Black Mesa: Kompletter Test und maximale Grafik dank Downsampling und zusätzlicher Treibermodifikationen

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Endlich ist es soweit: Über Jahre hat ein kleines Team ambitionierter Half-Life-Fans den ewigen Shooter-Klassiker wiederbelebt. Unter dem Namen "Black Mesa" spielen Sie Half-Life jetzt mit der Source-Engine, die auch der Motor für die folgenden Teile der Serie ist. PC Games Hardware hat sich das ambitionierte Projekt einmal im Detail angeschaut.

Eine gefühlte Ewigkeit hat es von der Ankündigung bis zum Release des "Black Mesa"-Projekts gedauert. Ein privates Team hat mithilfe des Source-SDKs die Anfänge der Half Life-Serie zu neuem Leben erweckt. Von der ersten Bahnfahrt an können Sie nun die Geschichte des Physikers Gordon Freeman in völlig neuem Glanz erleben. Das Vergnügen ist für Sie zudem noch kostenlos. Das Remake ist als Download auf der offiziellen Webseite des Spiels verfügbar und das benötigte SDK können Sie einfach umsonst via Steam herunterladen. Auch freiwillige Spenden sind unerwünscht. Die Entwickler haben explizit kein Konto für Black Mesa angelegt und via Twitter ließen sie verlauten, dass freiwillige Spenden stattdessen bitte an eine favorisierte Einrichtung Ihrer Wahl gehen sollen. Für Kinderhände ist Black Mesa trotz allem nichts.

Zum Start haben wir ein wenig an den Grafikeinstellungen geschraubt, um die ungewohnte "Half Life"-Optik noch ein kleines bisschen besser zu machen.

Bildergalerie

Black Mesa - Grafik: Viel Liebe für Details

Man darf natürlich keine Wunder in der Dimension von Battlefield 3 oder Crysis 3 erwarten. Dank Source-Engine sieht Black Mesa natürlich um Längen besser als das originale "Half-Life" oder die Source-Umsetzung aus und auch die komplette Interaktion mit der Umgebung ist kein Vergleich zum Klassiker aus dem Jahr 1998. Doch auch die neue Engine hat mittlerweile ihre Jahre auf dem Buckel und ruft bei Spielern moderner Shooter keine Jubelstürme mehr hervor. Aber die Inszenierung passt einfach. Das Spiel fühlt sich vom ersten Moment wie das echte Half Life an und beinahe jeder Raum strotzt vor passenden Details. Vom Telefon auf dem Schreibtisch über die Zeichnungen an den Wänden bis zum Foto in Gordons Spind: Überall sind kleine Gimmicks zu entdecken und so wird Black Mesa zu genau dem Spiel, wie man es im Vorfeld nur erträumen konnte.

Kisten, Objekte oder Texturen - Nirgendwo hat man das Gefühl, das viel recycelt wurde. Stattdessen wurden offensichtlich unzählige Objekte extra für das Remake neu designt. Optisch ist Black Mesa also eine sehr runde Sache und bietet kaum Ansätze für Kritik.

Das Schöne an Spielen der Source-Engine ist heute, dass wir mithilfe eigener Tricks noch etwas an der Grafik drehen können. Wobei man in diesem Fall lobend hervorheben muss, dass Black Mesa technisch schon nahe an der Grenze des Möglichen liegt. Unsere Lieblingshilfe "Downsampling" geht aber natürlich immer und auch bei Black mesa werten wir die Grafik damit sichtbar auf. Mit leistungsstarker Hardware bewegen wir uns auch mit höheren Auflösungen in mehr als flüssig spielbaren Fps-Regionen. Wenn das noch nicht genug ist, hilft weitere Kantenglättung über den Treiber. Über das Spielmenü wird mit 8-fach-MSAA zwar schon eine solide Methode zu Treppchenbekämpfung angeboten, mit etwas Supersampling oder noch mal höheren Multiplikatoren wird das Spiel aber endgültig makellos glatt und flimmerfrei. Besonders Wasserreflexionen oder vereinzelte Objekttexturen wirken deutlich hochwertiger. Nebel und Qualm werden allerdings zum leichten Problem. Hier brechen die Frameraten überdurchschnittlich stark ein.

Black Mesa - Gameplay: Neue Aspekte dank Source-Engine

In puncto Gameplay erwartet man von einem Remake eigentlich nur eines: Keine Überraschungen! Neue Gameplay-Aspekte müssen, wenn überhaupt, nahezu unbemerkt in das Spiel einfließen. An dieses Kriterium können wir bei Black Mesa beruhigt einen Haken machen. Vom Brecheisen bis zu den "Headcrabs" ist beim Thema Gameplay und Mechanik alles beim Alten. Kleine Änderungen sind eher subtil: Bevor Sie Ihr Brecheisen als besten Freund bekommen, müssen Sie die ersten Aliens mit kleinen Notfallfackeln in Brand setzen. Eine Mechanik, die erst dank der Source-Engine möglich wird. Kleinere Änderungen dieser Art können Ihnen im Spiel häufiger begegnen. Sie sind allerdings so unterschwellig, dass Ihnen häufig erst im Nachhinein auffällt, dass diese Option nicht aus dem Originalspiel stammt. So erleben Sie Half Life auf eine neue Art und da die Handlung wirklich nahtlos identisch ist, können Sie sich sorglos an jeder Kleinigkeit erfreuen.

Black Mesa - Details und Download

Als Hardwareanforderung empfehlen die Entwickler einen Core 2 Duo mit 2,4 GHz oder eine entsprechende AMD-CPU, 1 GiB RAM sowie eine Shader-Modell-3-Karte von Nvidia (Geforce 7600) oder AMD (Radeon X1600). Das Spiel selbst bekommen Sie kostenlos über die offizielle Webseite. Der dort zu findende Download ist dann knappe 3,2 Gigabyte groß. Danach können Sie das Spiel für die Steam-Plattform installieren und wenn Sie bereits ein Spiel mit Source-Engine besitzen, kann es anschließend ohne weitere Umwege losgehen. Wenn Sie noch kein Source-Spiel auf Ihrem System installiert haben, müssen Sie das zusätzlich benötigte Source-SDK 2007 via Steam herunterladen. Sie finden das SDK in der Steam-Bibliothek in der Kategorie "Tools".

Falls Sie das Spiel zusätzlich über Treibermodifikationen verschönern möchten, liegt die dafür nötige "hl2.exe" im "sourcemods"-Ordner Ihrer Steam-Installation. In naher Zukunft könnte die Installation aber deutlich einfacher werden. Black Mesa passierte erfolgreich die Abstimmungen für das Greenlight-Projekt und wird dort irgendwann als "Mod" über Steam verfügbar sein. Ein offizieller Mac-Support ist vorerst übrigens nicht möglich. Die Entwickler ließen über Twitter verlauten, dass hierfür ein essenzielles Update des SDKs nötig sei.

Download und offizielle Webseite (ab 18 Jahren): www.blackmesasource.com

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    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von sentinel1 Software-Overclocker(in)
        AW: Black Mesa: Kompletter Test und maximale Grafik dank Downsampling und zusätzlicher Treibermodifikationen

        Zitat von km52
        Nope, die nötige hl2.exe liegt unter steam\steamapps\STEAMNAME\source sdk base 2007\ was auch für X-Fi Besitzer mit ALchemy wichtig ist.

        Hat jemand mit ner Auzentech Forte 7.1 EAX bei Black Mesa, wenn ja mit welchem Treiber ?

        HL2 unterstützt wohl kein EAX nur Mehrkanalsound.
      • Von sentinel1 Software-Overclocker(in)
        AW: Black Mesa: Kompletter Test und maximale Grafik dank Downsampling und zusätzlicher Treibermodifikationen

        Zitat von km52
        Nope, die nötige hl2.exe liegt unter steam\steamapps\STEAMNAME\source sdk base 2007\ was auch für X-Fi Besitzer mit ALchemy wichtig ist.

        Hat jemand mit ner Auzentech Forte 7.1 EAX bei Black Mesa, wenn ja mit welchem Treiber ?

        HL2 unterstützt wohl kein EAX nur Mehrkanalsound.
      • Von Citynomad Software-Overclocker(in)
        AW: Black Mesa: Kompletter Test und maximale Grafik dank Downsampling und zusätzlicher Treibermodifikationen

        DAAAANKE. Der Pfad war die Wurzel allen Übels
      • Von CiD Software-Overclocker(in)
        AW: Black Mesa: Kompletter Test und maximale Grafik dank Downsampling und zusätzlicher Treibermodifikationen

        @Citynomad:
        Lies bitte meinen letzten Beitrag nochmal richtig!
      • Von Citynomad Software-Overclocker(in)
        AW: Black Mesa: Kompletter Test und maximale Grafik dank Downsampling und zusätzlicher Treibermodifikationen

        Sobald ich aber versuche die hl2.exe aus dem besagten SDK Ordner hinzuzufügen, bekomme ich ne Fehlermeldung, dass die hl2.exe schon mit einem Profil verbunden ist...
      • Von CiD Software-Overclocker(in)
        AW: Black Mesa: Kompletter Test und maximale Grafik dank Downsampling und zusätzlicher Treibermodifikationen

        Zitat von Citynomad
        Schade, dass man dann kein eigenes Profil für BMS einrichten kann.
        Warum nicht ? Funktioniert doch wunderbar. Man darf im NI nicht nur die EXE adden sondern muss den Absoluten Pfad angeben.
        Dazu einfach ein neues Profil "Black Mesa" anlegen und den Toolbar-Button "Add application to current profile" klicken. Nun rechts unten im Dialog NICHT "Application EXE Name" sondern "Application Absolute Path" auswählen und dann die "Steam\steamapps\{steam benutzername}\source sdk base 2007\hl2.exe" hinzufügen. Nun noch die gewünschten Treibereinstellungen vornehmen... Fertig.
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