Samsung, LG, Sharp und AU Optronics am Pranger

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In den USA droht ein neuer Rechtsstreit aufgrund möglicher Preisabsprachen führender LCD-Hersteller. Diesmal klagt Nokia an und folgt dabei einer Klage von AT&T aus dem Vormonat.

Nokia hat die vier führenden LCD-Hersteller Samsung, LG, Sharp und AU Optronics wegen angeblich illegalen Preisabsprachen in den USA angeklagt. Laut dem finnischen Handyhersteller hätten besagte Konzerne die Marktpreise für ihre Bildschirme künstlich erhöht. Nokia selbst bezieht seine Handy-Bildschirme von besagten Unternehmen.

Im Vormonat hat bereits der US-Konzern AT&T eine ähnliche Klage formuliert. Sowohl Nokia als auch AT&T beziehen sich auf eine Untersuchung der LCD-Branche durch das US-Justizministerium, welche bereits seit 2006 aktiv ist. Neben Hitachi im März 2009 hatten sich bislang unter anderem auch Samsung und Sharp Ende 2008 in einzelnen Fällen schuldig bekannt und mussten bereits 585 Millionen US-Dollar Strafe zahlen.

Seit Juli 2009 stehen einige der asiatischen Unternehmen auch in Europa auf dem Prüfstand: Derzeit laufen EU-Ermittlungen, die herausfinden sollen, ob besagte Konzerne auch gegen hiesiges Kartellrecht verstoßen haben.

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BigBoymann
        ...

        Denn ohne eine solche Preisabsprache fallen die Preise so lange bis ein Punkt 0 erreicht ist, dieser Punkt ist auf Dauer für alle schlecht, denn wenn mit einem Produkt kein Gewinn mehr erzielt wird, dann lohnt sich das Produkt für die Beteiligten nicht mehr und sie stoßen eine Sparte ab. ...
        Das sehe ich genau so.
        Hätte Quimonda die heutigen Speicherpreise bekommen, gäbe es sie heute noch. Und der Speicher war Fire-and-Forget: einbauen und für immer vergessen.
        Aber das Kartell hat solange an der Preisschraube nach unten gedreht, bis der Mitbewerber aufgeben mußte.

        Natürlich war das alles mit Sicherheit ganz anders .
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BigBoymann
        ...

        Denn ohne eine solche Preisabsprache fallen die Preise so lange bis ein Punkt 0 erreicht ist, dieser Punkt ist auf Dauer für alle schlecht, denn wenn mit einem Produkt kein Gewinn mehr erzielt wird, dann lohnt sich das Produkt für die Beteiligten nicht mehr und sie stoßen eine Sparte ab. ...
        Das sehe ich genau so.
        Hätte Quimonda die heutigen Speicherpreise bekommen, gäbe es sie heute noch. Und der Speicher war Fire-and-Forget: einbauen und für immer vergessen.
        Aber das Kartell hat solange an der Preisschraube nach unten gedreht, bis der Mitbewerber aufgeben mußte.

        Natürlich war das alles mit Sicherheit ganz anders .
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Naja, Kartellabsprachen sind sehr bescheiden.

        Aber ich versuche es hier mal anders zu sehen.

        Denn anders als in einem großen anderen Fall gab es hier ja Preisabsprachen unter den Herstellern der Displays, was prinzipiell nicht gut ist. Aber auch nicht unbedingt schlecht.

        Denn ohne eine solche Preisabsprache fallen die Preise so lange bis ein Punkt 0 erreicht ist, dieser Punkt ist auf Dauer für alle schlecht, denn wenn mit einem Produkt kein Gewinn mehr erzielt wird, dann lohnt sich das Produkt für die Beteiligten nicht mehr und sie stoßen eine Sparte ab. Das Spielchen würde so lange gehen bis nur noch ein Hersteller da ist und wohin das führt kann man sich ja denken.

        Ich denke man sollte hier jetzt nicht vorschnell urteilen. Ich habe keine Fakten zu den Preisabsprachen, kann somit auch nicht sagen, wieviel höher der Preis war. Wenn dieses in einem vernünftigen Rahmen geschehen ist, dann denke ich profitieren auch alle davon.

        mfg
        Christian
      • Von theLamer Volt-Modder(in)
        Zitat
        Man kann nur froh sein, dass von Kartellen manchmal auch grosse, einflussreiche Unternehmen (wie hier Nokia) Schaden nehmen und dagegen vorgehen. Dem Verbraucher würde ne Kartellbildung kaum auffallen und selbst wenn könnte er als einzelner nichs dagegen unternehmen, weil er überhaupt nicht die Mittel hätte, um umfassende Beweise zu sammeln.
        Joa... und es liegt auch daran, dass es nur 4 "Große" gibt, wie bei es bei unserer Energieversorgung jahrelang war...

        Falls es wirklich Kartellabsprachen gibt, würde es sich lohnen, ein LCD-Unternehmen aufzubauen und niedrigere Preise zu bieten, sodass Nokia bei einem kauft... Mehr Wettberweb also
      • Von Bester_Nick Lötkolbengott/-göttin
        Man kann nur froh sein, dass von Kartellen manchmal auch grosse, einflussreiche Unternehmen (wie hier Nokia) Schaden nehmen und dagegen vorgehen. Dem Verbraucher würde ne Kartellbildung kaum auffallen und selbst wenn könnte er als einzelner nichs dagegen unternehmen, weil er überhaupt nicht die Mittel hätte, um umfassende Beweise zu sammeln.
      • Von Gexi1105 Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von LianLi-GTX280
        Hoffentlich gewinnt Nokia.

        In den USA ist man ja gewohnt angeklagt zu werden
        Ich könnte bei solchen Sachen jedesmal das Ko**** kriegen!!!!
        Wenn jemand (wie im Bericht genannt) "freiwillig" Kohle als Ersatz zahlt kann es sich nur um Penuts handeln (gewonnen wurde mehr)...
        Wenn soein "Penuts"-Betrag aber schon im 3-Stelligem Millionenbetrag liegt dann hoffe ich kann sich jeder denken was verdient wurde .
        Die Frage ist nur ob nicht irgendwo ein defizit herrscht welches ausgeglichen gehört? Hierzu reichen meine Aktienmarkterfahrungen "leider" nicht...
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