Onboard-Grafik bei AM5: Hybrid Graphics kann vor allem bei RDNA 3 viel Energie einsparen
Hybrid Graphics hat das Potenzial, Energie einzusparen, indem die Onboard-Grafikeinheit statt der dedizierten Grafikkarte im Desktopbetrieb genutzt wird. Vor allem bei RNDA 3 kann gespart werden, doch auch mit GCN, RDNA 2 und Ada Lovelace lässt sich sparen. Lesen Sie daher im Folgenden mehr zu den Einsparungen und Kompromissen, die Sie dafür eingehen müssen.
AMDs Ryzen-7000-Prozessoren verfügen anders als ihre Vorgänger auf Basis von Zen 3 immer über eine Onboard-Grafikeinheit. Diese basiert auf RNDA 2 und ist für die Bildausgabe und nicht für Spiele vorgesehen, bietet damit aber eine äußerst interessante Option für alle Nutzer, die mit ihrem PC nicht nur spielen. Diese nennt sich Hybrid-Graphics und nutzt nicht die Bildschirmausgänge der eigentlichen Grafikkarte, sondern des Mainboards und kann im Desktopbetrieb auf die sparsame Onboard-Lösung zugreifen.
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Dadurch sollen nicht unerhebliche Verbrauchseinsparungen möglich sein, was vor allem mit AMDs eigenen neuen RDNA-3-Modellen eine Option sein könnte. Benötigt wird zum Ausprobieren eigentlich nur ein Betriebssystem ab Windows 8.1 und ein AM5-System, bei dem Hybrid Graphics im UEFI aktiviert ist. Außerdem muss das Bildschirmkabel ans Mainboard angeschlossen werden. Das sorgt natürlich bei 4K-Bildschirmen mit hohen Bildwiederholraten oder Multi-Monitor-Setups mit mehr als drei Bildschirmen für Probleme, sollte aber für zwei reguläre Bildschirme problemlos funktionieren.
Windows selbst steuert, welche Grafiklösung es für welche Anwendung nutzt und meistens scheint das gut zu funktionieren. Sollte es das nicht tun, kann manuell eine GPU gewählt werden und das Problem ist gelöst. Im Test von Planet 3D Now konnten im Idle mit einer Radeon RX 6700XT zwischen 14 und 22 Watt eingespart werden, während unter Volllast 1-1,6 Watt mehr verbraucht wurde. Eine Vega 64 sparte zwischen neun und 15 Watt, während unter Volllast acht Watt mehr gemessen wurden, die auf die aktive Onboard-Grafikeinheit zurückzuführen sind.
Mit einer Geforce RTX 4090, die das Feature ebenfalls unterstützt, konnten zwischen drei und zehn Watt im Idle eingespart werden, während nicht gemessen wurde, ob unter Volllast mehr verbraucht wird. Am interessantesten ist jedoch das Ergebnis der Radeon RX 7900XTX. Diese hat dabei für einigen Ärger mit den Treibern gesorgt und sich regelmäßig per Bluescreen verabschiedet, sodass AMD noch Optimierungen vornehmen muss. Dennoch sind die Einsparungen groß. Im Idle sind zwischen 18 und 36 Watt eingespart worden und unter Volllast immerhin noch knapp fünf Watt. Damit scheinen die RNDA-3-Karten, sofern AMD sich noch um die bestehenden Probleme kümmert, für Hybrid Graphics prädestiniert zu sein.
Quelle: Planet 3D Now

Beim aktuellen Klapprechner mit Ryzen5 5600 h mit Vega OnBoard und RTX3060 6GB@95w zickt nach Updates schon mal der MSIAfterburner rum und ändert die Einstellungen für´s OSD. Die Radeon-Software schickt ab und zu nach Windows-Updates eine Fehlermeldung wenn ich die GUI öffnen will. Neue Version mit Minimal-Setup installieren und gut ist.
Wenn sich dieses System auch auf dem Desktop durchsetzt, wäre das völlig ok. E-Sportler werden wahrscheinlich über höhere Latenzen bei einer nicht direkt mit dem Display verbundenen GPU klagen, Mir als RTS/TBS/Management-Games-Spieler ist das jedoch egal.
Als Gamer läst man den Monitor, wegen der Latenz (die bei PCIe Gen4 kaum zu messen ist!), an der dGPU.
Man kann unter Windows auswählen welches Programm die iGPU und welches die dGPU nutzt.
ZB Firefox auf der iGPU (hier ist momentan auch nur ein Monitor in betrieb und an der dGPU angeschlossen):
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Dann sieht man im TaskManager (nach Firefox neustart):
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Darüber hinaus dürfte hierdurch die Latenz etwas steigen (vermutlich nicht spürbar).