Grafikkartenmarkt: Ein Bild der Verzweiflung
Spieler, die aktuell eine Grafikkarte suchen, müssen extrem tief in die Tasche greifen, um überhaupt eine GPU zu erhalten. Vorbei sind die Zeiten, in denen man wählerisch sein konnte und sich auf ein spezielles Modell einschießen konnte, heute muss man nehmen, was man kriegen kann. Das ist ärgerlich für alle Betroffenen und hat vor dem Hintergrund der diesmal sehr fairen UVP einen faden Beigeschmack.
Welcher Händler verkauft denn aktuell eine Geforce RTX 3080 für 719 €? Die Antwort ist: Leider keiner, die aktuell günstigste lieferbare Geforce RTX 3080 ist ein Einsteigermodell von Gigabyte, die RTX 3080 Vision OC, die für 1.450 € gekauft werden kann. Bei den anderen Ampere-Karten sieht es auch nicht besser aus. Die Geforce RTX 3060 sollte 319 € kosten und damit einen günstigen Einstieg in neueste Technologien bieten. In der Realität ist die günstigste RTX 3060 eine Asus Phoenix, die es im Bundle mit unnützem Zubehör für schmale 689 € gibt. Macht nur einen Aufschlag von 116 % auf die UVP. Eine Geforce RTX 3070 sollte aktuell 519 € kosten, in der Realität geht es ab 999 € los.
Das Flaggschiff, die Geforce RTX 3090 startet bereits mit einer hohen UVP von 1.549 €. Für einen Aufpreis von lediglich 1.050 Euro oder theoretisch zwei Geforce RTX 3070 ist das günstigste Exemplar gelistet. Das Problem betrifft nicht nur Nvidia, sondern auch AMD. Eine Radeon RX 6800 XT, der P/L-Sweetspot, wäre für 649 € seitens AMD eingepreist. Lieferbar ist diese Karte ab 1379 €, macht dementsprechend 112 % Preisaufschlag. Die RX 6700 XT kostet schmale 400 € über den veranschlagten 479 €, eine RX 6600 XT geht ab rund 250 € über UVP los. Das Flaggschiff RX 6900 XT wirkt da mit einem Aufschlag von nur 50 % schon fast günstig, würde sie nicht bereits eine UVP von 999 € tragen.
Der Grafikkartenmarkt stellt also aktuell ein Bild der Verzweiflung dar, das durch die Chipknappheiten und hohe Krypto-Kurse sicher noch eine Weile Bestand haben wird. Günstige Grafikkarten können nur mit viel Glück bei AMD oder NBB direkt gekauft werden, ansonsten müssen teure Bundles mit mehr oder weniger sinnvollen Beilagen zu massiven Aufpreisen im Einzelhandel erworben werden. Wir können an dieser Stelle nur dringend raten, Abstand von suspekten Anbietern bei Ebay zu halten, die aktuell viele Bestpreise bieten. Die Preisentwicklung spiegelt sich auch in der Top 10 der meistgesuchten Grafikkarten wider. Nur drei Modelle sind unter 1.000 € erhältlich. Unter 859 € kostet keine der Karten. Aktuell kann daher keinem Spieler guten Gewissens zu einer neuen Grafikkarte geraten werden außer die alte ist definitiv kaputt und Geld im Überfluss vorhanden. Alternativen sind die aktuellen Konsolen - so man sie kaufen kann- oder Streaming-Dienste wie Geforce Now.
Quelle: PCGH

Einfach ausgedrückt, Spieler Grafikkarten werden als Übergangslösung für Matrizen Prozessoren genutzt, oder wie auch immer diese heißen.
Hoffentlich kommen die mal bald parat.
Die tut es aber. Kann alles spielen, ist nur eine Frage der Einstellungen.
Außerdem zock ich eh gerne Indi-Games.Diesen TripleA-Kram kann man mi Großen und Ganzen eh in die Tonne hauen.
Von daher, wenn jemand 1500 € für eine GraKa ausgibt: Schön dumm und selber Schuld.
Die Kohle investiere ich dann lieber in Aktien, Krypto oder ähnliches
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Ja, wir haben einen zu großen Niedriglohnsektor, und ja, wir haben Berufe, die - gerade, weil man gesehen hat, wie wichtig sie in Zeiten von Corona sind - unterbezahlt sind. Dass da Änderungsbedarf besteht, steht völlig außer Frage. Ich wehre mich nur dagegen, so zu tun, als würden 80% der Leute mit weniger als 2500 brutto nach Hause gehen und müssten deshalb eine Niere verkaufen, um sich eine Grafikkarte zu kaufen.
Und dazu kommt noch, dass man abseits seines Hobbys noch andere Ausgaben hat. 2,5k Brutto macht netto etwa 1700. Klingt zwar schön und ist es aus, aber im Endeffekt ist das auch nicht so viel. Vor allem dann nicht, wenn man ein Auto hat, vlt. auch Kinder hat usw. Für teure Hobbies, was Gaming nun mal ist, bleibt da wenig.
Wer kaufen möchte, soll das bitte tun. Aber dieses rum Geheule nervt. Karten gibt es genug zu kaufen auf gh.de Nur sind Sie halt teuer.
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