Strom sparen bei Gaming-PCs: Warum jeder ein Framelimit braucht
Mit jeder Grafikkarten-Generation wird das Nonplusultra an Stromverbrauch noch mal etwas höher gesetzt. Ja, wir wollen alle zocken, aber auch gleichzeitig den Planeten retten - oder auch einfach nur etwas Stromkosten sparen, die Bude nicht noch zusätzlich heizen oder den lauten Lüfterlärm etwas reduzieren. Mit wenigen Klicks bekommen wir deutlich weniger Verbrauch und Lärm bei minimalen Leistungseinbußen, die wir nicht spüren werden. Ein einfaches Tuning, was wirklich jeder mit seinem Gaming-Rechner vornehmen kann, erklären wir in diesem Artikel.
In diesem Artikel
Strom zu sparen am Gaming-PC geht mit wenigen Handgriffen ganz einfach, ohne Neuanschaffung von besonders effizienter Hardware oder aufwendigem Airflow-Tuning. Die Grafikkarte ist der größte Heizklotz in einem Gaming-Rechner, daher zähmen wir sie etwas, was sich aber auch lohnt. Sie muss nicht immer mit hundertprozentiger Auslastung laufen. Denn gerade die letzten wenigen Prozente kosten deutlich mehr Strom. Beschneiden wir sie also um beispielsweise zehn Prozent, sparen wir ganze dreißig Prozent an Leistungsaufnahme ein. Also ein Kompromiss, der sich durchaus lohnen kann.
Quelle: PC Games Hardware
Mit einem Framelimit glätten wir die Frametimes und bekommen eine geschmeidige, weil gleichmäßige Framerate.
Quelle: Nvidia
Gerade die letzten oberen Prozente an GPU-Leistung kosten besonders viel Strom.
Das nehmen wir mit einem einfachen Framelimit vor, welches aus mehreren Gründen sinnvoll ist. Nicht nur, weil die Grafikkarte dann effizienter läuft, sondern auch, weil eine gleichmäßige Framerate ein etwas geschmeidigeres Gameplay liefert. Die Jagd nach maximalen Fps ist nicht immer sinnvoll. Wenn man beispielsweise jenseits der 100 Fps zockt, wer merkt da bitte schon 10 Fps weniger? Vielmehr können da schwankende Fps mehr stören als diese minimale Beschneidung.
Wofür braucht ein Gaming-PC ein Framelimit?
Wer sich außerdem schon mit Adaptive Sync, also Freesync oder G-Sync beschäftigt hat, weiß, dass auch dafür ein Framelimit nötig sein kann. Denn wenn die Framerate die maximale Hertz-Grenze des Bildschirms übersteigt, ist Free oder G-Sync schlicht nicht mehr aktiv. Deswegen ist es grundsätzlich richtig, zur dynamischen Bildwiederholrate zusätzlich Vsync zu aktivieren. Ja, ihr habt richtig gehört. Der Tipp sorgt oft für Verwirrung, hier kommt immer die Frage: Wozu brauche ich Vsync, wenn ich doch G-Sync habe? Einfach deswegen, weil es so gedacht ist, beides aktiv zu haben: Keine Angst, wenn das der Fall ist, ist nicht Vsync aktiv, sondern schon die dynamische Bildwiederholrate. Ohne Vsync kann es in der Praxis gelegentlich passieren, dass trotz aktivem G- oder Freesync eben noch Bildrisse auftreten - deswegen: grundsätzlich Vsync zusätzlich anschalten. Egal, ob im Treiber oder im Spielmenü.
Warum aber jetzt dieses Abschweifen zu V-, G- und Freesync? Kratzt ein Spiel mit den Fps an der oberen Hz-Grenze, also etwa mit 144 Fps bei 144 Hz, ist leider Vsync aktiv und nicht mehr Free- oder G-Sync. Daher tritt hier auch der Vsync-Nachteil eines höheren Input Lags auf. Das ist bei 144 Fps zwar nicht mehr allzu wild, aber auch ganz einfach vermeidbar. Um das zu verhindern, ist ein systemweites Framelimit auf zwei Fps unterhalb dieser Grenze empfehlenswert, also bei 144 Hz eben 142 Fps. Dieses Vorgehen haben die Kollegen von Blurbusters nach umfangreichen Messungen und Recherchen schon vor einigen Jahren empfohlen. Auf der Webseite von Blurbusters gibt es den ausführlichen Bericht zum Nachlesen.

kurze Frage zu diesen Video.
Ich habe ein AW3427DWF Monitor (mit 165 Hz unter DP 1.4)!
Es wird geraten bei jeden Spiel VSync + G-Sync an zu haben! Bei den Spiel: "Hitman 3 "funktioniert das aber nicht!
Dort ist VSync voreingestellt auf: Ein gestellt und eben DLSS auf: Aus! Also geht der Tipp das man beides auf ein stellt schon mal nicht!
Zumindestens bei mir oder mache ich irgendwas falsch???
Das komisch ist wenn ich bei den Reiter DLSS-Frame-Erzeuger auf Ein stelle wird das VSync ausgegraut und automatisch auf Aus getsellt aber die Adaptive Supersampling-Technik bleibt auf DLSS und wird nicht ausgegraut oder geht auf: Aus. Ist denn dann DLSS trotzdem noch aktiv (auch dann wenn ich die DLSS-Frame-Erzeugung auf Aus stelle)?
Danke für eure Hilfe und entschuldigt bitte, die späte Nachfrage! Nicht auf die Uhrzeit bezogen (sondern eher aufs Jahr!)
Man stelle im RTSS ein 6-fps Limit mit Hotkey o.ä. ein, so dass man i.d.R. in den niedrigsten Powerstate kommt für kurze afk-Sessions oder auch Matchmaking-Time! Strom sparen müsste mal bei der Softwareentwicklung besser beachtet werden. Da gehen für eine Stunde Spiel ich sag mal bis zu 5 Minuten Matchmakinggewartezeit bei aktiviertem Blingbling und maximaler Grakkaauslastung drauf. Oder in Spielen, wo man z.B. Texte in statischer Szene liest, aber die Hardware wird voll ausgelastet.
Damit müssten sich Hardware- und Spieleredakteure mal auseinandersetzen, dass sich da mal mehr Bewusstsein entwickelt!
Und btw. noch meine Faustregel mit der ich gute Erfahrungen bzgl. Tearing, Inputlag und Smoothness hatte:
Ohne Free/G-Sync: Cap bei ungefähr 5% mehr fps als Bildwiderholfrequenz oder einem ganzzahligen Teiler davon (63 bei 60Hz, 76 oder 152 bei 144Hz), VSync aus, wenn man n 144Hz Display hat.
Mit Free/G-Sync: fps Cap einen Frame unter Bildwiederholfrequenz, also 59 bei 60Hz, 74 bei 75Hz und 143 bei 144Hz. Vsync braucht man auch hier nicht.