DLC-Orgie bei GRID 2: Wenn User ausflippen - Ein Kommentar von Thilo Bayer [Update]
Was ist nur mit Codemasters bzw. dem Publisher von Grid 2 los? Das Hauptspiel ist erst am 31.5. erschienen und mit dem Peak Performance Pack hat man nun schon den fünften DLC rausgestellt. Die User laufen bei Facebook und in Foren Sturm, das scheint aber bei den Verantwortlichen niemanden zu interessieren.
Update: Nach Hinweisen durch PCGHX-Community-Mitglied -Shorty- muss die Anzahl der DLC nach oben korrigiert werden. 8 DLCs für insgesamt 37,92 Euro (das Spiel selbst kostet bei Steam übrigens im Moment 39,99) sind bereits erschienen.
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Codemasters hat mit dem Peak Performance Pack für GRID 2 den mittlerweile fünften (!) DLC seit der Veröffentlichung des Hauptspiels, das am 31.5. aus der Boxengasse fuhr, rausgestellt. Innerhalb von nicht einmal zwei Monaten, wohlgemerkt. Das macht in Summe 24 Euro für fünf DLCs. In den Paketen sind im Wesentlichen "nur" neue Autos. Für alle Spielfaulen gibt es für 4 Euro auch den Car Unlock Pack, der alle verfügbaren Autos für den Onlinemodus freischaltet - quasi ein Cheat Code. Da stellt man sich als Außenstehender und Nicht-Grid-2-Spieler schon die eine oder andere Frage - abseits der naheliegenden Frage, ob im Hauptspiel von Grid 2 überhaupt irgendwelche Autos drin sind, wenn der Entwickler nun Auto-Paket um Auto-Paket nachschiebt.
Entwickler und Publisher ficht das offenbar nicht an. Sie fahren ihren vorgegebenen Kurs weiter und veröffentlichen immer heiter neue DLCs ohne Rücksicht auf Verluste. Dass die User in sozialen Netzwerken und Foren Sturm laufen, stört die Verantwortlichen wohl auch nicht. Auf der Facebook-Seite von Grid 2 häufen sich Kommentare, die gerne auch mal über das Ziel hinausschießen. Die konstruktivsten User fordern zumindest neue Strecken oder einen Patch für das Hauptspiel, das offenbar auch technische Probleme bereitet. Die weniger konstruktiven User schlagen Codemasters vor, doch mit den DLCs da hinzugehen, wo die Sonne nie scheint.
Überhaupt leuchten die Sterne von Grid 2 nicht besonders hell. Während für die Presse zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Spiels noch eine milde 80 Prozent im Schnitt notiert wird, kommen die 339 Userwertungen im Schnitt auf eine weniger gnädige 54 im Moment. Keine Cockpit-Kamera, arcade-mäßige Steuerung und Physik, DLC am ersten Tag des Verkaufs - die vorgetragenen Kritikpunkte an GRID 2 sind mannigfaltig, aber wenig überraschend. Und dabei konnte der Vorgänger Race Driver Grid noch die im Jahre 2010 ausgetragene Leserwahl von PC Games Hardware zum besten Rennspiel überhaupt gewinnen.
Was ist nur los bei Codemasters und seinem Publisher? Wie kann man das Feedback der Fans derart übersehen? Warum streicht man Features des Vorgängers, die von den Fans geliebt wurden? Wie gesagt, als Außenstehender versteht man manchmal die Welt nicht mehr (siehe auch: Wenn Satellite Reign scheitert, muss ich Kickstarter dichtmachen - Ein Kommentar von Thilo Bayer). Angesichts der Entwicklung in der jüngsten Vergangenheit mit den Operation-Flashpoint-Flops und der Fokussierung auf Rennspiele sollten die Verantwortlichen bei Codemasters wirklich einmal gut überlegen, wie sie ihre Kunden wiedergewinnen wollen. So wird das wohl eher nichts.


Jetzt haben sogar schon die Singleplayer DLCs in Steam Archievments... Jetzt will man durch den ach so tollen Steam Level seine Errungeschafts Quote hoch halten, muss dann aber feststellen, dass man alleine durch einen DLC 6 von 70 Archievements bekommen kann (Am Beispiel von MLL). Wobei das jetzt nur auf das Fraction Pack bezogen ist, und durch den Ranger Mode (DLC) kann man 2 weitere Erfolge erhalten. Im Endeffekt kann ich jetzt mit der normalen Version "nur" 62 Erfolge erreichen was einer Quote von 88% entspricht. Das ist doch
Vielen Dank!
Und ja, wenn die Qualität stimmt, bin ich bereit, für einen Titel bis zu 70,- €uro auszugeben. Aber dann verlange ich für 100% Kaufpreiszahlung auch 100% Leistung.
Einerseits schön, wenn Spielpass durch DLCs langfristig erweitert wird...andererseits, wie bereits angedeutet, handeln Unternehmen aber selten zum Wohle des Spielers, sondern rein aus eigenem Antrieb Umsatz/Profit zu generieren.
Da sitzen schlicht und ergreifend Leute in der Runde und "brainstormen", wie man zu (mehr) Geld kommt. Und einem fällt dann ein: "Wenn wir ein Spiel verkaufen, nehmen wir das Geld nur "einmal" ein, wenn wir allerdings stückeln und ein verkauftes Spiel zieht noch weitere Mikrokäufe nach sich...machen wir mehr Geld"
So wirds doch wohl sein. Bis irgendjemand den Bogen überspannt und eine gewisse Masse an Kunden das Ganze nicht so annimmt.
Und wenn jetzt noch mal jemand behauptet, das die armen Spieleentwickler zuwenig Geld bekommen...das liegt weder an den Raubkopierern, noch an mangelnder Bereitschaft Geld für Spiele auszugeben.
m.E. sind die Publisher mit Ihren Verträgen, Umsatzdruck und Profiterwartungen hier gefragt neue Konzepte marktfähig zu machen. Die Vertriebswege digitalisieren sich zunehmens (Musik und Filmindustrie hat ähnliche "Probleme") und die Produktlebensdauer wird mindestens gefühlt immer kürzer. Das Kauf- und Konsumverhalten hat sich in den letzten 5-10 Jahren massiv geändert und tut es noch immer. Ich bin der Meinung das Kunden eher bereit sind gutes Geld für gute Produkte auszugeben, wenn eine gewisse Stabilität und Kontinuität (natürlich auch Qualität) vorliegt.
Wenn ich doch weiss, das ich ein Vollpreis Triple-A Titel schon sehr kurz nach Release deutlich günstiger in der Bucht als Key oder bei Steam und Co. im Summer Sale bekomme, kaufe ich doch keinen Vollpreis mehr ! Ähnlich bzgl. DLC...viele Käufer haben nicht das Gefühl, das ein Spiel mit lauter DLCs seinen Basispreis wert ist. Meine Meinung
Aber ich komme vom Thema ab.
Persönliche Meinung: DLCs sind eine nette Sache (wenn sie richtig eingesetzt werden) viele gute spiele würden von etwas mehr Content im nachhinein auch sicher profitieren, wenn man aber ein Spiel entwickelt und im nachhinein Dinge herausschneidet um sie später als DLC zu verkaufen, dann sieht das für mich nach Geldgier aus. DLCs sollten Storyunabhängig sein und zu jedem Zeitpunkt des Spieles zugänglich sein. Arcadespiele, Rennspiele oder große Multiplayer Titel können DLCs ganz gut unterbringen aber dann 15€ für 4 Karten und ne Hand voll Waffen zu verlangen finde ich doch sehr unfair. Etwas mehr Content für das Geld sollte schon machbar sein.
Was Grid 2 angeht, 6 Autos für 3,99€ mh naja .... packt noch ne Rennstrecke mit mehreren routen rein und ich bin zufrieden.