Apple-Patent erweitert Jugendschutz mit Kontrollfunktionen für SMS und Textnachrichten
Mit dem Patent 7814163 hat Apple seit gestern eine Textnachricht- und SMS-Funktion schützen lassen, mit der man inhaltliche Grenzen beim Textdialog setzen kann.
Anfang dieser Woche hat Apple ein weiteres Patent zugesprochen bekommen, beim Patent 7814163 "Text-based communication control for personal communication device" geht es um die Kontrolle von Text- und SMS-Nachrichten auf mobilen Geräten wie dem Iphone, dem Ipod oder dem Ipad.
Böse Zungen würden jetzt von einer Art Zensur sprechen, wie Sie beispielsweise im App Store vorgenommen wird, dies ist natürlich nicht der Fall. Mit dem App Store verdient Apple viel Geld, allerdings muss man sich auch der Qualitäts- und Sittlichkeits-Kritik stellen, daher greift Apple in diesem Segment hart durch, wenn es um zweifelhafte Inhalte geht - so sind nun mal die Geschäftspraktiken und jedem App-Programmierer steht es frei, diese zu akzeptieren oder eben nicht.
Dass in diesem Kontext ein Patent zum Inhaltsabgleich von Textnachrichten schnell als Zensur-Tool gebrandmarkt wird, ist logisch, aber schlichtweg falsch. Apple ist nämlich viel zu schlau, um mit so einem Schritt jegliche Kundenakzeptanz zu verlieren. Vielmehr geht es hier um das Thema Jugendschutz.
Funktionieren soll das Ganze wie folgt: Nachrichten mit "verbotenem" oder "anrüchigem" Inhalt werden vor dem Senden oder Empfangen nach "festgelegten Kriterien" gefiltert. Gegebenenfalls würde die Nachricht dann geblockt, komplett oder teilweise gelöscht. Was zensurwürdig ist, soll eine spezielle Jugendschutz-Software entscheiden. Hier wird deutlich, dass man im ersten Schritt eher an eine Schnittstelle, denn an eine App gedacht hat. Aus politischer Sicht ebenfalls nachvollziehbar, in dem man nämlich den App-Entwickler nur die Werkzeuge zur Hand gibt, kann man für das Ergebnis beim Kunden nicht in Ungnade fallen und verdient sogar noch an gutverkauften Apps.
Quelle: Techcrunch

Ihr wisst aber schon, dass in den USA die Uhren etwas anders ticken, oder?! Das ist im Endeffekt nicht viel anders als würde man beim Browser einen Jugendschutz einrichten. Nur da ist es irgendwie in Ordnung. Es wird keiner gezwungen das zu nutzen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass sobald irgendwo Apple drauf steht bei vielen die Alarmglocken angehen und man das Haar in der Suppe sucht.
@Bonkic
Sehe ich ganz genau so...
@News
Apple eine besondere Schläue zu "unterstellen" hat schon einen etwas faden Beigeschmack, solch persönliche Meinung gehört nicht in eine News - meiner Meinung nach.
Ich persönlich finde diese ganzen Zensurwerkzeuge absolut albern und verwerflich! Wir sind schließlich auch alle ohne solch Möglichkeiten groß geworden, also kann es unser Nachwuchs auch!
Jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen, sonst wär das Leben nicht mehr lebenswert
die frage ist, wer der zensor ist; vermutlich der überlasser des gerätes (stellt sich die frage wer seinem nachwuchs ein sündteures iphone überlässt und ihm dann verbietet damit anzustellen, was er will...)
dann müssen wir uns die frage stellen, was denn diese "kriterien" sind und vor allem wer sie festlegt. wissen wir nicht. könnte übrigens auch apple sein.
fakt ist aber, dass apple -von mir aus den eltern- ein mittel zur zensur an die hand gibt.
kann man nicht drüber diskutieren und eigentlich auch nicht "anders sehen" - ist so.
immer noch halbwegs wertfrei übrigens, für den fall das nicht apple entscheidet, was "anrüchig" ist. dass apple meint das für seine user entscheiden zu können....
also von einer besonderen "schläue" (siehe pcgh-meldung) seitens apple um den "marketing-supergau" zu vermeiden, war da nicht besonders viel zu sehen (zumal insbesondere in den usa vermutlich einige dieses vorgehen sogar begrüßen ).
aber wieder: natürlich wäre/ ist auch das ein mittel zur zensur. der grad an verwerflichkeit (isv zielsetzung) ist das entscheidende.
und der gedanke dass der offenbar puritanische jobs dazu neigen könnte sich in die erziehung einzumischen, liegt so fern ja nun nicht.
du kannst mir übrigens gern direkt vorwerfen, dass ich das nur schreiben würde, um apple grundlos in einem schlecht licht dastehen zu lassen.
Es ist also falsch wenn ich, ein Programm dass mir meine SMS zensiert, als Zensur sehe weil es ja zum Jugendschutz da ist
- Patent zur optionalen Filterung auf User-Wunsch -> keine Zensur
- Apple zwingt keinen Kunden, denn das wäre ein Marketing-Supergau
- Apple bietet eine Software-Möglichkeit und hat sich diese Option schützen lassen
Ich hätte gerne mal die Kommentare gelesen, wenn AVM eine neue Version der Firitzbox-Software veröffentlicht hätte, in der besorgte Eltern in URLS der Webseiten nach "Schlagworten" suchen und diese sperren können.