[19/09/2014] Nvidias Partner Programm ist angesichts der Vorteile (offizielle Liste) für jeden Nvidia-GPU-Abnehmer wohl fast schon ein Muss, zumal die Mitgliedschaft für Nvidia-exklusive Partner wie Evga, Inno3D oder Palit als "No-Brainer" durchgehen dürfte. Realistisch gesehen müssen dann auch Mischanbieter wie Asus, Gigabyte und MSI mitziehen, die - den Marktanteilen entsprechend - den Großteil ihrer Einnahmen mit Geforce- und nicht Radeon-Grafikkarten erwirtschaften dürfen. Und da sind wir eigentlich auch schon beim Problem: Nvidia bringt es bei dedizierten Grafikkarten auf ~70 % Marktanteil, vermeldete erst kürzlich mal wieder neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn und kann vor Kraft kaum noch laufen. AMD konnte hingegen 2017 mit Vega nur bedingt überzeugen und scheint 2018 eher aussitzen zu wollen. GPP mag in manchen Aspekten unmoralisch oder gar rechtswidrig sein, aber wenn die aktuell schnellste Vega ca. 100 Watt zusätzlich aus der Leitung zieht, nur um eine mit der 23 Monate alten, als Topmodell längst abgelösten, über 100 Euro günstigeren GTX 1080 vergleichbare Leistung zu erzielen, dann ist es eigentlich auch schon egal, wenn sich wegen GPP nun der Name auf der Grafikkartenpackung ändert. Die meisten PCGH-Leser geben bei ähnlichen Produkteigenschaften wohl gerne der als fairer empfundenen Firma den Vorzug oder zahlen einen kleinen Preisaufschlag für freie Technologien etc. Der Enthusiast, der sich einen Werbeclip zur GPU-Wahlfreiheit reinzieht, im High-End-Segment dann aber gar kein gutes Produkt aus dem roten Lager zur Wahl hat, wird am Ende eben doch die nächste Lederjacke von Jen-Hsun Huang mitfinanzieren.