Technologie aus China: Nicht zu hackendes, Quanten-gesichertes Smartphone vorgestellt

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China Telecom hat ein Smartphone mit Quantentechnologie herausgebracht, das sicherstellen können soll, dass der Chat auf dem Gerät nahezu „unhackbar“ ist.
Quelle: BiljaST/Pixabay

Der größte Telekommunikationsanbieter Chinas hat ein Smartphone mit Quantentechnologie herausgebracht, das sicherstellen können soll, dass der Chat auf dem Gerät nahezu "unhackbar" ist. Dafür kommt eine spezielle Quantenverschlüsselung zum Einsatz, die von chinesischen Wissenschaftlern getestet worden ist.

Datenschutz und Überwachung im digitalen Bereich sind Themen, welche die Gemüter immer wieder erhitzen. Dabei schwingt häufig die Angst mit, dass private Kommunikation von Dritten verfolgt werden könnte. Aus China kommt nun ein neues Smartphone, was in diesem Zusammenhang möglicherweise Abhilfe schafft.

Es heißt "Tianyi No 1 2022" und soll mit einem Quanten-gesicherten Verschlüsselungsmodul und einer speziell entwickelten SIM-Karte ausgestattet sein, die Sprachanrufe am Telefon mithilfe des Quantenschlüsselaustauschs verschlüsseln und entschlüsseln kann. Herausgeber des ungewöhnlichen Smartphones sind der größte Telekommunikationsanbieter des Landes, China Telecom, und das Start-up QuantumCTeck, welche 2021 eine Unternehmenskooperation eingegangen sind.

Die Technologie hinter dem "Quantentelefon"

Chinesische Wissenschaftler, von denen einige Teil des Gründungsteams von QuantumCTeck waren, sollen den Quantenschlüsselaustausch mit dem im August 2016 gestarteten, weltweit ersten Quantensatelliten "Micius" getestet haben. Im Gegensatz zur herkömmlichen Kryptografie verwende die Technologie einzelne Photonen in Quantenüberlagerungszuständen, in die der Schlüssel eingebettet ist, um bedingungslose Sicherheit zwischen entfernten Parteien zu gewährleisten.

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Die Quantenüberlagerung ist dabei ein grundlegendes Prinzip der Quantenmechanik, das besagt, dass ähnlich wie Wellen in der klassischen Physik zwei oder mehr beliebige Quantenzustände addiert werden können. Die Kommunikation könne daher nicht gehackt werden, da jeder Versuch, den Schlüssel abzufangen, sofort sowohl dem Absender als auch dem beabsichtigten Empfänger bekannt wäre.

"Wenn ein Benutzer einen Quanten-sicheren Chat startet, wird zufällig ein geheimer Schlüssel generiert, um seine Identität zu überprüfen", erklärt Zhang Rutong, ein Ingenieur bei QuantumCTeck. "Nach der Verifizierung generiert das Quantennetzwerk einen neuen Echtzeitschlüssel, um Sprachdaten zu verschlüsseln", fügte Zhang Rutong hinzu. Ein solcher Schlüssel werde zufällig generiert, sei schwer zu knacken und soll sofort nach dem Anruf verworfen werden. Der Dienst ist dann verfügbar, wenn sowohl Absender als auch Empfänger das Telefon auf Quantenbasis verwenden.

Quelle: via China Daily

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von DragonX1979
        Sollte irgendwann echte Quantenverschlüsselung kommen, frage ich mich ernsthaft was NSA und Co.
        dann machen? Eine tatsächliche Quantenverschlüsselung sollte eigentlich der Supergau für jede Art von Überwachung sein.
        Zur Zeit sind RSA, ECC und AES mit angemessener Schlüssellänge auch faktisch unknackbar. Quanten-Verschlüsselung ist dafür garnicht nötig.
        Das die genannten asymmetrischen (RSA und ECC) sicher sind könnte sich mit Quantencomputern ändern, dann braucht man halt Post-Quantum Algorithmen. Quanten zur Verschlüsselung braucht man dann immer noch nicht.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von DragonX1979
        Sollte irgendwann echte Quantenverschlüsselung kommen, frage ich mich ernsthaft was NSA und Co.
        dann machen? Eine tatsächliche Quantenverschlüsselung sollte eigentlich der Supergau für jede Art von Überwachung sein.
        Zur Zeit sind RSA, ECC und AES mit angemessener Schlüssellänge auch faktisch unknackbar. Quanten-Verschlüsselung ist dafür garnicht nötig.
        Das die genannten asymmetrischen (RSA und ECC) sicher sind könnte sich mit Quantencomputern ändern, dann braucht man halt Post-Quantum Algorithmen. Quanten zur Verschlüsselung braucht man dann immer noch nicht.
      • Von Da_Obst BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von DragonX1979
        Sollte irgendwann echte Quantenverschlüsselung kommen, frage ich mich ernsthaft was NSA und Co.
        dann machen? Eine tatsächliche Quantenverschlüsselung sollte eigentlich der Supergau für jede Art von Überwachung sein.
        Technologie-Sprünge sind zu Anfang immer Militär und Nachrichtendienst vorbehalten.
        Sobald die breite Masse mit echter Quantenverschlüsselung hantieren darf, haben oben genannte bereits die Möglichkeit diese problemlos auszuhebeln bzw. dafür gesorgt, dass die Hersteller Hintertüren eingebaut haben.
      • Von DragonX1979 Software-Overclocker(in)
        Zitat von chill_eule
        Nur die Partei darf mitlesen/mithören
        Ja das war auch das Erste dass mir in den Sinn kam. Ist schon irgendwie lustig wenn sowas ausgerechnet aus China kommt, wo man Heimlichkeiten der Bürger und "privates" besonders gern hat...

        Sollte irgendwann echte Quantenverschlüsselung kommen, frage ich mich ernsthaft was NSA und Co.
        dann machen? Eine tatsächliche Quantenverschlüsselung sollte eigentlich der Supergau für jede Art von Überwachung sein.
      • Von ~AnthraX~ BIOS-Overclocker(in)
        Aha, ein nicht hackbares irgendwas? Wann ist es gehackt wurden?
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von VeriteGolem
        Ui. Außer natürlich von Winnie Puh. Es gibt kein unhackbar oder uncrackbar. Ich würde dem trauen wenn es die Schweden entwickelt hätten. Aber sicher nicht die Amis, Russen, China oder Deutschland. Obwohl ich mir bei Deutschland sicher bin das sie sowas nicht entwickeln würden, weil einfach dazu die Qualifikation und Infrastruktur fehlt. Lieber neue Dieselmotoren. Das können wir. Und Maschinen. Das wars.
        Ja klar...

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