Thermal Grizzly WireView Pro: Energieverbrauch und Temperaturen von 12VHPWR-Grafikkarten auf einen Blick
Mit dem neuen WireView Pro bietet der auf Kühlerzubehör spezialisierte Hersteller Thermal Grizzly eine neue Möglichkeit zur Leistungsüberwachung von Grafikkarten an.
Auf der Comuptex 2024 hatte Thermal Grizzly den WireView Pro GPU erstmals vorgestellt, jetzt ist das Gerät offiziell erschienen. Seit dem Chaos rund um verschmorte Stromanschlüsse mit dem 12VHPWR-Stecker und der Geforce RTX 4090 ist die Nachfrage nach Alternativen und schützenden Optionen gestiegen. Thermal Grizzly selbst hatte zu diesem Zweck den WireView GPU entwickelt und auf den Markt gebracht.
Dieser soll das Kabelmanagement erleichtern und die Leistungsaufnahmen der Grafikkarte überwachen. Das neue Pro-Modell überwacht jetzt zusätzlich die Temperatur und gibt ab einem gewissen Schwellenwert einen lauten Alarmton von sich, um vor drohenden Schäden an der Hardware zu warnen. Dieser soll auch durch das Gehäuse und mit einem Headset vernehmbar sein.
Die neue Variante verfügt zudem über eine Steckerkennung, die erkennt, ob ein auf 150, 300, 450 oder 600 Watt spezifiziertes Anschlusskabel verwendet wird. Wenn ein falsches Kabel verwendet wird oder das Kabel nicht richtig eingesteckt ist, gibt der WireView Pro GPU laut Hersteller ebenfalls einen Warnton ab. Die gemessenen Leistungs- und Temperaturdaten sollen auf einem eingebauten OLED-Display angezeigt werden.
Per Knopfdruck könne dabei zwischen verschiedenen Werten wie der aktuellen Leistungsaufnahme, der aktuellen Spannung, dem durchschnittlichen Stromverbrauch und der gemessenen Temperaturen an den einzelnen Sensoren gewechselt werden. Der Thermal Grizzly WireView Pro GPU ist zum Start mit einer UVP in Höhe von 69,90 Euro ausgezeichnet und wird in zwei Ausrichtungen (Normal und Reversed) angeboten.
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Quelle: Thermal Grizzly

Meiner Erfahrung nach entscheidet man sich eher gegen solche Präzisionsansprüche. Ich hatte für den neuen Mainboard-Testparcours ein Netzteil mit interner Auswertung statt den bislang verwendeten externen Geräten in Betracht gezogen (=> einfaches Logging). Aber das zeigte mir 35 W Leistungsaufnahme bei real 23 W an, 72 W bei 63 W, 75 W bei 69 W, 171 W bei 167 W und 317 W bei 340 W. (Interne Abgabe: 23 W, 59 W, 63 W, 165 W, 304 W)
Stromstärken sahen ähnlich aus – bei mittlerer Last brauchbar <±5 Prozent Abweichung aber im Leerlauf 80 Prozent über Soll.
Die ausgegebene Auflösung sind absolut gesehen 1W, 0,1V und 0,1A, die zeitliche Auflösung/Samplingrate ist einstellbar bei 29 Mikrosekunden, 1 oder 200 Millisekunden.
Die Genauigkeit steht nirgends aber der verwendete Shunt zur Messung hat im Datenblatt 1% Messunsicherheit + 50ppm/K Temperaturkoeffizient stehen, sprich auch im worst case sollte das Ding genauer als 1,5% Abweichung sein oder anders gesagt in einem Bereich der ausreichend sein sollte (ob eine Grafikkarte jetzt 350 oder 355W zieht dürfte ziemlich egal sein).
(jeweils von allen anfallenden Werten)
Bei einer Messung von +/- 20% kann ich auch gleich schätzen und bekomme das gleiche bei raus....
Technisch dürfte aber wohl eher Elmor in dem Produkt stecken, denn die bieten entsprechende Messtechnik schon länger an – da bleibt außer dem Formfaktor nicht mehr viel, was Roman im Rahmen Kooperation hätte beisteuern müssen. Sportlich aber die Ankündigung, dass bis zu 100 °C Platinentemperatur bei Einsatz auf wassergekühlten Grafikkarten erreicht werden. Warum führt man das Gehäuse da nicht direkt als gerippten Alukühler aus? Kostet zwar wieder etwas mehr in der Fertigung, aber so ein Produkt wird doch vermutlich ohnehin in Kleinserie hergestellt und relativ zu dem für Entwicklung und Validierung ohnehin zu zahlenden Preis wären das letzte Schrittchen auch noch drin gewesen.
Manche sagen auch zu Asus "Eisis" oder "Asüss" oder auch "Eisas" um ein anderes Beispiel zu bringen. Fortgeschrittener wird das Thema dann bei mancher Whiskybrennerei. Bruchladdie, Adnamürken, Tullibadin, Roilochnagar, anyone?
Was das Produkt angeht: Ja, coole Spielerei für Nerds. Klar braucht man sowas nicht aber hier gehts ja nicht um brauchen sondern wollen.
Technisch sehr ich nur das Manko dass das Ding im Dauerbetrieb sehr warm zu werden scheint, sprich Luftzug stark empfohlen.