Ampere und RDNA2: Mehr als 40 % der Nutzer warten auf bessere Preise
Die ewige Preisdebatte bei Grafikkarten, Spielkonsolen und neuerdings auch DDR5-Arbeitsspeicher hat uns das ganze Jahr 2021 begleitet und wird uns vermutlich noch länger begleiten. Doch wie viel Spieler sind tatsächlich bereit, Unsummen für neue Hardware zu investieren und wie viel sitzen die Krise lieber aus? Lesen Sie im Folgenden von einer Umfrage zu ebenjenem Thema.
Viele Nutzer sehen Grafikkartentests und Vergleiche aktuell im Kontext der Chipknappheit und astronomischer Preise eher kritisch. Bei einigen hat sich Pragmatismus breitgemacht, sie nutzen weiterhin ihre alten Karten, andere haben aktuelle RDNA- bzw. Ampere-Karten gekauft und wiederum andere wollen auf einen Preissturz oder Nvidias Lovelace bzw. AMDs RDNA2 warten. Konkret in Zahlen gefasst wurde das allerdings bisher eher selten.
Grafikkarten 2021 im Video-Rückblick: Horrorpreise, wichtige GPUs und Intel
Bereits im Oktober wurde daher unter knapp 2.000 Teilnehmern im 3D-Center eine Umfrage zum Kaufverhalten bei aktuellen Grafikkarten durchgeführt. Unter dem plakativen Titel "Wird die Anschaffung einer Ampere- oder RDNA2-Karte aus Preisgründen zurückgehalten?" hatten die Teilnehmer mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Lediglich 21 % hatten bisher die Möglichkeit eine Ampere- oder RDNA2-Karte zu kaufen bzw. haben sich für eine solche entschieden. Hierbei wäre es zusätzlich sicherlich interessant gewesen, zu wissen, ob die Teilnehmer die Karten annähernd um UVP erwerben konnten oder massive Preisaufschläge bezahlt haben.
Quelle: 3D Center
Umfrage zur Anschaffung von RDNA2- und Ampere-Grafikkarten
Ebenso viele Nutzer haben bezüglich der aktuellen Generationen resigniert aufgegeben und ausgewählt, zu lange gewartet zu haben. Sie möchten an stattdessen kommende Lovelace- oder RNDA3-Karten erwerben. Knapp 17 % der Befragten haben die Chipkrise mit den "alten" Grafikkarten durchspielt und angegeben, mit diesen nach wie vor zurechtzukommen. Die Mehrheit der Befragten mit 23 % hat allerdings angegeben, einfach nur auf erträgliche Preise zu warten, unabhängig davon, ob die Grafikkarte von AMD, Nvidia oder zukünftig Intel stammen sollte. Etwas mehr als 7 % der Teilnehmer warten explizit auf Nvidia-Karten zu besseren Preisen, während ca. 11 % der Befragten am liebsten eine RDNA2-Karte zu fairen Konditionen kaufen möchten.
Anhand dieser Zahlen kann zwar nur gemutmaßt werden, doch die bereits jetzt große Gruppe der "Aussetzer" wird vermutlich weiter ansteigen, da die neuen Generationen bereits im Herbst 2022 erscheinen sollen und von einem eklatanten Preissturz weit und breit nichts zu sehen ist.
Quelle: 3D-Center

Im Frühjahr habe ich eine unbenutzte Series X über eBay Kleinanzeigen für 20 € über UVP bekommen (war kein Scalper, der hatte wegen Doppelbestellung eine zu viel und wollte vom Zwanni seiner Tochter was gönnen).
Finde ich noch völlig im Rahmen und ich bin froh, überhaupt eine bekommen zu haben.
Game Pass hatte ich eh schon für 3 Jahre (67 € Gesamtkosten dank mydealz) und ich habe einfach nur Spaß mit der Konsole. 2 TB SSD habe ich extern dran (war vorher in meiner One X) und somit auch genügend Platz.
Mein PC bleibt so wie er ist mit Quadcore und GTX 1080. Auf der Series X spielt es sich einfach besser und günstiger.
Um das auf dem PC zu erreichen, müsste ich nur für die Grafikkarte doppelt so viel ausgeben wie für eine ganze Konsole inkl. Controller - nö danke.
Ich fand es damals schon viel, 435 € für die GTX 1080 gezahlt zu haben und das auch nur, weil sie da gerade besonders "günstig" war.
Was heute für Preise aufgerufen werden, ist einfach nur krank - oder anders ausgedrückt: Das ist es mir nicht wert.
Wer einfach nur zocken will und nicht für jedes Game Maus und Tastatur benötigt, kann in dieser speziellen Zeit mit besten Gewissen zu der Xbox Series X greifen.
Sollte sich die Lage Ende 2022 wieder normalisieren und man seine PC Hardware zu Guten Preisen bekommen, kann man die Xbox wieder verkaufen (300-400€). Wer lediglich in 1080p spielt könnte sogar über eine Series S für 230-260€ nachdenken.
Im Frühjahr habe ich eine unbenutzte Series X über eBay Kleinanzeigen für 20 € über UVP bekommen (war kein Scalper, der hatte wegen Doppelbestellung eine zu viel und wollte vom Zwanni seiner Tochter was gönnen).
Finde ich noch völlig im Rahmen und ich bin froh, überhaupt eine bekommen zu haben.
Game Pass hatte ich eh schon für 3 Jahre (67 € Gesamtkosten dank mydealz) und ich habe einfach nur Spaß mit der Konsole. 2 TB SSD habe ich extern dran (war vorher in meiner One X) und somit auch genügend Platz.
Mein PC bleibt so wie er ist mit Quadcore und GTX 1080. Auf der Series X spielt es sich einfach besser und günstiger.
Um das auf dem PC zu erreichen, müsste ich nur für die Grafikkarte doppelt so viel ausgeben wie für eine ganze Konsole inkl. Controller - nö danke.
Ich fand es damals schon viel, 435 € für die GTX 1080 gezahlt zu haben und das auch nur, weil sie da gerade besonders "günstig" war.
Was heute für Preise aufgerufen werden, ist einfach nur krank - oder anders ausgedrückt: Das ist es mir nicht wert.
Nur als Szenario: wenn China sich auch de facto Taiwan einverleiben will, tun sie das und wir können nur hoffen, wenn dabei die Chip-Fabriken nicht drauf gehen. Denn wesentliche und systemkritische Bestandteile unseres gesamten westlichen Wirtschafts- und Wohlstandsssystems kommen exklusiv von dort. Daran auch nur minimal etwas zu ändern, sprich diese Industrien auch in der westlichen Welt (wieder) anzusiedeln, wird nicht nur Unsummen kosten, sondern auch Jahrzehnte dauern und es ist nicht mal absehbar, ob der Know-How-Vorsprung Asiens und Nordamerikas in diesem Sektor unsererseits überhaupt einholbar ist (dazu sind unsere Bildungs- und Ausbildungssysteme viel zu schlecht aufgestellt - und das liegt nicht v.a. nur an der Qualifikation der Lehrer/Ausbilder).
Umgekehrt bedeutet das aber auch, dass wir allen Aktionen Chinas diesbzgl. weitgehend machtlos werden zusehen müssen. Und der 100-Jahre-Plan der aktuellen chin. Administration wird ziemlich konsequent global verfolgt - also nur ne Frage der Zeit. Daran werden keine Regierungen in DEU oder anderswo (auch nicht in den US von A) irgendetwas ändern können (und auch nicht wollen), egal welche "Farbe" sie repräsentieren.
Vergleichbares gilt für andere schwelende Konflikte. Uns fehlen einfach fundamentalev Assets, um da noch irgendeine Rolle außer die eines Mahners oder bestenfalls Vermittlers spielen zu können. Und deshalb wird auch jede Wohlstands-Entwicklung hierzulande massiv von anderen Faktoren künftig bestimmt. Unsere eigene Alterspyramide tut das ihre noch verstärkend dazu.
Die breite Masse in DEU (und dem gesamten sog. Westen) wird sich (wie es heutzutage weitgehend im Rest der Welt der Fall ist) z.B. wieder daran gewöhnen müssen, dass sich nicht mehr jeder individuelle Mobilität (aka Autofahren wann und wohin man will) wird leisten können. Mit dem kompletten Wechsel auf eine Art E-Mobilität und den auf dem Weg dorthin massiv steigenden Preisen für fossile Energieträger wird sich wie vor etwa 100 Jahren dies nur noch eine begüterte Oberschicht leisten können. Und das hat wenig mit Sozialismus versus Kapitalismus zu tun, sondern mit Kosten und Ressourcen. Viele werden sich einfach entscheiden müssen zwischen Befriedigen von Grundbedürfnissen und stillen von Luxusansprüchen (Individual-Mobilität ist global gesehen purer Luxus). Damit einhergehend wird sich auch vieles in der Industrielandschaft, Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln. Da wir hier bei vielen sog. Zukunftstechnologien jedoch eher durchschnittlich oder bzgl. IT (Hard, wie Software und zugehörige Strukturen) sogar tendenziell rückschrittlich aufgestellt sind (die wohl formulierten Politiksprech-Programme werden das bleiben, was sie in DEU / EU schon immer waren: Papiertiger ohne Substanz), kann man sich ausrechnen, wohin die Reise diesbzgl. gehen wird.
Klingt alles "pessimistisch" ist aber historisch gesehen normal, dass Zivilisationen aufsteigen und dann meist an der eigenen Dekadenz wieder absteigen oder gar zugrunde gehen. Der "reiche" Westen hat nun min. die vergangenen 500 Jahre das Weltgeschehen dominiert - das ändert sich nun und andere sind halt in wesentlichen Aspekten an uns vorbei gezogen, weil wir es uns satt und zufrieden etwas zu bequem gemacht haben. Und das wird uns auch künftig zunehmend "diktieren", was wir für welche Leistung zu bezahlen (aufzubringen) haben und wo wir Verzicht üben müssen usw.. Die vergangenen gut 500 Jahre haben wir das weitgehend ungehindert mit dem Rest des Planeten so getrieben und nun bekommen wir halt langsam unsere eigene "Politik" zu schmecken.
In dem Sinn: Guten Rutsch ins nächste Jahr des weiteren "Abstiegs" im globalen Spiel der Mächte.
Wie mir scheint begreifen manche hier einfach nicht den Ernst der Lage, sinkende Preise werden wir so schnell nicht mehr sehen und all dies führt zu Wohlstandsverlust.
Die Erzeugerpreise sind auf dem höchsten Stand seit dem 2WK, Weizen hat sich um 35% verteuert, Mais um 40%, Kaffee um fast 100%. Der Wohlstand den sich viele Leute hier geschaffen haben wird dahinschmelzen wie die Butter auf dem warmen Toast... Da braucht man kein Hellseher sein.