Geschichte der Grafikchips: Nackte Tatsachen von Ati/AMD
Seit über zehn Jahren beschäftigt sich PC Games Hardware nun mit Grafikkarten und hat im Laufe dieser Zeit über 100 Fotos von Grafikchips angefertigt. Die wichtigsten Grafikchips von Ati-Grafikkarten zeigen wir Ihnen im Folgenden, außerdem erklären wir kurz die Geschichte der Grafikchip-Verpackungen.
In den Anfangsjahren der 3D-Grafik - für Endverbraucher also Mitte der 1990er mit der Voodoo Graphics - waren die Chips noch relativ einfach. Das spiegelt sich auch im sogenannten Packaging wider, also der Auf- und Unterbringung der Silizium-Ecken auf den Grafikkarten.
PQFP-Verpackungen
Die eigentlichen Grafikchips waren sicher verpackt in Kunststoffgehäusen, dem sogenannten PQFP (Plastic Quad Flat Package), und wurden mit an der Seite herausragenden Beinchen mit der Leiterplatine verbunden. Diese Form wurde mit komplexeren und vor allem heißeren Chips wie der Riva 128, TNT, Voodoo Banshee oder Ati Rage128-Reihe, welche auch die 2D-Ein- und Ausgabe integrierten, aber untauglich und durch sogenannte PGA-Gehäuse abgelöst.
Nachfolger PGA
PGA steht für Pin Grid Array und bezeichnet die Anbringung der Kontakte in Form von kleinen Beinchen an der Unterseite des Chips, wie es bei Hauptprozessoren schon seit Längerem üblich war. Dadurch konnten pro Quadratmillimeter wesentlich mehr Kontakte untergebracht werden, was auch eine höhere Leistungsaufnahme zuließ. Dies nutzten die Grafikprozessorhersteller auch weidlich aus und bald erforderten Hitzköpfe wie die TNT2 Pro & Ultra sowie Geforce-Prozessoren eigene Belüftung, um die Wärme wieder loszuwerden. Der nächste Schritt war die Integration kleiner Metallplättchen in die Oberseite des Packages, um den Wärmeübergang zu den inzwischen zur Regel gewordenen Kühlkörpern zu verbessern.
FCPGA inside
Den nächsten Schritt, nämlich das Flip-Chip-Pin-Grid-Array leitete Ati mit der Radeon 9700 Pro ein. Dort war der nackte Chip auf dem Substrat aufgebracht und konnte so die Abwärme direkt an den Kühlkörper weiterleiten. Damit die Risiken durch mechanische Schäden nicht zu groß gerieten, entschied man sich, einen Metallrand zur Stabilisierung des Kühlers außen auf das Substrat aufzukleben. Spätere GPUs verzichteten darauf, sporadisch tauchte der Stabilisator aber immer mal wieder auf - beim R600 beispielsweise. Bei der Radeon-HD-3000-Serie finden sich diese Stabilisatoren aber nicht mehr wieder, erst Modelle wie die Radeon HD 4800 tragen einen Rand. Auch die die Cypress-Chips einer Radeon HD 5850 über HD 5870 bis HD 5970 sind geschützt.
Heatspreader bei Grafikkarten
Nvidia arbeitete beim Geforce FX mit einem Heatspreader, einer Metallplatte, die direkt auf der GPU angebracht war, um sowohl die mechanische Stabilität zu verbessern als auch den Wärmeübergang sicherzustellen. Später brachte man auch offene FCPGA-Packages (NV36, NV40-G70), kehrte mit dem G80 und GT200 aber wieder zu den gut geschützten High-End-GPUs mit Heatspreader zurück. Midrange-GPUs müssen bis heute ohne diesen Schutz auskommen - Nvidias kommender GF104 könnte hier die erste Ausnahme bilden.
Viel Spaß mit den ausgewählten Grafikchips von Ati in unserer Galerie. Sollten Sie Bilder vermissen, nutzen Sie die Kommentarfunktion. Beachten Sie auch Teil 1 der Geschichte der Grafikchips: Packaging und Chipshot-Galerie mit Bildern von 3dfx- und Nvidia-Grafikchips. Als Ati-Fan sollten Sie auf keinen Fall den Artikel Die 25 wichtigsten Ati-Grafikkarten verpassen.
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Nein spass bei Seite, kann man da bitte noch bei Bild 9 die Bild Unterschrift reinmachen?
Gruß MaJu
Während die "neueren" noch im Betrieb kaputt gehen.
Naja...die Chips sind an sich nicht viel größer geworden, die Leistung wurde jedoch x-fach gesteigert.
Hab noch einige Karten von früher, sind quasi unzerstörbar die mit den schwarzen Gpu Kernen, die auch passiv laufen. Ich finde die neuen Designs seid der R300 beschissen, da gehen die Kerne quasi von alleine kaputt.
Das kann ich leider überhaupt nicht bestätigen. Die Chips von Ati sind bisher , egal wie alt sie sind, immernoch sehr funktionsfähig. Egal ob die Karten der R300 Serie, wie auch bei den älteren und neueren Chips, ich hab nur sehr wenige defekte Ati-Karten, glaube 2 sind es von über 20 Graka´s. Bisher hab ich vermehrt Nvidia Karten seit der Geforce 4 reihe in den Pfoten welche entweder defekt waren oder sich nach einer gewissen Zeit sich einfach nicht mehr mit dem Mainboard vertragen haben.
Und die Rage Fury Max ist eine Kombo aus zwei Rage 128 (Pro) Chips, die erste Multi-GPU Grafikkarte meines Wissens nach. Da erledigt sich das Bild des Chips von selbst.