Geforce RTX 4000: Nvidia bezahlt Milliarden für 5-nm-Kapazitäten bei TSMC
Nvidia bezahlt angeblich mehrere Milliarden US-Dollar im Voraus, um sich 5-nm-Kapazitäten bei TSMC zu sichern. Diese sollen nächstes Jahr unter anderem für die kommenden RTX-4000-Grafikkarten aus der Lovelace-Familie verwendet werden.
Derzeit werden alle Consumer-Grafikkarte von Nvidia in Samsungs 8-nm-Prozess gefertigt, doch mit der kommenden RTX-4000-Generation soll sich das ändern. Dann will das Unternehmen, wie auch die Radeon-Konkurrenz aus dem Hause AMD, auf TSMCs 5-nm-Fertigung wechseln. Erste Produkte werden dabei erst für das zweite Halbjahr 2022 erwartet, doch laut einem Bericht der chinesischen Website My Drivers muss Nvidia für die Reservierung von Fertigungskapazitäten schon jetzt gewaltige Summen bezahlen.
Nvidia bezahlt viel, AMD wenig
Laut dem Bericht hat Nvidia im vergangenen Quartal bereits 1,64 Milliarden US-Dollar an TSMC bezahlt, und im kommenden Quartal sollen weitere 1,79 Milliarden folgen. Insgesamt soll Nvidia vorab bis zu 6,9 Milliarden US-Dollar für die Absicherung von Fertigungskapazitäten ausgeben, wobei aber ein unbekannter Teil dieser Summe für Samsung reserviert ist.
Derart hohen Vorauszahlungen für die Absicherung von 5-nm-Kapazitäten verlangt TSMC dabei angeblich nicht von allen Unternehmen. Bestandskunden wie AMD, Mediatek und Apple werden demnach bevorzugt behandeln, sie müssen für die bestellten Fertigungskapazitäten im Voraus weniger Geld bezahlen.
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Für Nvidia dürfte sich der Wechsel aus technischer Sicht in jedem Fall lohnen, denn schon TSMCs 7-nm-Prozess liefert bessere Ergebnisse als Samsung 8-nm-Fertigung. Für die Lovelace-Grafikkarten, alias RTX 4000, dürfte schon es also allein schon durch die Fertigung einen deutlichen Sprung nach vorne geben.
Problematisch könnte dafür aber die Verfügbarkeit werden, denn schon jetzt gibt es zu wenig Produktionskapazitäten. Wenn Nvidia und AMD sich 2022 nun auch noch dieselben Fertigungslinien bei TSMC teilen müssen, dann könnte das womöglich negative Auswirkungen auf die Liefersituation im Grafikkartenmarkt haben. Es ist daher durchaus denkbar, dass es eine (sehr) lange Übergangsphase zwischen 7-/8- und 5-nm-Grafikkarten geben wird.
Quelle: My Drivers via Wccftech

Nvidia ist seit langen Jahren scharf auf eine x86 Lizenz, das treibt deren ARM Initiative an.
AMD hat eine Wachstumsgrenze erreicht
*) Alles in Allem ergänzende Gedanken, die nicht zwangsweise grundsätzlich den deinigen Vorausüberlegungen diametral gegenüberstehen müssen, jedoch erscheinen mir bei so manchem Punkt andere Aspekte als bedeutsamer/schwergewichtiger zu sein.
Die Intel GPUs kommen aber auch nicht von ungefähr, das war eine Lücke im Portfolio die überfällig war und nicht zuletzt Auslöser dafür, dass Apple die M1 APU überhaupt so vorantreibt wie das aktuell der Fall ist.
Analog dazu hat Apple viel Aufholbedarf auf dem Laptop und Heim PC Markt, besonders auf letzterem war Apple mal eine echte Hausnummer. Nvidia ist seit langen Jahren scharf auf eine x86 Lizenz, das treibt deren ARM Initiative an. AMD hat eine Wachstumsgrenze erreicht und kommt mit dem liefern nicht hinterher, das wird auch für Veränderung im Konzern sorgen in den nächsten 5 Jahren. Microsofts Hardwareambitionen von Smartphones, über Tablets bis zu Konsolen sind auch schon lange da und man fragt sich wann machen die ernst?
Ich würde auch nicht schätzen dass das alles nächstes Jahr passiert. Eher so 1-2 Sachen von der Liste passieren vor 2030. (außer der Sony Sache). Aktuell wollen Chipfrabriken in USA und Europa gebaut werden, bei den Herstellern gibt es einen Exodus, raus aus China und Fertigung verlagern nach Indien, Vietnam, oder andere Ländern die sich in naher Zukunft anbieten (Türkei kommt in den Sinn, wenn die am anderen Ende ihres jetzigen Abgrunds wieder international handelsfähig werden). Nvidia selbst deklariert in Quartalsberichten sein oberstes Problem als die Abhängigkeit von Abnehmern in China/Taiwan die dann die Produkte in die Regale bringen.
Die Frage ist hier eher, warum TSMC ursprünglich eigentlich lieber keine Kapazitäten an NV geben wollte!?
Superschnelle Rtx 4070, 4080 und 4090 für 1200, 1800 und 2900 Euro, da klingelt der Geldbeutel.
Apple:
Apple: Kein vergleichbares Konsolen-Ökosystem und bspw. Streaming bedarf keiner übermäßig leistungsfähigen Hardware, hätte mal also schon seit Jahren etablieren können.
Samsung: Konsolenambitionen mäßig sinnvoll im Schatten von Microsoft und Sony. Relevanter ist hier die Mobile-SoC-Entwicklung, die die Konkurrenzfähigkeit zu Qualcomm, MediaTek bestimmt und ihnen vielleicht weitere Gewinne im x86-Markt ermöglichen könnte. Das was hier relevant ist in diesem Forum, macht jedoch nur einen Teil an dem Konzern aus, siehe bspw. weiße und braune Ware.
Microsoft: Klingt wenig plausibel, denn MS hätte wohl mehr Interesse daran eine Konsole zu verkaufen und zusätzlich noch ein, zwei PCs pro Haushalt mit einem OS auszustatten. Darüber hinaus wäre der Preis dieser vermeintlichen Series S-Office-Variante hinfällig, da man damit rechnen müsste, dass bei einem Teil der Geräte die über mehrere Jahre zu erwartenden Erlöse aus dem Xbox-Bereich verloren gehen würden, weil die Kisten nur als PC genutzt werden würden, insofern macht es wenig Sinn die Hardware quasi zum Selbstkostenpreis rauszuwerfen und so oder so käme noch eine Windows-Lizenz hinzu, ergo, der Preis dieser "Konsole" würde für so ein Produkt ein anderer sein.
Intel: Kann sich in vielerlei Richtung bewegen, hat mit bspw. Samsung, Apple und Microsoft aber nur eingeschränkte Schnittmengen. Ersteres, s. o., Apple dagegen ist vielmehr eine Plattform/Ökosystem- als eine Hardware-Entscheidung.
Darüber hinaus wird man hier bestenfalls darüber nachdenken Apple mittelfristig für die Fertigung zu gewinnen, jedoch wohl eher nicht mehr als Abnehmer eigener Hardware, denn genau das war voraussichtlich der primäre Grund, warum Apple seine Eigenentwicklung vorantrieb, nämlich um die Margen weiter zu optimieren, sprich um mehr Kontrolle zu haben und um mehr Gewinn erwirtschaften zu können. Wäre dem nicht so, hätte man auch bspw. AMD als Zulieferer ins Auge fassen können, jedoch auch die ignorierte man komplett und ist gerade dabei auch deren letzte GPU-Überbleibsel zu ersetzen, d. h. Apples langfristige Planung war weitaus weniger eine technologische als vielmehr eine wirtschaftliche (selbsterklärend versucht man das in der öffentlichen Wahrnehmung natürlich etwas anders darzustellen
Die Konsolen hier in den Raum zu stellen mach bzgl. Intel auch wenig Sinn, denn hier stellt sich die Frage, ob der Deal überhaupt für den Marktführer interessant gewesen wäre. AMD hat voraussichtlich primär erneut den Zuschlag erhalten, weil die am dringensten auf den Deal angewiesen waren und mit parallelen Verhandlungsgesprächen mit nVidia und Intel voraussichtlich am weitesten runtergehandelt werden konnten von Sony/Microsoft.
AMD: Der "Killermove" erscheint nicht übermäßig plausibel. Durch den Eigentümerwechsel würde das Cross-Lizenzabkommen mit Intel bzgl. x86-Lizenzen erlöschen und man müsste neu verhandeln und Intel hätte hier wenig Grund zu der neueren, größeren Firma "nett und zuvorkommend" zu sein (und dürfte historisch bedingt voraussichtlich lizenztechnisch am längeren Hebel sitzen).
Zum GPU-KnowHow hätte AMD vermutlich nicht übermäßig viel ergänzend beizutragen und hier würde sich zweifellos kein KnowHow bei nVidia/AMD "potentzieren", denn dieses ist in diesem Kontext nur eingeschränkt additiv. Hinzu kämen im wesentlichen einige Patente.
Und ob nVidia es als so überaus erstrebenswert bewerten würde x86-CPUs fertigen zu können, steht auch noch auf einem ganz anderen Blatt. Angewiesen sind die jedenfalls nicht darauf.
Und zu guter Letzt bleibt auch immer noch die Frage in Richtung Kartellwächter, die dem Ganzen ggf. auch nicht allzu freundliche gegeüberstehen würden, weil das auf ein langfristiges Duopol hinauslaufen würde, während nVidia alleine aktuell noch die Möglichkeit hat sich in diverse Richtung weiterzuentwickeln und als potenter Konkurrent fortzubestehen.
*) Alles in Allem ergänzende Gedanken, die nicht zwangsweise grundsätzlich den deinigen Vorausüberlegungen diametral gegenüberstehen müssen, jedoch erscheinen mir bei so manchem Punkt andere Aspekte als bedeutsamer/schwergewichtiger zu sein.