzwerkcontroller hast wirst du bemerken, dass es ihm tatsächlich egal ist und weiterhin 120 MB/s laufen (beim Gigabit-Netzwerk).

        Der Hintergrund ist einfach: Ein Netzwerkcontroller muss die Daten die er verschickt sowieso in kleine Paketchen zerhacken und der auf der anderen Seite wieder zusammensetzen. Der "Sendeaufwand" ist also ungefähr der gleiche, egal ob du 1x1000MB oder 1000x1MB verschickst. Lediglich der Overhead wird ein bisschen größer (da Pakete am Ende der Datei nicht mehr "voll" sind), das macht aber nicht viel aus.

        Klar, wenn du Netzwerkcontroller für 1€ das Stück verwendest (vorzugsweise onboard-Gimmeldinger) ist das was anderes, da ist das Frontend der Controller überlasetet mit zu vielen Anfragen pro Sekunde (die IOPS begrenzen bevor die Bandbreite begrenzt).

        Und klar, sequentiell ist alles kein Thema, da schaffen HDDs 250 und SSDs 550 am SATA-Anschluss. Nur ist sequentiell eben einfach die absolute Ausnahme bei normaler Nutzung.
        Bei den meisten NAS-Nutzern dürften Sequentielle Zugriffe einen hohen Anteil an dern Nutzung ausmachen. Immer wenn größere Datenmengen (Backups, Videos, Archive) am Stück kopiert werden, können die Daten sequentiell geschrieben werden. Im Gegensatz zu Kopiervorgänge im eigenen Rechner, insbesondere auf dem Systemlaufwerk, erzwingen im NAS auch keine weiteren Prozesse Sprünge in andere Bereiche des Datenträgers.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: 10-Gbit/s-Ethernet-Karte für Gamer vorgestellt

        Das blaue Kabel aus dem Link hab ich sogar noch zuhause rumfliegen. Heute nicht mehr im Einsatz, da nur 100MBit/s drübergehen, aber als ich das gekauft hab, war das der Standard. Da hatten wir teilweise noch Hubs. Der nächste Fortschritt für uns waren auf den größeren LANs dann Switches, die zumindest untereinander GBit konnten. Volle GBit-Switches waren für uns damals nicht drin, weil die viel zu teuer waren.
      • Von GEChun Volt-Modder(in)
        AW: 10-Gbit/s-Ethernet-Karte für Gamer vorgestellt

        Zitat von Lichterflug
        Häh, was rechnest du denn da? Welche SSD hat denn bitte 6000 MByte/s Durchsatz? 1600 Beiträge und hat keine Ahnung: omg !
        Datenbus am Mainboard: SATA-III / 6GBit/s (750 MByte/s theoretisch)
        Typische Mainstream SSD der aktuellen Generation: 550 MByte/s
        Das Raid 0 ist so schnell wie die genutzten Speichergeräte (was auch zwei SSDs sein könnten).

        160MB HDD sind übrigens der Burst-Wert, realistisch sind eher 90-120MByte/s, je nach Modell/ Anzahl Dateien. Außerdem ist es fahrlässig, das NAS im Raid 0 zu betreiben. Realistisch sind hier JBOD oder Raid 1. Eventuell im 4er Slot würde ich Raid 10 nutzen um die Geschwindigkeit zu steigern, und das wäre auch nur dann sinnvoll, wenn das NAS 2x RJ45-Anschlüsse bietet oder bereits 10GBit/s unterstützt (teuer!). Dazu bedarf es dann wiederum einem Netzwerkswitch mit 10GBit/s oder der Kanalbündlung (Link Aggregation) unterstützt, um hier nicht als Nadelöhr zu fungieren.

        Die 100€ für die 10GBit/s machen nur dann Sinn, wenn man noch weitere 1000€ in die restlichen Netzwerktechnik investiert. Von daher ist der Preis nicht überzogen.
        Nur weil ich mich in der Hektik selbst verschrieben hab ist das noch kein Grund mir Dinge aus dem Sandkasten zu erklären... Aber danke für den Hinweiß...

        Ich hab schon viele Festplatten gesehen die auch deine realistischen 90-120 dauerhaft überbieten... nur mal so...

        Der Sinn der Aussage Trifft jedoch trotzdem zu auch wenn es Gbit/s sind.
      • Von chaotium
        AW: 10-Gbit/s-Ethernet-Karte für Gamer vorgestellt

        Hab mir auch schon überlegt, mein Server mit ner 10 GB Karte nachzurüsten
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        AW: 10-Gbit/s-Ethernet-Karte für Gamer vorgestellt

        Kopiere deine ganzen kleinen Dateien mal von einer RAMDisk auf eine andere RAMDisk übers Netzwerk. Sofern du einen ordentlichen Netzwerkcontroller hast wirst du bemerken, dass es ihm tatsächlich egal ist und weiterhin 120 MB/s laufen (beim Gigabit-Netzwerk).

        Der Hintergrund ist einfach: Ein Netzwerkcontroller muss die Daten die er verschickt sowieso in kleine Paketchen zerhacken und der auf der anderen Seite wieder zusammensetzen. Der "Sendeaufwand" ist also ungefähr der gleiche, egal ob du 1x1000MB oder 1000x1MB verschickst. Lediglich der Overhead wird ein bisschen größer (da Pakete am Ende der Datei nicht mehr "voll" sind), das macht aber nicht viel aus.

        Klar, wenn du Netzwerkcontroller für 1€ das Stück verwendest (vorzugsweise onboard-Gimmeldinger) ist das was anderes, da ist das Frontend der Controller überlasetet mit zu vielen Anfragen pro Sekunde (die IOPS begrenzen bevor die Bandbreite begrenzt).

        Und klar, sequentiell ist alles kein Thema, da schaffen HDDs 250 und SSDs 550 am SATA-Anschluss. Nur ist sequentiell eben einfach die absolute Ausnahme bei normaler Nutzung.
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