Huawei: Mit Betriebssystem HarmonyOS zum "Supergerät"
Das chinesische Unternehmen Huawei steht weiterhin auf der Embargoliste der USA und darf somit keine Geschäfte mit amerikanischen Unternehmen machen. Nun hat Huawei sein Betriebssystem HarmonyOS Version 2.0 vorgestellt, mit dem der Technologieriese mehrere Geräte zu einem "Supergerät" verbinden will.
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat das chinesische Unternehmen Huawei seinerzeit auf eine schwarze Liste gesetzt. Der Firma wurde vorgeworfen, Spionage im Namen der chinesischen Regierung zu betreiben und vorsätzlich Hintertüren in seine Produkte einzubauen. Huawei darf darum seit Inkrafttreten des Embargos im Jahr 2019 keine Geschäfte mit amerikanischen Unternehmen machen. In der Smartphone-Sparte bedeutet dies, das neuere Huawei-Geräte auch ohne Playstore und weiteren Apps und Services von Google auskommen muss.
HarmonyOS 2.0 nun auch auf Smartphones
Abhilfe bei dieser verzwickten Situation soll nun das kürzlich vorgestellte eigene Betriebssystem von Huawei bringen. HarmonyOS wurde 2019 veröffentlicht und war eigentlich als Software für den Bereich der Internet der Dinge gedacht. Zuletzt lief das Betriebssystem vornehmlich auf TV-Geräten. Die zuletzt angekündigte Version 2.0 soll nun auch die Smartphones des Unternehmens zum Laufen bringen.
In einem I nterview mit dem Spiegel sprach Huaweis Softwarechef Dr. Chenglu Wang nun über das Betriebssystem. So wurde HarmonyOS etwa nicht entwickelt, um mit dem US-Embargo umzugehen. Das Unternehmen arbeitete bereits seit 2016 daran, weil es meinte, dass Smartphones die Anforderungen der Verbraucher nicht vollständig erfüllen könnten. So sei es heute noch schwer, Musik vom Handy auf dem Autoradio abzuspielen. HarmonyOS wurde entwickelt, um möglichst viele Geräte untereinander koppeln zu können.
So soll Huaweis Betriebssystem nicht nur für Smartphones sein, sondern auf unterschiedlichen smarten Geräten laufen. Das Ziel sei ein konsistentes oder einheitliches Betriebssystem, damit Geräte eine gemeinsame Sprache sprechen. Wang spricht von einem sogenannten "Supergerät" zu dem mehrere Devices kombiniert werden sollen. Verbundene Geräte sollen sich etwa vom Smartphone aus steuern lassen. So könnte das Handy etwa mit mehreren Kameras verbunden werden, um Schnappschüsse aus verschiedenen Blickwinkeln gleichzeitig zu machen. Die Anfrage eines mit dem Smartphone gerufenen Fahrdienstes könnte auf eine Smartwatch übertragen werden. Darüber hinaus könnte das Telefon dazu verwendet werden, um Apps auf dem Tablet zu steuern.
HarmonyOS soll jedoch anders funktionieren als ähnliche Services der Konkurrenz, wie etwa iCloud von Apple, so Wang. Anders als Apple will sich Huawei nicht auf Cloud-Services verlassen und verbindet die Geräte direkt miteinander. Im Betriebssystem werden sie dann wie ein einziges Gerät betrachtet.

@Topic:
Also das mit dem Betriebssystem welches alle Geräte zu einem verbindet finde ich ist ein sehr guter Ansatz. Der Hauptgrund warum ich mein Tablet so gut wie nie verwende ist, weil ich keinen Zugang zum kompletten Inhalt meines Handys hab und erst recht nicht des Desktops. Hätte ich jederzeit Zugriff auf alles ohne manuelles Einrichten ist das eine deutliche Erleichterung bzw Zeitersparnis.
Wobei es natürlich dann ein wenig das Apple Prinzip ist. Man wird eben in ein Ökosystem forciert. Wünschenswert wäre noch mehr eine Kompatibilität/Integration verschiedener Betriebssysteme (Windows/Android).
Bei Android geht das stückweit auch, je nach Hersteller musste man dann aber verschiedene Dienste nutzen oder das Handy erst neu koppeln usw. Wenn das bei Huawei so nahtlos geht wie bei Apple, dann könnte das schon ein Gamechanger sein, da gerade das vernetzte Ökosystem von Apple ein Pluspunkt ist, wenn man mehrere Geräte von denen hat und es einen dazu animiert mehr Geräte aus dem Okösystem zu kaufen.
Das P30Pro gefällt mir sehr gut und ist auch mein main Handy.
Das P40Pro ist eher ein Scherz. Es hat keine google Dienste und ist damit komplett als Handy unbrauchbar. Denn das Android lebt von den google Diensten. Um alles muss man sich auf dem Gerät selber kümmern, eigene Stores hinzufügen und seine Apps per Hand auf dem neusten Stand halten. google maps läuft mehr schlecht als Recht. Besonders ärgerlich, man kann keine Rezensionen zu besuchten Orten schreiben oder lesen, da kein google Account mehr da ist.
Selbst simple Apps fehlen im Huawai Store. Und die gekauften Apps, kann man jetzt nochmal kaufen, damit die laufen.
Simples Beispiel, ich habe bei google die App Poweramp gekauft. Die kann ich zwar übertragen auf das P40 Pro aber nicht Nutzen, da kein google Zertifikat auf dem Gerät ist. Somit lässt sich die App nicht von Trial in gekauft umschalten.
Im Grunde sind Huawai Handys ohne Android und Googledienste, ubrauchbar. Hätte ich das P40Pro gekauft, hätte ich es zurück gegeben.