Nvidia spricht über 40nm-Fertigung für Grafikchips, GT300, Ion, Tegra und den Workstation-Markt
Nvidia hat die Zahlen für das erste Quartal des Fiskaljahres 2010 vorgelegt. Der Umsatz brach dabei um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ein, außerdem musste Nvidia einen Verlust von 201 Mio. US-Dollar hinnehmen.
Quelle: Nvidia
Nvidia: Ausblicke im Conference-Call
Neben der Bekanntgabe der Quartalszahlen verriet Nvidia im Conference-Call zum Abschluss seines fiskalischen Q1/2010 auch einige interessante Details zu den Entwicklungen der einzelnen Geschäftsbereiche und der Einführung neuer Technologien wie der 40-Nanometer-GPU-Fertigung.
Laut CEO Jen-Hsun Huang habe Nvidia derzeit drei 40-Nanometer-Produkte "in Line", also im der Produktionszyklus, weitere würden in Kürze folgen. Bereits vor ein paar Tagen sind verräterische Einträge in Beta-Treibern aufgetaucht, welche Produkte wie Geforce G 210 und GT 220 sowie Codenamen wie GT218 und GT216 verrieten. Nach dem Statement des Nvidia-CEOs zu urteilen, könnte seine Firma die in Kürze stattfindende Computermesse Computex nutzen, um diesen Gerüchten offiziellen Charakter zu verleihen. Spannend wird sein, ob Nvidia ebenso wie AMD zur Cebit zunächst mobile Produkte auf 40nm-Basis vorstellen wird. Zum Jahresende hin erwartet Nvidia einen Anteil von 25 bis 30 Prozent, welchen die 40nm-Produkte ausmachen sollen. Die Restbestände aus 65-Nanometer-Produktion seien minimal und der Großteil werde dieses Jahr in 55 Nanometer-Technologie hergestellt - unter anderem auch die Ion-Chipsätze.
Mit dem Ion ist Nvidia im übrigen auch ansonsten hochzufrieden. Zwei Drittel der 180 Millionen US-Dollar aus der Chipsatz-Abteilung seien Ion zu verdanken - auf Nachfrage erläuterte Nvidia allerdings, dass man nicht zwischen Ion und dem Geforce-9400-Chipsatz unterscheide, welcher auch in Apple-Produkten zum Einsatz kommt. Diese machen bereits etwas über 50 Prozent der 120 Millionen US-Dollar aus. Die Ion-Verkäufe liefen allerdings gut, so sei zum Beispiel die Erst-Charge des Acer Revo, welches PC Games Hardware bereits im Test hatte, in Deutschland bereits am ersten Tag ausverkauft gewesen. Wesentlich größere Stückzahlen erwartet Nvidia-Boss Huang noch von der System-on-a-Chip-Plattform Tegra und der Vision von Mobilen Internetgeräten mit tagelanger Akkulaufzeit und für HD-Wiedergabe ausreichender Rechenleistung. Man habe seit vier Jahren in Tegra investiert und ein 500 Mann starkes Team (ca. 10% der Nvidia-Belegschaft) sei mit dem Projekt befasst. In zwei bis drei Jahren würde es weit mehr Geräte mit Tegra-Chips geben als beispielsweise Ions, so Huang weiter.
Bezüglich des GT300, des ersten DirectX-11-Chips von Nvidia, äußerte sich der Nvidia-Chef bekannt zurückhaltend. Die aktuellen Produkte der Firma seien sehr gut im Marktgefüge integriert und es habe daher keinen Sinn, über kommende Produkte zu sprechen. Für Analysten-Konferenzen, die stets auch einen Ausblick auf das kommende Quartal enthalten, ist das allerdings quasi gleichzusetzen mit der Aussage, dass GT300 auf keinen Fall im nächsten Quartal zum Firmenergebnis beitragen wird. Aktuell wird gegen Ende des Jahres mit dem Erscheinen der Geforce GTX 380 - wie die ersten DirectX-11-Produkte auf GT300-Basis wahrscheinlich heißen werden - gerechnet.
Was Nvidia laut eigener Aussage ein besseres Ergebnis verhagelt hat, war der schon im letzten Quartal vorhandene Einbruch im Workstation-Markt, welcher satte vier Prozentpunkte bei den Margen kostete. Ungewöhnlich vehement wehrte man sich dabei, dass dies möglicherweise aufgrund zunehmender Konkurrenz durch AMDs Fire-GL-Produkte der Fall sei. Im Workstation-Bereich, so Nvidia, käme es auf eine komplette Infrastruktur an, auf Treiber-Qualität und -Support auch außerhalb vom Windows-Mainstream.
Mit Bezug auf den rasanten Preisverfall von Grafikkarten über das letzte Jahr erteilte der Nvidia-Chef den Analysten eine klare Absage: Er sehe die ASPs, die durchschnittlichen Verkaufspreise, jetzt auf einem niedrigen, aber stabilen Niveau. So dürften auch weitere gravierende Preissenkungen im Einzelhandel in nächster Zeit eher die Ausnahme bilden.
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N.Vidia drängt doch schon auf die 28nm Fertigung bei TSCM und will die so schnell wie möglich.Warum quatschen die überhaupt noch über 40nm.
Nur, wie ich neulich las:
Sie sollen die Karten mal so nennen wie sie wollen, aber nicht all zu viele rausbringen und dafür mal 3 angemessen abgestuft und trotzdem günstig sind.
Denn wenn das Portfolio nicht zu groß ist, haut es vielleicht auch mal mit dem Preis hin. Aber Nvidia wird schon wissen!?
Beim letzten Mal gab es auch nur die 8800GTX so für 600€ und die GTS für 500. Bis zu kleineren Modellen dauerte es dann Monate. Beim Launch der 7800GTx weiß ich nicht mehr genau, ob die GT-Version gleichzeitig kam. Ich glaube, das war etwas später.
Ich hoffe nur, dass die günstigeren Nachfolge-Karten nicht solche Luschen werden wie damals die 8600GTS. Die zog im Vergleich zu den schnellen Karten der Vorgänger-Generation, die fürs gleiche Geld zu haben waren, keinen Fisch vom Teller. Aber Hauptsache DX10.
Hoffentlich sind sie diesmal schlauer.
Der 40nm-Prozess scheint für ATI aber zu funktionieren. Und die NV-Chips kommen von den gleichen Chipfertigern.
Okay, zwischen einem Simpelchip (relativ gesehen) wie dem letzten von ATI und und den kommenden Boliden liegt schon ein gewisser Unterschied.
Es würde mich nicht wundern, wenn zum Weihnachtsgeschäft ATI mit der komplett überarbeiteten Produktlinie in 40 nm inkl der neuen High-End-5xxx Serie aufwarten wird, während NV wieder umlabelt und der GT3xx noch nicht verfügbar ist.
Ich gehöre nicht zu den Leuten die ATIs Treiber grundlos schlecht reden, aber NVs Treiber als Kritikpunkt versteh ich noch weniger, denn ich fand die immer super, hatte nie Probleme mit dennen.