Grid 2 im Technik-Test mit 16 Grafikkarten-Benchmarks: Stemmt Ihr PC die DX11-Edelgrafik? [Test der Woche]
Das Rennspiel Grid 2 aus dem Hause Codemasters geht hierzulande am 31. Mai an den Start. Nachdem PC Games Hardware bereits die Preview-Version einem Test unterzogen hat, ist nun, pünktlich zum US-Launch, der Goldmaster an der Reihe. Welche Grafikkarten genügen der edlen DX11-Optik von Grid 2 und welche nicht? Wir haben 16 Grafikkarten über den Benchmark-Asphalt gescheucht.
Anmerkung: Dieser Test erreichte die meisten Besuche in der abgelaufenen Woche. Auf diesem Grunde veröffentlichen wir ihn heute erneut.
Grid 2, der Nachfolger von Race Driver Grid aus dem Jahr 2008, wird hierzulande am 31. Mai für PC, PS3 und Xbox 360 erscheinen, doch bereits jetzt sind Performance-Messungen anhand einer finalen Testversion möglich. PC Games Hardware hat 16 Grafikkarten mit aktuellen Treibern auf ihre Grid-2-Leistung überprüft und geht auch der Frage auf den Grund, ob das Spiel wie sein Vorgänger Dirt Showdown besonders gut auf Radeon-Chips abgestimmt ist. Die Systemanforderungen fallen mit einem Dualcore nebst DX10-Grafikkarte indes milde aus. So viel vorweg: Diesmal hat nicht nur AMD seine Finger im Spiel-Code, sondern auch Intel.
Grid 2: Technische Basis
Quelle: PC Games Hardware
Grid 2: Grafikkarten-Benchmarks zum Launch (48)
Grid 2 basiert auf Codemasters' hauseigener Ego-Engine, welche bereits Dirt Showdown zu einer hübschen Grafik verhalf. Seit Showdown unterstützt der Renderer Forward+ sowie Global Illumination, zwei Funktionen, welche der Qualität sichtbar zu Gute kommen, jedoch ordentlich Rechenleistung verschlingen. Forward+ stellt eine Erweiterung klassischer Beleuchtungstechnik dar, welche mit Multisample-Kantenglättung besser zusammenarbeitet als Deferred Rendering. Die Berechnung via Direct Compute liegt den "Graphics Core Next"-Radeons (GCN) besonders gut, außerdem sorgt Global Illumination für realistisches "bouncing" von Licht, also das Reflektieren von Strahlen, die wiederum mit anderen Objekten wie Autos interagieren. Grid 2 und Dirt Showdown bieten zudem weich auslaufende Schatten (Contact Hardening Shadows) sowie High Definition Ambient Occlusion, welche Objekte verschattet. Grid 2 bietet außerdem Soft Ambient Occlusion, welche die Umgebungsverdeckung mithilfe weiterer Berechnungen aufwertet.
Mit Grid 2 halten zwei weitere Effekte Einzug, welche sich laut heutigem Kenntnisstand aber nur auf einer Intel "Iris Pro 5200" mit Embedded-RAM aktiviert werden können. Diese Grafikeinheit ist für kommende Haswell-Notebooks respektive Ultrabooks angekündigt und in keinem Desktop-Prozessor enthalten. Die Optionen "Intel Order Independent Transparenz" und "Intel Rauchschatten" lassen sich im Grid-2-Grafikmenü zwar einsehen, aber nicht aktivieren – auch nicht per Konfigurationsdatei. Ob diese Funktion Intel-Mobilprozessoren vorbehalten bleibt, ist derzeit unklar. Weitere Informationen dazu: Optimierungen für Haswell: Intel und Codemasters arbeiten für Grid 2 zusammen.
Grid 2: Grafikkarten-Testszene und Ergebnisse
Aussagekräftige Benchmarks bedürfen einer geeigneten Testszene, weshalb wir zunächst ein paar Stunden mit Edelkarossen durch Paris, Barcelona, Dubai, Hong Kong & Co. rasten. Im Anschluss überprüften wir mithilfe der integrierten Benchmarkfunktion und dem Tool Fraps, welche Strecke und welche der verfügbaren Routen die niedrigsten Bildraten aufweist. Am Ende qualifizierte sich Barcelona und hier speziell die erste Route für den Test, sowohl auf Geforce- als auch auf Radeon-Grafikkarten sind hier die niedrigsten Fps zu verzeichnen. Die 20-sekündige PCGH-Testszene wird mithilfe der integrierten Benchmarkfunktion dynamisch abgefahren und sieht wie folgt aus:
Die meisten anderen Strecken, darunter Dubai, Miami, Paris, die Algarve und die Azurküste laufen zwischen 10 und 20 Prozent flüssiger. Eine Grafikkarte, die in Barcelona gute Fps liefert, hat ergo im restlichen Spielverlauf keine Probleme.
Die erweiterte Beleuchtung schmeckt Radeon-GPUs nach wie vor besser als Geforce-Chips. Das führt zum außergewöhnlichen Ergebnis, dass eine Radeon HD 7870 an einer Geforce GTX 670 vorbeizieht – wie einst bei Dirt Showdown, bevor Nvidia mit einigen Treiberkniffen nachhalf. Immerhin gelingt es der Geforce GTX 780, die Radeon HD 7970 GHz Edition beim Einsatz von Multisample-AA auf Distanz zu halten. Einzig die 900-Euro-Karte Geforce GTX Titan kann sich in jeder Disziplin an die Spitze des Testfelds setzen. Und wie sieht's aus, wenn man in Grid 2 auf die verbesserte Beleuchtung verzichtet? Dies dokumentiert der folgende Test:
Die größten Probleme haben GK104-basierte Grafikkarten wie die Geforce GTX 680 und GTX 670, während die GK110-Chips Geforce GTX Titan und GTX 780 einen geringeren Einbruch zu verzeichnen haben. AMDs Radeon HD 7970 stemmt die Zusatzberechnungen wie alle GCN-Chips nahezu im Vorbeigehen. Auch die alte Geforce GTX 580 schlägt sich wacker, was darauf schließen lässt, dass nicht die Architektur, sondern die effektive Compute-Leistung in Grid 2 sowie Dirt Showdown wichtig ist – in dieser Disziplin hat der "Gamer Kepler" GK104 ein Defizit.
Grid 2: Technik-Fazit
Grid 2 kombiniert zeitgemäße Präsentation mit einem moderaten Hardware-Hunger. Wer einen Vierkernprozessor nebst DX11-Grafikkarte besitzt, fährt prinzipiell auf der richtigen Straßenseite. Da sich der volle Geschwindigkeitsrausch jedoch erst bei synchronisierten 60 Fps einstellt, sollten Sie für vollen Spielspaß einen potenten Hauptprozessor nebst High-End-Grafikkarte besitzen. Speziell für Geforce-Besitzer gilt: Wenn es ruckelt, dann deaktivieren Sie die erweiterte Beleuchtung im Grafikmenü. Einen Sammelthread zu Grid 2 gibt es übrigens im Forum, mehr zu Grid 2 auf unserer Themenseite.

Warte wohl einfach auf Projekt Cars.
Werd ich da Spaß mit meiner GTX 770 und meinem i7-870 in Full HD bzw. Downsampling haben?
Mich würde halt interessieren ob jemand etwas bezüglich Performanceverbesserungen während der letzten Nvidia Treiber berichten könnte.
Danke
Eine viel zu schwache "Gaming-GPU! !! (hier GTX260)