RTX 4090: AD102 nicht voll ausgenutzt, Potenzial für RTX 4090 Ti

48
News Maximilian Hohm Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
PNY RTX 6000 Ada-Generation 
Quelle: PNY

Die ab dem 12.10. erhältliche Geforce RTX 4090 nutzt keinen Vollausbau des AD102, sondern lässt ca. zehn Prozent ungenutzter Kerne brachliegen. Damit kann Nvidia bessere Yields nutzen und gleichzeitig noch einen Trumpf im Ärmel behalten, den man als Antwort auf AMD präsentieren könnte. Lesen Sie im Folgenden dazu mehr und außerdem, welche neue Nvidia-Grafikkarte den Vollausbau direkt nutzen soll.

Zu Beginn der Lebenszeit einer neuen Grafikarchitektur veröffentlichen die Chiphersteller zwar zumeist sehr schnelle Grafikkarten einer Generation, doch oftmals lässt man noch etwas Luft beim Chipausbau. Einerseits liegt das an den anfänglich zumeist schlechteren Erträgen bei der Chipproduktion und andererseits hat man damit später im Lebenszyklus der Architektur noch mal die Möglichkeit nachzulegen, um die Performance-Krone zu sichern. Dieser Prozess konnte bei Ampere mit der erst dieses Jahr veröffentlichten Geforce RTX 3090 Ti gut nachvollzogen werden.

Auch für Ada Lovelace scheint Nvidia sich dieses Hintertürchen offenzuhalten. Der AD102 mit 602 mm² Die-Größe und gewaltigen 76,3 Milliarden Transistoren kommt auf der Geforce RTX 4090 nicht im Vollausbau zum Einsatz. Anstatt der maximal möglichen 18.176 CUDA-Kerne sind 16.384 CUDA-Kerne aktiv und entsprechend sinken auch die Ausbauten bei Tensor-Kernen, RT-Kernen und TMUs. Bei Ersteren sind 128 von 142 Kernen aktiviert, während bei den Tensor-Kernen und Textureinheiten 512 von 568 maximal möglichen Einheiten aktiv sind.
Der Speicherbus ist jedoch mit 384 Bit bereits vollständig vorhanden. Anstatt von 24 GiB GDDR6X-Speicher mit 21 Gbps können allerdings auch 48 GiB GDDR6+ECC-Speicher verbaut werden, die für Profikarten vorgesehen sind. Die kommende PNY RTX 6000 Ada-Generation erhält den Vollausbau des AD102, wird jedoch kostentechnisch nicht mit einem Geforce-Modell vergleichbar sein, wodurch besonders gute Chips selektiert werden können. Bezüglich der Render-Output-Units ist der Ausbau der Geforce RTX 4090 noch nicht bekannt, im Vollausbau gibt es aber 192 Einheiten, die aktiv sein können.

Damit lässt sich Nvidia ca. zehn Prozent Potenzial im AD102, die zukünftig genutzt werden können. Vielleicht muss man diese zeitnah einsetzen, um mit RDNA 3 konkurrieren zu können, vielleicht kann der Hersteller damit aber auch abermals mehr als anderthalb Jahre warten. Potenzial für eine Geforce RTX 4090 Ti besteht damit jedoch definitiv und die Yields sollten sich im späteren Verlauf Produktion verbessern.

Quelle: PNY & Techpowerup

48
    • Kommentare (48)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Zitat von NewBie
        Ich kann mich noch ganz gut an die Jahre 2000 / 2001 erinnern. Damals hatten wir auch für die Geforce 2 Ultra Preise bis zu 1.700,00 DM. Irgendwann (müsste ab August 01 gewesen sein? und die PCGH war noch ganz grün hinter den Ohren ) ging es dann auch wieder rapide abwärts mit den Preisen. Da es dann auch gute Karten von der Konkurrenz gab.

        VG,
        Beispielsweise die Kyro 2, die zum Budgetpreis gelegentlich einer GeForce 2 GTS Konkurrenz machte. Nur: So was ist nicht in Sicht. Von Intel eh noch nicht. Und von AMD auch nicht, da deren Zeit als "Budget"-König auch schon was her ist, auch bei den CPUs. Hinzu kommt: Die Leute zahlens ja. Bis runter zu den Eintiegsmodellen, die auf ihre ~300€ UVP der letzten Generation sicher auch noch mal was draufsatteln werden. Warum sollten die Hersteller also auf Rekordgewinne verzichten, solange sie verzeichnet werden?

        Kurios auch: Richtige PC-Killer-Gaming-Apps wie damals gibts gefühlt schon seit Jahren nicht mehr: Wing Commander 3 für den Pentium. QuakeGL für die ersten 3D-Beschleuniger. Doom3, das dank John Carmack schon Jahre vor Release den Absatz von GeForce3-Karten ankurbelte. Natürlich auch, weil fast alle Grafik-Blockbuster Multiplattformentwicklungen sind (die am PC "bloß" was hübscher aussehen -- aber trotzdem auf aktueller Hardware noch problemlos laufen, so nicht miserabel optimiert).

        Im Vergleich verkaufen die Hersteller hier Eis an Eskimos. Alles noch ein bisschen feiner aufgelöst, mit noch mehr FPS (der 60FPS-Marketingstandard hat wohl endgültig ausgedient) und mehr Raytracing-Power plus Filterkram on top. Der Enthusiasten-Markt, geschenkt. Der Enthusiast kaufe sich schon 2001 statt einer RTX Superduper halt drei GeForce 2 Ultras. Eine für den Rechner. Eine für die Zierde an der Badezimmerwand. Und eine als Duft-Bäumchen fürs Auto. Aber es ist ja nicht nur der Enthusiastenmarkt...
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Zitat von NewBie
        Ich kann mich noch ganz gut an die Jahre 2000 / 2001 erinnern. Damals hatten wir auch für die Geforce 2 Ultra Preise bis zu 1.700,00 DM. Irgendwann (müsste ab August 01 gewesen sein? und die PCGH war noch ganz grün hinter den Ohren ) ging es dann auch wieder rapide abwärts mit den Preisen. Da es dann auch gute Karten von der Konkurrenz gab.

        VG,
        Beispielsweise die Kyro 2, die zum Budgetpreis gelegentlich einer GeForce 2 GTS Konkurrenz machte. Nur: So was ist nicht in Sicht. Von Intel eh noch nicht. Und von AMD auch nicht, da deren Zeit als "Budget"-König auch schon was her ist, auch bei den CPUs. Hinzu kommt: Die Leute zahlens ja. Bis runter zu den Eintiegsmodellen, die auf ihre ~300€ UVP der letzten Generation sicher auch noch mal was draufsatteln werden. Warum sollten die Hersteller also auf Rekordgewinne verzichten, solange sie verzeichnet werden?

        Kurios auch: Richtige PC-Killer-Gaming-Apps wie damals gibts gefühlt schon seit Jahren nicht mehr: Wing Commander 3 für den Pentium. QuakeGL für die ersten 3D-Beschleuniger. Doom3, das dank John Carmack schon Jahre vor Release den Absatz von GeForce3-Karten ankurbelte. Natürlich auch, weil fast alle Grafik-Blockbuster Multiplattformentwicklungen sind (die am PC "bloß" was hübscher aussehen -- aber trotzdem auf aktueller Hardware noch problemlos laufen, so nicht miserabel optimiert).

        Im Vergleich verkaufen die Hersteller hier Eis an Eskimos. Alles noch ein bisschen feiner aufgelöst, mit noch mehr FPS (der 60FPS-Marketingstandard hat wohl endgültig ausgedient) und mehr Raytracing-Power plus Filterkram on top. Der Enthusiasten-Markt, geschenkt. Der Enthusiast kaufe sich schon 2001 statt einer RTX Superduper halt drei GeForce 2 Ultras. Eine für den Rechner. Eine für die Zierde an der Badezimmerwand. Und eine als Duft-Bäumchen fürs Auto. Aber es ist ja nicht nur der Enthusiastenmarkt...
      • Von twack3r Software-Overclocker(in)
        Zitat von Birdy84
        Wobei sich mir in dem Zusammenhang gleichzeitig die Frage stellt, ob eine höhere Auflösung noch einen ausreichenden Mehrwert bietet.
        Bezogen auf einen 100-120 Grad FOV passt die ppd von 39 einer Aero gerade so noch in DP1.4 rein.

        Ein höherer FOV bei keiner Verringerung der ppd wird nur über eine höhere Auflösung gehen.

        Und ich glaube nicht, dass foveated transport und DSC mit Faktor 3 reichen werden, um auf DP2.0 Bandbreite zu kommen.
      • Von facehugger Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von onkel-foehn
        Hoffe nur, dass @PCGH in Zukunft den Watt/FPS Test NICHT außer acht lässt !!

        MfG Föhn.
        Watt isn dette? Bigger ist better, weeß doch jede Lusche, wa

        Gruß
      • Von Birdy84 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von twack3r
        Extrem bitter.

        DP1.4 ist schon bei einer Pimax 8KX grenzwertig und DSC ist auch nicht allmächtig.

        Ich bin gespannt was das für eine Pimax 12K bedeutet, denn immer höhere Auflösungen bei immer höheren Bildwiederholraten sind zwar wie gemacht für eine 4090, per DP1.4 wird das aber nix.
        Wobei sich mir in dem Zusammenhang gleichzeitig die Frage stellt, ob eine höhere Auflösung noch einen ausreichenden Mehrwert bietet.
      • Von facopse PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Ballteborn
        Früher, war alles anders

        Die 4090 ist auch keine Gamer Grafikkarte sondern eine von Nvidia berworbene Enthusiast Karte.
        Genau wie die 4090 ti oder Titan
        Oder wie die 8800 GTX, die damals für einen massiven Leistungssprung gesorgt hat und trotzdem "nur" 600 Euro gekostet hat?
        Preise um die 3000 Euro kannte ich lange nur bei der Quadro Reihe, wo der Preis noch einigermaßen gerechtfertigt ist, da mit diesen Karten in der Regel Geld verdient wird.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk