Radeon RX 8800 XT: AMD soll mit RDNA 4 alle getäuscht haben
Gerüchte deuten darauf hin, dass AMD mit RDNA 4 und dem darauf basierenden Grafikprozessor Navi 48 ("GFX1201"), welcher die Radeon RX 8800 XT befeuern soll, alle ausgetrickst haben könnte. Demnach erscheint AMDs Next-Gen doch noch 2024.
Gerüchte deuten darauf hin, dass AMD mit RDNA 4 und dem darauf basierenden Grafikprozessor Navi 48 ("GFX1201"), welcher wiederum eine Radeon RX 8800 XT befeuern soll, alle ausgetrickst haben könnte. Wie Moore's Law Is Dead nun aus Industriekreisen erfahren haben möchte, habe der Hersteller erst kürzlich seinen Boardpartnern gegenüber zugegeben, dass die Verschiebung von RDNA 4 ins kommende Jahr lediglich einer Desinformationskampagne seitens AMDs entsprungen sei. Die Website 3DCenter mutmaßt, dass mit diesen Fehlinformationen auch Leaker in die Irre geführt werden sollen.
Radeon RX 8800 XT doch noch 2024?
Wie einer der AMD-Partner dem YouTube-Kanal mitgeteilt haben soll, plant der Hersteller, die neue RDNA-4-Architektur und somit darauf basierende Grafikkarten noch in diesem Jahr in großem Umfang auf den Markt zu bringen.
Du wirst es nicht glauben, aber ich [AMD-Partner] komme gerade von einer Besprechung mit AMD-Vertretern und anscheinend planen sie, RDNA 4 noch in diesem Jahr in großem Umfang zu veröffentlichen!
Als ich nach den Gerüchten zu der Verschiebung auf das erste Quartal 2025 fragte, sagten sie mir ganz offen, dass es sich dabei um eine absichtliche Desinformationskampagne handelt.
- AMD-Partner gegenüber Moore's Law Is Dead -
Den Anfang machen soll demnach voraussichtlich die Radeon RX 8800 XT mit dem bereits bestätigten RDNA-4-Grafikprozessor Navi 48, über den PCGH schon in der Vergangenheit mehrfach ausführlich berichtet hatte. Während Navi 48 auf den größeren AMD Radeon RX 8800 XT und 8700 XT zum Einsatz kommen soll, prognostizieren die Gerüchte, dass der kleinere Navi 44 für die kleineren Modellvarianten Radeon RX 8600 XT und 8600 vorgesehen sein soll.
Die Spezifikationen der beiden RDNA-4-Grafikprozessoren decken sich mit den bisherigen Gerüchten, welche zudem aus den unterschiedlichsten Quellen bestätigt werden. Demnach sollen die beiden neuen Navi-4X-GPUs im Vollausbau mit den nachfolgenden technischen Spezifikationen aufwarten können.
Navi 48 ("GFX1201")
- 64 Compute Units ("CUs")
- 128 Raster Operating Processors ("ROPs")
- 4.096 Streaming Processors ("SMs")
- 64 MiByte AMD Infinity Cache
- 270 mm² Die-Size
- 275 Watt
Navi 44 ("GFX1200")
- 32 Compute Units ("CUs")
- 64 Raster Operating Processors ("ROPs")
- 2.048 Streaming Processors ("SMs")
- 32 MiByte AMD Infinity Cache
- 145 mm² Die-Size
- 150 Watt
Bereits im April hatte die PCGH-Redaktion alle bislang durchgesickerten Informationen zu RDNA 4 und den beiden Grafikprozessoren zusammengefasst und entsprechend eingeordnet.
Die neuesten Informationen von Moore's Law Is Dead werfen jetzt aber noch einmal ein etwas anderes Bild auf die kommenden RDNA-4-Grafikkarten und versprechen doch etwas mehr Performance, als zuvor angenommen wurde.
Mehr Leistung durch höhere Taktfrequenzen?
Wie der YouTube-Kanal weiter ausführt, liegen ihm entsprechende Informationen vor, die besagen, dass eine potenzielle Radeon RX 8800 XT mit einem realen Chiptakt von "um die 3 GHz" eine Rasterleistung auf Augenhöhe mit einer Geforce RTX 4080 und die Raytracing-Performance einer Geforce RTX 4070 Ti erreichen soll. Das klingt gemessen an den bisher durchgesickerten Spezifikationen jedoch nur wenig glaubwürdig. Bisher wurden die Chips wie folgt eingeschätzt, ein riesiger Leistungssprung wäre durchaus eine handfeste Überraschung.
Navi 48 ("RDNA 4") im Vergleich mit Navi 31 ("RDNA 3"):
- Navi 31 XT ("Radeon RX 7900 XTX")
- Navi 48 XT
- Navi 31 XL ("Radeon RX 7900 GRE")
Navi 44 ("RDNA 4") im Vergleich mit Navi 32 und Navi 33 ("RDNA 3"):
- Navi 32 XT ("Radeon RX 7800 XT")
- Navi 44 XT
- Navi 33 XT ("Radeon RX 7600 XT")
Die im neuesten Video von Moore's Law Is Dead in Aussicht gestellten Leistungswerte sollen für einen MSRP ("Manufacturer's Suggested Retail Price") von vergleichsweise niedrigen 499 bis 599 US-Dollar (ohne Steuern) realisiert werden. Weiter werden die nachfolgenden Eckdaten für eine potenzielle AMD Radeon RX 8800 XT genannt.
- 64 Compute Units ("CUs")
- 128 Raster Operating Processors ("ROPs")
- 4.096 Streaming Processors ("SMs") mit 2,9 bis 3,2 GHz
- 64 bis 96 MiByte AMD Infinity Cache ("Next Gen")
- 16 GiByte GDDR6 mit 20 Gbps @ 256-Bit
- 210 bis 280 Watt TDP/TGP
Das Fenster für ein Release wird laut diesen Informationen, welche sich lediglich auf diese eine Quelle beziehen, auf Oktober bis November 2024 eingegrenzt. Weitere Informationen liefert das neueste YouTube-Video von Moore's Law Is Dead.
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.
Quelle: Moore's Law Is Dead via 3DCenter

Also die Leistung wenn es doch soweit kommen sollte, der aktuellen Gen. bzw Last-Gen. gleichzusetzen, das ist schwach, einfach schwach!
Habe von Anfang an eigentlich auch gedacht, dass die noch eine XTX 2025 hinterherschieben werden und das denke ich mir jetzt nur noch mehr.
Sollte eine High End GPU von AMD 2025 kommen, steige ich nach der 4090 weißer auf AMD um, da ich Kacktracing eh nie nutze aber sehr wohl 4k@120Hz.
daraum kauft man DANN eine neue Grafikkarte und nicht im Vorfeld.
Bin akt. mit meiner Karte sehr zufrieden aber sobald es mehr RT / PT Spiele gibt die mich interessieren UND
wo es sich lohnt (Optisch) werde ich wechseln.
Ob das dann eine AMD RX 9800 XT oder RTX 6080 ( oder Intel?) in Frage kommt wird sich zeigen.
Leider kann ich mich da RAFF nur anschließen
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Solange die Handbremsen noch überhand haben wird die Sau Raytracing auch noch mit Fackeln und Mistgabeln durchs Dorf getrieben.
Hoffentlich legt AMD bei Raytracing soviel zu, dass viele wankelmütige umsteigen und so den Entwicklern zeigen dass der Raytracingzug beschleunigt werden kann.