Half-Life 3: Früherer Autor erklärt, warum eine Zusammenarbeit nicht mehr infrage kommt

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Half-Life 3: Früherer Autor erklärt, warum eine Zusammenarbeit nicht mehr infrage kommt
Quelle: Fence Post Productions

Chet Faliszek, ehemaliger Autor von Half-Life 2, spricht offen über seine Abneigung gegen große Spielreihen mit komplexer Lore. Half-Life 3 möchte er laut eigener Aussage "nicht einmal mit einer drei Meter langen Stange anfassen".

Die Diskussionen um Half-Life 3 reißen seit Jahren nicht ab: Neue Gerüchte rund um eine mögliche Fortsetzung tauchen regelmäßig auf, konkrete Informationen von Valve bleiben jedoch weiterhin aus. Jetzt hat sich mit Chet Faliszek einer der früheren Autoren der Reihe zum Thema geäußert und dabei deutlich gemacht, dass er selbst nicht an einem neuen Half-Life arbeiten möchte.

Ehemaliger Autor gibt Auskunft

Faliszek war unter anderem an Half-Life 2 Episode One und Episode Two beteiligt und schrieb außerdem an Left 4 Dead sowie Left 4 Dead 2 mit. In einem kurzen Video auf Youtube sprach er über die Schwierigkeiten, an etablierten Spielreihen mit umfangreicher Hintergrundgeschichte zu arbeiten. Anlass war die Aussage eines Fans, wonach Half-Life 3 vergleichsweise leicht umzusetzen sei, da sich die Handlung "in jede Richtung entwickeln könne".

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Der ehemalige Valve-Autor stellte zunächst klar, dass er keinerlei Hinweise auf eine mögliche Ankündigung geben wolle. Stattdessen sprach er über seine persönlichen Erfahrungen mit bekannten Marken. Seine Antwort fiel deutlich aus. "Ich möchte das nicht einmal mit einer drei Meter langen Stange anfassen", erklärte Faliszek. Selbst ein Gravitationsgewehr zwischen ihm und dieser Stange würde daran nichts ändern.

Passend zum Thema: Half-Life 3: Neues Insider-Update - Ankündigung 2025 trotz Leak-Chaos

Besonders problematisch sei für ihn die umfangreiche Lore vieler Spielreihen. "Ich möchte fast nie etwas anfassen, das bereits irgendeine Art von Lore oder Hintergrundgeschichte besitzt", sagte Faliszek. Seinen Worten nach gelte das nicht nur für Half-Life, sondern auch für andere bekannte Marken wie Left 4 Dead: "Ich will nichts Altes anfassen." Als Grund nannte er vor allem die Erwartungen der Community: "Ich brauche keine Leute, die sich besser erinnern als ich und mich anschreien, weil ich irgendeine Lore-Geschichte von vor 50 Jahren verändert habe."

Die Lore von Destiny macht ihm Angst

Auch bei Gesprächen mit Bungie sei ihm die enorme Hintergrundgeschichte großer Marken aufgefallen. Laut Faliszek habe ihn besonders die Lore von Destiny eingeschüchtert. "Diese Lore macht mir Angst", erklärte er. "Ich kenne nicht einmal so viel Lore über mein eigenes Leben, geschweige denn über euer Spiel."

Weiterführungen betrachtet der ehemalige Autor grundsätzlich kritisch: "Jede Fortsetzung ist für mich ein katastrophaler Albtraum, den ich niemals machen möchte." Deshalb komme für ihn auch keine Rückkehr zur Half-Life-Serie infrage. Valve selbst hat sich weiterhin nicht offiziell zu Half-Life 3 geäußert. Nach Half-Life: Alyx und verschiedenen Gerüchten rund um neue Hardware spekulieren Fans allerdings weiterhin über eine mögliche Fortsetzung der Reihe.

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Quelle: via Gamingbolt

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Schinken BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Stormado
        Verstehe ihn durchaus. Aber eine Geschichte unfertig zu lassen ist noch schlimmer finde ich. Gerade mit dem Cliffhanger bei Episode 2. Ich finde, da gehört ein Abschluss, auch wenn man dann am Ende nur meckert. So meine Meinung.
        Perspektive.
        Du willst es haben, aber keiner will es machen.
      • Von Schinken BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Stormado
        Verstehe ihn durchaus. Aber eine Geschichte unfertig zu lassen ist noch schlimmer finde ich. Gerade mit dem Cliffhanger bei Episode 2. Ich finde, da gehört ein Abschluss, auch wenn man dann am Ende nur meckert. So meine Meinung.
        Perspektive.
        Du willst es haben, aber keiner will es machen.
      • Von 7hor PC-Selbstbauer(in)
        Naja ich deute daraus, Herr Chet Faliszek gibt zu, daß er im allgemeinen für halbwegs komplexere Spiele ungeeignet ist und sich eher anderen Dingen widmen sollte.
        Hat also gar nix mit Half-Life zu tun.
      • Von _Oskar_ Software-Overclocker(in)
        Zitat von EM_EN
        Wird wohl nie kommen, da braucht man kein Hellseher zu sein.
        Wie ? Du besitzt nicht die Gabe der Präkognition ? ^^

        Edit: Ich glaube auch nicht mehr an ein Half-Life 3, der Zug ist lange Abgefahren.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von EM_EN
        Wird wohl nie kommen, da braucht man kein Hellseher zu sein. Das die Geschichte kontrovers enden kann, ist bei jeder Fortsetzung das Problem.

        Würde auf Kneifzange tippen
        Ja schade, aber es ist quasi unmöglich die Erwartungen zu bedienen.
        Ich denke mir zwar schon, dass in der Spielewelt da draußen viel Potential vorhanden ist, aber man müsste sich halt trauen.
        Semi-Offene Welten mit Hubs wie in Deus Ex HR oder Stalker 1, erzählerische Elemente wie wir sie schon aus zahlreichen guten Beispielen kennen (eine Mischung aus Half Life und eben Deus Ex etwa) und dazu kämen in ein paar Jahren glaubhafte KI Charaktere die auf LLMs basieren und auf Veränderungen der Welt reagieren.
        Gameplay? Naja man hat ja schon so viele kreative Waffen in Half Life/Portal, dass das ja kein Problem sein kann.
        Angenommen "Gordon Freeman" stolpert über eine ab und zu verfügbare Portal Gun wäre eben neben der Gravity Gun und anderen bisher verwendeten Waffen einiges möglich...

        Und technisch: naja da wäre heute schon fast Fotorealismus drin , wenn man es richtig angeht (3d Fototexturen, Pathtracing...), immerhin war hier HL2 auch schon gut was den Stil betrifft. Das ganze halt in 20-25 Jahre "moderner". Gerne auch wieder mit Physikrätseln etc

        Abgesehen davon kann man diverse Features optional machen für VR, kommt ja bald der Index-Nachfolger
      • Von Stormado Software-Overclocker(in)
        Verstehe ihn durchaus. Aber eine Geschichte unfertig zu lassen ist noch schlimmer finde ich. Gerade mit dem Cliffhanger bei Episode 2. Ich finde, da gehört ein Abschluss, auch wenn man dann am Ende nur meckert. So meine Meinung.
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