Alles drin, alles dran

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Von AOpen erreichte uns die neue VideoStation: eine TV-/Video-Karte auf MX-400-Grundlage. Brauchen Sie eine neue Grafikkarte? Und eine TV-Karte? Und viel kosten soll das Ganze auch nicht?

TV-Box: Dank des Philips-TV-Tuners können Sie mit der VideoStation den PC problemlos zum Fernseher umfunktionieren. TV-Box: Dank des Philips-TV-Tuners können Sie mit der VideoStation den PC problemlos zum Fernseher umfunktionieren. Dann kommen Sie an der neuen AOpen VideoStation MX-400-A nicht vorbei! Multimedia-Karten erobern den Markt seit einiger Zeit, jetzt gibt es eine solche Karte auch auf Basis von Nvidias GeForce2-MX-400-Chip.
In den letzten Ausgaben haben wir bereits aktuelle MX-400-Karten ausführlich getestet - die AOpen-Karte bietet hinsichtlich der Grundausstattung, sprich Speicher und Prozessor, keine Überraschungen. Der Grafikchip läuft mit dem Standard-Takt einer MX-400 von 200 MHz, die 32 MB Speicher mit 166 MHz. Der Speicher mit einer Zugriffszeit von 5,5 ns bietet einiges an Overclocking-Potenzial: Sie sollten ihn ohne Probleme bis gut 210 MHz hochschrauben können. Allerdings wird die Karte bereits im Standard-Betrieb (Windows, Anwendungen) sehr warm. Der Chip wird von einem großen Kühlkörper gekühlt, ein Lüfter fehlt leider - immerhin kam Wärmeleitpaste und nicht ein minderwertiges Pad zum Einsatz! Da der Kühlkörper nur durch zwei Plastik-Pins mit der GPU beziehungsweise der Karte verbunden ist, kann man ihn völlig gewaltfrei abnehmen und durch eine Kühler-Lüfter-Kombi ersetzen. Oder zumindest einen Blick auf die Wärmeleitpaste werfen: In unserem Fall war sie leider schon etwas vertrocknet.
Die Karte versteht sich jedoch in erster Linie als Multimedia-Platine und in diesem Bereich macht sie ihre Sache gut: Zahlreiche Anschlüsse und ein großes Software-Paket laden zum Ausprobieren ein. Der analoge TV-Tuner von Philips kann an Antenne und Kabel angeschlossen werden und liefert in Zusammenarbeit mit der Karte ein hervorragendes Bild. Die Kanalsuche erwies sich teilweise als recht mühselig, da der PC die Suche zweimal mit einem Komplettabsturz quittierte. Danach lief jedoch alles einwandfrei. Die Aufnahme von Video machte keinerlei Probleme, AOpen bietet auch TimeShifting-Unterstützung (eine zeitversetzte Aufnahme) an. Über die mitgelieferte Kabelpeitsche können Sie TV und/oder Videorekorder zur Ausgabe/Aufnahme an den Rechner anschließen.
Nicht gegeizt hat AOpen bei der Software und liefert ein Bundle mit, das sehr gut auf die Fähigkeiten der Karte abgestimmt ist. Neben WinDVR2000, dem digitalen Videorekorder mit MPEG-2-Support, gibt es WinDVD, den bekannten Software-DVD-Player. Wer aufgenommene Videos bearbeiten möchte, findet in Uleads VideoStudio SE 4.0 den richtigen Partner.
Wer eine Multimedia-Karte mit aktuellem Chip sucht und kein Vermögen für Karte und Software ausgeben möchte, ist mit der AOpen-Karte hervorragend bedient, die sich zudem problemlos ins System einbinden lässt. Als Aufrüstung für Spieler und Performance-Hungrige ist sie jedoch nicht erste Wahl.

Bildergalerie: Grafikkarten
Bild 1-3
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