Radeon Software vs. Guardians of the Galaxy: AMD-Treiber 21.10.3 verursacht Grafikfehler [Update: 21.10.4]
Neue PC-Spiele laufen am besten, wenn man zum Launch einen dafür freigegebenen Grafikkarten-Treiber installiert. Die von AMD für Age of Empires 4 veröffentlichte Radeon Software 21.10.3 verursacht jedoch Grafikfehler in Marvel's Guardians of the Galaxy.
Update: Das ging schnell - soeben erschien mit der Radeon Software 21.10.4 ein Treiber-Update für Guardians of the Galaxy, welches die Probleme der RS 21.10.3 "on some AMD Graphics products" (laut unseren Tests auf allen) aus der Welt schafft. Wir können anhand einer rasch nachgetesteten Radeon RX 6900 XT bestätigen, dass die RS 21.10.4 ordnungsgemäß funktioniert. Dabei fällt leider auch die Leistung fast auf das Niveau der RS 21.10.2 zurück, was angesichts der grundsätzlich guten Fps-Raten in Guardians of the Galaxy jedoch verschmerzbar ist (Raytracing ausgenommen). Mehr dann im PCGH-Techniktest des Spiels, welcher sich aufgrund der Komplikationen und Allerheiligen jedoch bis mindestens Dienstag verzögert.
Eigentlich sollten Sie bereits den PCGH-Techniktest des Raytracing-Überraschungshits Guardians of the Galaxy lesen. Nach gründlicher Analyse der von uns ermittelten Daten möchten wir jedoch noch etwas Reifezeit vergehen lassen - ähnlich wie bei Age of Empires 4, aber mit abweichender Problematik. Während AoE 4 mit der Radeon Software 21.10.3 einen Performance-Treiber für AMD-Grafikkarten erhielt, gibt Entwickler Relic zu Protokoll, dass man weiter daran arbeite, dass das Spiel auf Radeon-Grafikkarten eine zu Geforce-GPUs gleichwertige Performance erziele. Dieses Eingeständnis, dass noch nicht alles rund läuft, führte dazu, dass wir unseren Techniktest auf Eis gelegt haben, bis ein entsprechender Patch erschienen ist.
Radeon Software 21.10.3 mit Grafikfehlern
In Marvel's Guardians of the Galaxy zeigt sich nun ein weiteres Problem, das ausschließlich Radeon-Grafikkarten betrifft: Kommt die Radeon Software 21.10.3 zum Einsatz, wird die Beleuchtung fehlerhaft dargestellt. Die Symptome fallen je nach Szene kaum oder sofort auf, ein valider Indikator ist jedoch bereits der Startbildschirm des Spiels, welcher die Guardians auf ihrem Raumschiff versammelt. Hier ist deutlich zu erkennen, dass die beiden primären Lichtquellen (eine links oben und eine im Hintergrund im Cockpit) nicht ordnungsgemäß dargestellt wird, sodass die komplette Szenerie verdunkelt, beziehungsweise nur von der Indirekten Beleuchtung (Global Illumination) und der Umgebungsverdeckung (Ambient Occlusion) erfasst wird und infolgedessen farb- und kontrastlos aussieht. Kommt stattdessen die "alte" Radeon Software 21.10.2 zum Einsatz, welche es mittlerweile auch mit WHQL-Siegel gibt, wird alles ordnungsgemäß dargestellt, wie der beispielhafte Vergleich zeigt:
Das Problem betrifft laut unseren Tests alle AMD-Grafikchips, ausdrücklich überprüft haben wir Polaris, Vega 10/20, Navi 10 sowie Navi 23/21. Wird Raytracing auf RDNA-2-basierten Grafikkarten eingeschaltet, ändert sich nichts an der Grundproblematik. Der Bug beeinflusst zweifellos die Leistung: Mit der Radeon Software 21.10.3 erreicht eine Radeon RX 6900 XT an unserer anspruchsvollen Testszene durchschnittlich 142,4 Fps, mit der Radeon Software 21.10.2 sind es 130,2 Fps - der Bug führt demnach nicht nur zu einer Fehldarstellung, sondern auch zu ausgelassenen Berechnungen.
Wir haben AMD über unsere Beobachtungen in Kenntnis gesetzt und hoffen auf baldiges Feedback. Da es sich mutmaßlich nur um ein kleines Problem handelt, ist ein schneller Fix in Gestalt der Radeon Software 21.10.4 oder bereits 21.11.1 nicht ausgeschlossen. Solange sollten Guardians-Spieler mit AMD-Grafikkarte auf die Radeon Software 21.10.2 zurückgreifen.

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MfG
Raff
MfG
Raff
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