Thermal Grizzly WireView Pro: Energieverbrauch und Temperaturen von 12VHPWR-Grafikkarten auf einen Blick

10
News Jonas Herrmann Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Thermal Grizzly WireView Pro: Energieverbrauch und Temperaturen von 12VHPWR-Grafikkarten auf einen Blick
Quelle: Thermal Grizzly

Mit dem neuen WireView Pro bietet der auf Kühlerzubehör spezialisierte Hersteller Thermal Grizzly eine neue Möglichkeit zur Leistungsüberwachung von Grafikkarten an.

Auf der Comuptex 2024 hatte Thermal Grizzly den WireView Pro GPU erstmals vorgestellt, jetzt ist das Gerät offiziell erschienen. Seit dem Chaos rund um verschmorte Stromanschlüsse mit dem 12VHPWR-Stecker und der Geforce RTX 4090 ist die Nachfrage nach Alternativen und schützenden Optionen gestiegen. Thermal Grizzly selbst hatte zu diesem Zweck den WireView GPU entwickelt und auf den Markt gebracht.

Dieser soll das Kabelmanagement erleichtern und die Leistungsaufnahmen der Grafikkarte überwachen. Das neue Pro-Modell überwacht jetzt zusätzlich die Temperatur und gibt ab einem gewissen Schwellenwert einen lauten Alarmton von sich, um vor drohenden Schäden an der Hardware zu warnen. Dieser soll auch durch das Gehäuse und mit einem Headset vernehmbar sein.

Die neue Variante verfügt zudem über eine Steckerkennung, die erkennt, ob ein auf 150, 300, 450 oder 600 Watt spezifiziertes Anschlusskabel verwendet wird. Wenn ein falsches Kabel verwendet wird oder das Kabel nicht richtig eingesteckt ist, gibt der WireView Pro GPU laut Hersteller ebenfalls einen Warnton ab. Die gemessenen Leistungs- und Temperaturdaten sollen auf einem eingebauten OLED-Display angezeigt werden.

Per Knopfdruck könne dabei zwischen verschiedenen Werten wie der aktuellen Leistungsaufnahme, der aktuellen Spannung, dem durchschnittlichen Stromverbrauch und der gemessenen Temperaturen an den einzelnen Sensoren gewechselt werden. Der Thermal Grizzly WireView Pro GPU ist zum Start mit einer UVP in Höhe von 69,90 Euro ausgezeichnet und wird in zwei Ausrichtungen (Normal und Reversed) angeboten.

Ihre Meinung ist gefragt!

Was sagen Sie zum Wire View Pro? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

Quelle: Thermal Grizzly

10
    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Bei hohen Lasten sind solche Messsysteme in der Regel brauchbar, wenn ich nach unseren Erfahrungen eine 1-Punkt-Kalibrierung empfehlen würde. (sofern die hier nicht ab Werk vorgenommen wird.) Problematisch wird es oft bei geringer Last. OC- und Mittelklasse mit eingeschlossen hat man bei Grafikkarten eine Spanne von 600 W bis 12 W und um letzteren Wert auf ein Watt genau anzugeben, sollte man maximal ±0,6 W daneben liegen. Die Messauflösung beträgt also 1/1.000tel des maximal auszuhaltenden Wertes und der Eigenverbrauch einer Shunt-Schaltung steigt linear mit dem Spannungsabfall über den Widerstand. Will man den Eigenverbrauch zum Beispiel auf 1/100tel des zu messenden Stroms begrenzen, dann muss für 1/1.000tel Präzision den Spannungsabfall am Shunt auf 1/100.000tel der Absolutspannung genau messen. Also 0,12 mV in diesem Fall. Mit 0,5 Prozent Eigenverbrauch entsprechend 0,06 mV; umgekehrt müsste man mit den bestenfalls 1 mV Präzision einfacher Multimeter schon 60 W unter Volllast in Kauf nehmen.

        Meiner Erfahrung nach entscheidet man sich eher gegen solche Präzisionsansprüche. Ich hatte für den neuen Mainboard-Testparcours ein Netzteil mit interner Auswertung statt den bislang verwendeten externen Geräten in Betracht gezogen (=> einfaches Logging). Aber das zeigte mir 35 W Leistungsaufnahme bei real 23 W an, 72 W bei 63 W, 75 W bei 69 W, 171 W bei 167 W und 317 W bei 340 W. (Interne Abgabe: 23 W, 59 W, 63 W, 165 W, 304 W)
        Stromstärken sahen ähnlich aus – bei mittlerer Last brauchbar <±5 Prozent Abweichung aber im Leerlauf 80 Prozent über Soll.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Bei hohen Lasten sind solche Messsysteme in der Regel brauchbar, wenn ich nach unseren Erfahrungen eine 1-Punkt-Kalibrierung empfehlen würde. (sofern die hier nicht ab Werk vorgenommen wird.) Problematisch wird es oft bei geringer Last. OC- und Mittelklasse mit eingeschlossen hat man bei Grafikkarten eine Spanne von 600 W bis 12 W und um letzteren Wert auf ein Watt genau anzugeben, sollte man maximal ±0,6 W daneben liegen. Die Messauflösung beträgt also 1/1.000tel des maximal auszuhaltenden Wertes und der Eigenverbrauch einer Shunt-Schaltung steigt linear mit dem Spannungsabfall über den Widerstand. Will man den Eigenverbrauch zum Beispiel auf 1/100tel des zu messenden Stroms begrenzen, dann muss für 1/1.000tel Präzision den Spannungsabfall am Shunt auf 1/100.000tel der Absolutspannung genau messen. Also 0,12 mV in diesem Fall. Mit 0,5 Prozent Eigenverbrauch entsprechend 0,06 mV; umgekehrt müsste man mit den bestenfalls 1 mV Präzision einfacher Multimeter schon 60 W unter Volllast in Kauf nehmen.

        Meiner Erfahrung nach entscheidet man sich eher gegen solche Präzisionsansprüche. Ich hatte für den neuen Mainboard-Testparcours ein Netzteil mit interner Auswertung statt den bislang verwendeten externen Geräten in Betracht gezogen (=> einfaches Logging). Aber das zeigte mir 35 W Leistungsaufnahme bei real 23 W an, 72 W bei 63 W, 75 W bei 69 W, 171 W bei 167 W und 317 W bei 340 W. (Interne Abgabe: 23 W, 59 W, 63 W, 165 W, 304 W)
        Stromstärken sahen ähnlich aus – bei mittlerer Last brauchbar <±5 Prozent Abweichung aber im Leerlauf 80 Prozent über Soll.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von DOcean
        der Messtechniker in mir fragt sich dann immer, wie genau ist denn die Messung? Und wie hoch ist die Auflösung?
        Auflösung und Genauigkeit sind wie du sicher weißt zwei verschiedene Dinge. ThermalGrizzly gibt leider keine Detaildaten für letzteres an.
        Die ausgegebene Auflösung sind absolut gesehen 1W, 0,1V und 0,1A, die zeitliche Auflösung/Samplingrate ist einstellbar bei 29 Mikrosekunden, 1 oder 200 Millisekunden.

        Die Genauigkeit steht nirgends aber der verwendete Shunt zur Messung hat im Datenblatt 1% Messunsicherheit + 50ppm/K Temperaturkoeffizient stehen, sprich auch im worst case sollte das Ding genauer als 1,5% Abweichung sein oder anders gesagt in einem Bereich der ausreichend sein sollte (ob eine Grafikkarte jetzt 350 oder 355W zieht dürfte ziemlich egal sein).
      • Von DOcean BIOS-Overclocker(in)
        der Messtechniker in mir fragt sich dann immer, wie genau ist denn die Messung? Und wie hoch ist die Auflösung?
        (jeweils von allen anfallenden Werten)

        Bei einer Messung von +/- 20% kann ich auch gleich schätzen und bekomme das gleiche bei raus....
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        "Bauer" gibt es halt viele, aber nur derachtauer pflügt mit einem GT den Acker.

        Technisch dürfte aber wohl eher Elmor in dem Produkt stecken, denn die bieten entsprechende Messtechnik schon länger an – da bleibt außer dem Formfaktor nicht mehr viel, was Roman im Rahmen Kooperation hätte beisteuern müssen. Sportlich aber die Ankündigung, dass bis zu 100 °C Platinentemperatur bei Einsatz auf wassergekühlten Grafikkarten erreicht werden. Warum führt man das Gehäuse da nicht direkt als gerippten Alukühler aus? Kostet zwar wieder etwas mehr in der Fertigung, aber so ein Produkt wird doch vermutlich ohnehin in Kleinserie hergestellt und relativ zu dem für Entwicklung und Validierung ohnehin zu zahlenden Preis wären das letzte Schrittchen auch noch drin gewesen.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von JoM79
        Du weisst das der 8auer für der Bauer steht?
        Die Aussprache "Achtauer" ist gar nicht so unüblich wie man meinen könnte. Es gibt da so Begriffe wo seltsame Aussprachen sich verfestigt haben.
        Manche sagen auch zu Asus "Eisis" oder "Asüss" oder auch "Eisas" um ein anderes Beispiel zu bringen. Fortgeschrittener wird das Thema dann bei mancher Whiskybrennerei. Bruchladdie, Adnamürken, Tullibadin, Roilochnagar, anyone?

        Was das Produkt angeht: Ja, coole Spielerei für Nerds. Klar braucht man sowas nicht aber hier gehts ja nicht um brauchen sondern wollen.
        Technisch sehr ich nur das Manko dass das Ding im Dauerbetrieb sehr warm zu werden scheint, sprich Luftzug stark empfohlen.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk