[PLUS] Vier GPU-Architekturen geprüft: So heiß dürfen Radeon und Geforce werden
PCGH Plus: Der beste Kühler bewahrt die Hardware vor dem Ausfall und sorgt für konstante Leistung. Aber wie sehr wirkt sich die GPU-Temperatur tatsächlich auf die Performance aus? Wir prüfen vier aktuelle GPU-Architekturen: Pascal, Turing, Polaris und Vega. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 08/2019.
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Heiße Luft, kalter Wind
Vor gut 20 Jahren, als 3dfx noch am Markt war, gab es bereits Grafikkarten mit aktivem Luftkühler. Diese waren mit 40 mm Durchmesser und einem Kühlblock, welcher ausschließlich die GPU bedeckte, nach heutigen Maßstäben winzig, erfüllten aber bereits eine sehr wichtige Aufgabe. Ohne einen wirksamen Kühler wäre und ist der Hitzetod bei den immer fortschrittlicheren Grafikprozessoren unvermeidbar. Da wir uns in diesem Test ausschließlich auf Luftkühler festgelegt haben, soll an dieser Stelle kurz die Funktionsweise erläutert werden. In der Regel besteht der Kühlblock aus Aluminium, selten auch aus Kupfer und darin sind Heatpipes eingelassen. Letztere nehmen die Wärme des Grafikprozessors auf, verteilen sie an das Metall und mithilfe von einem oder mehreren Lüftern wird die Wärmeenergie dann an die Umgebungsluft abgegeben. Spannungswandler und Speicher geben ihre Wärme in der Regel durch Wärmeleitpads an eigene, oft einfache Kühlkörper ab, sind je nach Design aber auch mit dem GPU-Kühlblock verbunden. Je nach Bauweise und Größe des Kühlers werden so mehrere hundert Watt an Wärme abgeführt.
Unser Testfeld beinhaltet vier aktuelle GPU-Architekturen: Pascal, Turing, Polaris und Vega. Sie alle verfügen über einen eingebauten Turbo-Modus, welcher die GPU im Rahmen der vorkonfigurierten Grenzwerte (Thermal Design Power, kurz TDP sowie Kerntemperatur) dynamisch übertaktet. Wir wollen testen, welchen Einfluss diese Wärme auf den GPU-Takt hat, was geschieht, wenn die Temperatur kritische Werte erreicht und geben Tipps zur Optimierung. Damit uns Power- und Temperatur-Limit nicht in die Quere kommen, erhöhen wir die Werte mithilfe des MSI Afterburner bei allen Karten auf das Maximum und passen händisch nur noch die Lüfterdrehzahl an. Um die Karten optimal und praxisnah auszulasten, verwenden wir mit The Talos Principle ein sehr GPU-lastiges Spiel. Es bedarf dabei keiner spezifischen Testszene, da sich die GPU-Auslastung fast überall zwischen 95 und 100 Prozent bewegt.
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Folgende Themen finden Sie im Artikel:
- Praxistests mit Geforce GTX 1070, Geforce RTX 2070, Radeon Vega 56, Radeon RX 580
- Praxis: Welchen Einfluss hat die entstehende Wärme auf den GPU-Takt?
- Praxis: Was geschieht, wenn die Temperatur kritische Werte erreicht?
- Praxis: Tipps zur Optimierung
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