Grafikkartenpreise: Dank Krypto-Flaute weitere Normalisierung zum Jahresende?
Das Krypto-Mining hatte die Nachfrage und damit die Preise für Grafikkarten in die Höhe getrieben, doch gefallene Kurse und sich abzeichnende Stagnation bei Grafikspeicherpreisen sollen laut Marktforschern zur Trendwende beitragen.
Die Verkäufe von Gaming-Produkten wie Grafikkarten und Konsolen sowie die Nachfrage nach entsprechenden Komponenten wird laut den jüngsten Untersuchungen der Marktforscher von Trendforce weiter "auf einem ordentlichen Niveau gehalten werden". Allerdings sei der Wert von Kryptowährungen in den letzten zwei Monaten aufgrund aktiver Interventionen vieler Regierungen stark gesunken, was dazu führte, dass der Grafik-DRAM-Markt im angelaufenen 3. Quartal dieses Jahres eine Abwärtsbewegung erfuhr.
Während die Preise für Grafik-DRAM auf dem Direktmarkt wahrscheinlich am stärksten schwanken werden, wird erwartet, dass die Vertragspreise für Grafik-DRAM im 3. Quartal 2021 um 10 bis 15 Prozent im Vergleich zum Vorquartal steigen werden, da DRAM-Lieferanten der Produktion von Server-DRAM nach wie vor Vorrang vor anderen Produktkategorien einräumen und der Großteil des Grafik-DRAM-Angebots nach wie vor von Großabnehmern gehalten wird.
Hohe Schwankung
Dabei sollte laut Trendforce darauf hingewiesen werden, dass es angesichts der hohen Volatilität des Grafik-DRAM-Marktes relativ normal ist, dass die Preise für Grafik-DRAM umkehren oder im Vergleich zu anderen Mainstream-DRAM-Produkten drastischere Schwankungen aufweisen. Sollte der Kryptowährungsmarkt weiterhin rückläufig sein und die Hersteller von Smartphones oder PCs ihre anstehenden Produktionsmengen angesichts der anhaltenden Pandemie und der Probleme bei der Komponentenversorgung reduzieren, sei es unwahrscheinlich, dass die Grafik-DRAM-Preise im 4. Quartal 2021 weiter steigen. Stattdessen erwarten die Marktforscher, dass die Preise in den letzten drei Monaten des Jahres im Vergleich zum dritten Quartal weitgehend unverändert bleiben werden.
Direktpreise versus Vertragspreise
Auf dem Vertragsmarkt für Grafik-DRAM hat die Verkäuferseite demnach einen erheblichen Einfluss auf die Preisverhandlungen, da diese Anbieter der Produktion von Server-DRAM Vorrang vor anderen Produktkategorien einräumen. Im derzeitigen Ökosystem der diskreten Grafikkarten entscheiden sich Grafik-DRAM-Käufer wie Nvidia derweil immer noch für ein Geschäftsmodell, das auf Bündelverkäufen basiert (sprich: Grafikkartenhersteller, die Nvidia-GPUs kaufen, müssen auch Grafik-DRAM von Nvidia beziehen).
Da Nvidia und AMD den größten Teil des Grafik-DRAM-Angebots für sich beanspruchen, werde es für Notebook-OEMs und kleine und mittlere Hersteller von Computerkomponenten schwierig sein, genügend Grafik-DRAM zu beschaffen, während die Erfüllungsrate der DRAM-Lieferanten für Grafik-DRAM-Chips relativ niedrig bleibt. Diese Faktoren sind nicht nur für den Anstieg der Gesamtvertragspreise für Grafik-DRAM verantwortlich, sondern auch, dass die Direktpreise für GDDR6-Chips etwa 10 bis 15 Prozent über den Vertragspreisen liegen.
Gebrauchtmarkt als weiterer Faktor
Im Großen und Ganzen hätten die Preise auf dem Grafik-DRAM-Direktmarkt, der wie erwähnt ein äußerst reaktionsfreudiger Markt sei, bereits begonnen, die nachlassende Nachfrage im Endproduktsegment widerzuspiegeln, insbesondere bei Grafikkarten, die für das Kryptowährungs-Mining verwendet werden. Da das Angebot an gebrauchten Grafikkarten zunimmt, würden einige Grafikkartenhersteller möglicherweise Preissenkungen einführen, um den Absatz anzukurbeln.
Darüber hinaus könnten die Käufer auf dem Direktmarkt anfangen, noch niedrigere Preise zu erwarten, und diese Erwartung soll wahrscheinlich entweder zu einem massiven Rückgang der Grafikkartennachfrage führen oder dazu, dass diese Käufer eine spekulative Haltung in Bezug auf Grafik-DRAM einnehmen. Trendforce geht daher davon aus, dass sich die Lücke zwischen den Direktpreisen und den Vertragspreisen für GDDR6-Chips im 3. Quartal 2021 zu verringern beginnen wird.
Quelle: trendforce.com
Grafikkartenpreise: Dank Krypto-Flaute weitere Normalisierung zum Jahresende?

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doch habe ich gestern mit etwas Glück, durch einen Preisfehler bei einem Onlinehändler eine 1660Ti für 249 Euro gekauft und zum Glück haben die nicht storniert, heute angekommen und eingebaut,
dann meine alte 1050Ti für einen fairen Preis von 130 Euro verkauft
ps. freue mich endlich auf ein richtiges BF, sollte mit der 1660Ti und dem restlichen System ganz gut laufen
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Kann mich auch an den letzten Krypto-Hype von 2018 erinnern, als ich wochenlang gebannt die Preise der 1080er Ti auf dem Wiederverkäufermarkt verfolgt habe - mir dann eine um 700€ ergatterte, kurz bevor die Preise auch hier wieder in die Höhe gingen. Die großen Mengen an preisgedumpten Mining-Karten lassen derzeit auch immer noch auf sich warten - stattdessen findet man dafür eher ganze RIGs auf Wiederverkäuferplattformen, und das zu exorbitanten Preisen.
Bin zwar definitiv kein Fachmann, aber glaube außerdem nicht, dass man aufgrund der derzeitigen Krypto-Preise alleine (und Außer-Acht-Lassung von sich immer noch von COVID erholenden globalen Logistikketten, der Halbleiterknappheit, Scalping etc.) so eine Aussage machen kann/sollte.
Wie gesagt - zu viele andere Faktoren und zu starke Schwankungen am Krypto-Markt, um diesem Artikel mehr Wahrheitsgehalt als einer Glaskugel beizumessen. Schön wär's wenn's war ist, würd mich drüber freuen, aber ich bleibe skeptisch.