Rambus wirft Nvidia erneut Patentverletzung vor
Bereits im Juli 2008 hat der US-amerikanische Entwickler von Hochgeschwindigkeits-Speichertechnologien, Rambus, den Grafikkarten-Hersteller Nvidia wegen angeblicher Patentverletzung verklagt. Nun hat Rambus erneut eine ähnliche Klage angestrengt und geht diesmal sogar noch einen Schritt weiter.
Quelle: (Bild: Nvidia)
Nvidia weist sämtliche Vorwürfe von sich.
So hat sich das Unternehmen mit seiner Klage an die Internationale Handelskommission (ITC) gewandt und verlangt von dieser einen Einfuhrstopp sämtlicher Nvidia-Produkte, welche angeblich insgesamt neun Patente von Rambus verletzten. Betroffen sind angeblich alle Produkte, die Speichercontroller für DDR-Speicher jeglicher Art verwenden, womit also jede aktuelle Grafikkarte und jedes Mainboard mit Nforce-Chipsatz eingeschlossen wäre.
Die Klage richtet sich auch gleichzeitig gegen sämtliche Unternehmen, die in den USA Produkte mit Nvidia-Komponenten vertreiben. Die ITC hat nun 30 Tage Zeit zu entscheiden ob eine Untersuchung eingeleitet oder die Klage abgewiesen wird.
Nvidia hat sich kurz danach zu den Anschuldigungen geäußert und diese vollständig von sich gewiesen. Der ITC wurde volle Kooperationsbereitschaft in dieser Angelegenheit zugesichert. Des Weiteren hat Nvidia bereits gestern ein Treffen mit seinen in Taiwan ansässigen Handelspartnern abgehalten und dabei versichert dass die aktuelle Entwicklung keinen Einfluss auf das Grafikkarten- und Mainboardgeschäft haben wird. Nvidia rechnet damit das der Rechtsstreit etwa ein bis eineinhalb Jahre andauern werde.


Ach ja. Überteuerter Ram mit geringer Effiziens
*gähn*
Bislang kam es noch nie zu einer Einschränkung der Geschäfte und auch die außergerichtlichen Einigungen lagen für die zahlenden Unternehmen in eher niedriger Höhe.
Oft wurden einfach nur für die Zukunft entsprechende Lizenzen gekauft.
Das Problem ist, dass man nicht unbedingt einen Überblick über alle existierende Patente hat und z.T. sehr allgemeine Dinge patentiert wurden (afaik hat Apple z.B. ein Patent auf MP3 Player mit Touchscreen und virtuellem Scrollrad. Microsoft wollte mal eins auf Fenster-basierte Betriebssysteme,...)
Da kommt es dann durchaus strittig, ob eine Verletzung vorliegt und absichtlich muss sie erst recht gewesen sein.
(afaik ist es in Amerika sogar möglich, Patente lange Zeit später rückwirkend einzureichen - d.h. die "Verletzter" haben gar keine Chance, zu wissen, dass das schon entwickelt und patentierungswürdig war, weil dass nirgendwo dokumentiert wurde. Und man kann schlecht alle Chips analysieren, in der Befürchtung, dass irgendwo schon eine Schaltung drauf ist, die man gerade selbst entwickelt hat.